Posts mit dem Label change werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label change werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Sehen wie es wirkt

Felix war unzufrieden. Die Menschen behandelten ihn schlecht, die Menschen behandelten die Umwelt schlecht, überhaupt war nichts so wie es sein sollte.

Er träumte von einer besseren Welt.

Aber er hielt es nicht mehr aus. Wütend war er auf alles was ihm angetan wurde. Rachsüchtig auf alle die ihm übel mitgespielt hatten. Und gefangen weil er all das nicht durfte.

Er sollte alles loslassen.

Das verschaffte ihm Erleichterung. Doch er kam nicht darum herum zu sehen, wie die Welt ist, wie schlecht alles war. Das konnte doch nicht wahr sein!

Es ist alles nur Theater.

Nichts ist so. Alles nur Theater, Schauspiel. Hier spielt man wichtiger Politiker beeindruckt Wähler, anderswo Mitarbeiter will Gunst des Chefs erwerben der die Latte immer höher legt, oder sonstige Tricks.

Und welches Spiel spielte er?

Eins das ihn dorthin gebracht hatte, wo er gelandet war. Eins bei dem er gedacht hatte er würde gewinnen, aber das war nur bei manchen Spielzügen. Die anderen hatte er vergessen.

Er musste neue Spiele lernen.

Musiktipp: Maroon 5 - Wake Up Call

Samstag, 17. Oktober 2009

Die Sünden der Welt

Einst war eine Gemeinschaft, sehr verschworen, sehr aufeinander achtend. Sie wussten genau, was wem gut tat und was nicht. Sie hatten sehr klare Moralvorstellungen, und die alten Menschen wussten diese auch weiterzugeben und für deren Einhaltung zu sorgen.

Bis neue Prediger die Gemeinschaft besuchten und Kunde brachten vom Erlöser, der die Sünden der Welt auf sich nehmen würde um so die Menschen von ihren Sünden zu erlösen, der sich dafür sogar Keruzigen und Töten hat lassen, und auferstanden ist.

Die Menschen waren begeistert. Endlich konnten sie tun und lassen was sie wollten! Keine Rücksichtnahme mehr auf irgendwelche alten Moralvorstellungen, keine Angst mehr ob der Konsequenzen ihres Handelns, Jesus würde alles auf sich nehmen. Und mit diesem Glauben brach eine Welle neuen Treibens aus unter den Menschen.

Nur Jesus schluckte...

Tipp: Litanei vom heiligsten Herzen Jesu

Mittwoch, 17. Juni 2009

Der Rest

Die Erfolgsgesellschaft strebte nach immer hoheren Erfolgen. Jeder Tag der keine neuen Rekorde brachte war ein verlorener Tag. Die volle Leistung war gefragt, die Menschen gaben 110 % um überhaupt noch mithalten zu können.

Nicht alle konnten das. Manche wurden krank, man brachte sie in Krankenhäuser. Die meissten wurden alt, man brachte sie in Pflegeheime. Manche waren gescheitert und hatten aufgegeben, man wollte sie nicht sehen.

Alle Augen blickten auf die Erfolgreichen, Jungen, Schönen. Schneller, höher, weiter war das Motto. Hürden wurden aus dem Weg geräumt, Schäden repariert, die Effizienz gesteigert. Und alles andere vergessen.

Irgendwann kam man aber an einen Punkt, an dem die Leistung abfiel. Erst langsam und unbemerkt, schamhaft wurden Ergebnisse besser dargestellt als sie waren, niemand wollte und konnte es sich leisten ein Verlierer zu sein.

Dann kam die Krise. Man wollte mehr, es ging nicht mehr. Die Angst vor dem Absturz in's Nichts brach aus, niemand konnte sich vorstellen wie es wäre wenn es nicht mehr aufwärts ginge. Aber die Chance lag darin das Verlieren zu lernen.

Tipp: Welt der Physik - Dunkle Materie und Dunkle Energie

Dienstag, 16. Juni 2009

Delta-Man rettet den Perfektionisten

Der Perfektionist war ein extremer Mensch in seinem Tun. Entweder er machte etwas perfekt oder er machte es garnicht. Wie Schwarz und Weiss. In seinem Spezialgebiet war er absolut spitze, aber es gab viele Dinge die er sonst noch hätte tun könnne, aber nicht anfing, weil er sie nur schlecht konnte. Und das konnte er nicht ertragen.

Es hätte ja jemand etwas sagen können.

Er wäre ein Looser gewesen, und das konnte er nicht riskieren, so von der Gemeinschaft ausgeschlossen zu werden. Also blieb er bei dem was er konnte, und perfektionierte es noch weiter. Bis dorthin, wo er Dinge machen konnte die keiner ausser ihm mehr verstand. Eine Sackgasse. Es gab nichts mehr weiter was er sinnvoll hätte tun können.

Er verzweifelte, gab den anderen die Schuld.

Da kam Delta-Man, der neue Superheld, zur Rettung. Er weihte ihn ein in die Geheimnisse der Wertschöpfung. Nicht im perfekten Ergebnis lag der Wert aller Taten und Werke, sondern in deren Veränderung der Welt. Er weihte ihn auch ein in das Geheimnis des Nullpunktes. Das Wichtigste war nicht, ob etwas perfekt geworden war sondern wie es geworden war. Und er weihte ihn ein in das Geheimnis der Relativität. Was für den einen perfekt und fehlerfrei war, in dem fand der andere allerlei Mängel.

Weil jeder andere Ansichten, Ansprüche und Bedarfe haben kann.

So lehrte er den Perfektionisten, darauf zu achten was er tat, jedem Schritt als Beitrag und also von Wert zu betrachten. Auch Anfänge waren schon von Wert - und eigentlich sogar das Wertvollste überhaupt. Und mit dem so gewonnenen Selbstvertrauen konnte der Perfektionist auch gelassen mit weiteren Forderungen umgeken, da er den Wert dessen was war kannte und gegenüber dem was noch fehlte abwägen konnte. Er konnte verhaldeln statt nur zu flüchten.

Und so wurde der Perfektionist zur Exzellenz.

Lesetipp: Wikipedia - Kaizen