Der Perfektionist war ein extremer Mensch in seinem Tun. Entweder er machte etwas perfekt oder er machte es garnicht. Wie Schwarz und Weiss. In seinem Spezialgebiet war er absolut spitze, aber es gab viele Dinge die er sonst noch hätte tun könnne, aber nicht anfing, weil er sie nur schlecht konnte. Und das konnte er nicht ertragen.
Es hätte ja jemand etwas sagen können.
Er wäre ein Looser gewesen, und das konnte er nicht riskieren, so von der Gemeinschaft ausgeschlossen zu werden. Also blieb er bei dem was er konnte, und perfektionierte es noch weiter. Bis dorthin, wo er Dinge machen konnte die keiner ausser ihm mehr verstand. Eine Sackgasse. Es gab nichts mehr weiter was er sinnvoll hätte tun können.
Er verzweifelte, gab den anderen die Schuld.
Da kam Delta-Man, der neue Superheld, zur Rettung. Er weihte ihn ein in die Geheimnisse der Wertschöpfung. Nicht im perfekten Ergebnis lag der Wert aller Taten und Werke, sondern in deren Veränderung der Welt. Er weihte ihn auch ein in das Geheimnis des Nullpunktes. Das Wichtigste war nicht, ob etwas perfekt geworden war sondern wie es geworden war. Und er weihte ihn ein in das Geheimnis der Relativität. Was für den einen perfekt und fehlerfrei war, in dem fand der andere allerlei Mängel.
Weil jeder andere Ansichten, Ansprüche und Bedarfe haben kann.
So lehrte er den Perfektionisten, darauf zu achten was er tat, jedem Schritt als Beitrag und also von Wert zu betrachten. Auch Anfänge waren schon von Wert - und eigentlich sogar das Wertvollste überhaupt. Und mit dem so gewonnenen Selbstvertrauen konnte der Perfektionist auch gelassen mit weiteren Forderungen umgeken, da er den Wert dessen was war kannte und gegenüber dem was noch fehlte abwägen konnte. Er konnte verhaldeln statt nur zu flüchten.
Und so wurde der Perfektionist zur Exzellenz.
Lesetipp: Wikipedia - Kaizen
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