Freitag, 5. Juni 2009

Der reifende Herr

Der Herr kannte die Ordnung und wusste wie alles zu sein hatte damit es reibungsfrei funktionierte. In seiner Jugend hatte er seine erzielten Erfolge jeweils dafür genutzt, wieder ein neues Land zu erobern, doch jetzt war er damit zufrieden sein Reich zu beherrschen. Er achtete auf die Abläufe, wies auf Fehler hin und forderte deren Behebung, und verhinderte alle Abweichungen. Wer seiner Ordnung nicht folgen wollte, den entlies er, wer aber seiner Ordnung folgte den belohnte er mit einem gerechten Anteil an den Früchten welche durch die Ordnung erreicht werden konnte.

Doch als die Zeiten schlechter wurden, die Früchte der Ordnung weniger, da konnte er immer weniger Lohn verteilen. Seine Leute wurden unzufriedener, Fehler häuften sich, und er wurde beschuldigt an den Mängeln schuld zu sein. Der Herr reagierte streng, führte Strafen auf begangene Fehler ein, und beteuerte noch dringlicher den Glauben an die Ordnung, nur sie könne die Rettung bringen.

Doch in Wirklichkeit war er hilflos. Und als er sah dass er zwar die Macht hatte um die Ordnung aufrecht zu halten, es aber nicht in seiner Macht stand welche Früchte daraus hervor gingen, wurde ihm klar dass er nicht nur der Herr der Ordnung sondern auch der Diener der Gemeinschaft war. Und so beauftragte er seine Leute, nach Möglichkeiten zu suchen wie sie mit ihren begrenzten Mitteln das Wohl der Gemeinschaft erhöhen konnten, und er selbst suchte nach Möglichkeiten wie die Ordnung umzugestalten war, so dass neu entdecktes Potential geordnet der Gemeinschaft verfügbar gemacht werden konnte.

Tipp: Politikblogs.at - Energiewende

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen