Neo war sehr neugierig und er mochte nichts lieber als alte Dinge zu zerlegen und neue zu basteln. Doch seit er zur Schule ging, begann sich sein Verhalten zu verändern. Er wurde schüchtern, fürchtete sich, neues zu tun. Man hatte ihm beigebracht dass man die Erwartungen der Lehrer erfüllen muss, um gut zu sein. Fehler, das ist wenn die Lehrer böse werden und schlechte Noten vergeben, wenn die Mitschüler einen auslachen und hänseln, und die Eltern beginnen sich Sorgen zu machen.
Also tat er alles, um die Erwartungen zu erfüllen, um alles immer richtig zu machen, und nichts mehr was dies gefähren würde. Nur noch vorgegebene Übungen machte er, Anweisungen befolgte er. Aber weil ihm die Zeit so lange wurde, begann er Bücher zu lesen. Abenteuer aus fernen Ländern, Helden die in unbekannte Weiten aufbrachen, dabei grosse Aufgaben meisterten und viel Erfahrung sammelten. Und er selber lernte, schnell zu lesen und die Geschichten zu kennen.
Erst als er die Möglichkeit bekam, mit einem Computer zu spielen, eröffnete sich auch ihm ein neues unbekanntes Land, in dem er Abenteuer erleben konnte. Denn zu der Zeit war den Menschen in der Umgebung der Computer noch fremd, man wusste nur dass es etwas gutes sei, aber niemand wusste wie man damit umgehen sollte. Und so konnte sich Neo austoben, alles ausprobieren, Spiele spielen, mit Programmen umgehen lernen, selber Programme schreiben, etc. Das beste dabei war, wann immer er an eine Stelle kam wo es nicht mehr weiter ging, konnte er einfach den Computer aus- und wieder einschalten, und schon war alles wie neu. Fehler zu machen kannte er in seiner Welt nicht, er werkte einfach drauf' los, und wenn er etwas von dem das er gemacht hatte aus irgendwelchen Gründen wieder ändern wollte, dann tat er dies einfach.
Unbelastet von den Sorgen anderer konnte Neo seine Fertigkeiten immer weiter entwickeln, und er brachte es zu grosser Meisterschaft. Nur wenn es darum ging, mit anderen zusammenzuarbeiten, hatte er Probleme, da er nie geübt hatte Vereinbarungen zu treffen und diese dann auch zu berücksichtigen. Und er wusste auch nicht, seine eigenen Fertigkeiten einzuschätzen und mit Abweichungen von den Erwartungen umzugehen, was ihn in die Falle der Selbstüberschätzung und den Versuch ein zu hoch angesetztes Image zu retten trieb. Aber das ist eine andere Geschichte.
Tipp: H.C. Andersen - Das häßliche junge Entlein
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