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Montag, 24. Januar 2011

Egozentrisch

Der Egozentriker achtete auf seinen Haushalt. Was tat er, was kostete es, was brachte es. Daran orientierte er sich. Darauf achtete er, dass er sein Haus halten konnte, dass er die Sachen hatte oder bekam, die er brauchte.

Aber verdammt noch einmal wo hat der Teufel den Haken an dieser extrem bösen Verhaltensweise versteckt?

Tipp: wissenswertes.at - Haushalt

Samstag, 8. Januar 2011

Der Glücksforscher

Der Glücksforscher erforschte seine Frau mit allen seinen Sinnen, berührte sie mit allen seinen Organen, an allen ihren Stellen.

Er merkte sich worauf sie glücklich reagierte und worauf unglücklich, damit er später später wusste was er wiederholen und weiter ausführen sollte und was nicht.

Wenn er etwas bereits bekanntes wiederholte, achtete er darauf ob sich etwas verändert hatte. Und manchmal testete er auch das unglückliche um auch da überprüfen zu können ob sich etwas verändert hatte.

Tipp: 77 Wege zum Glück - Flow

Freitag, 24. Dezember 2010

Die Geburt des Erlösers

Eine Schwere lastete auf den Menschen. Viele waren bedrückt, demotiviert, das Leben war eine einzige grosse Leidensgeschichte, und so mancher zweifelte überhaupt am Leben, wollte nicht mehr. Niemand wusste mehr weiter.

Doch irgendwann geschah etwas, das wieder Mut machte, wieder Hoffnung gab. Nur wenige hatten es bemerkt, doch sie nahmen die Hoffnung an, handelten aus dieser heraus wieder hoffnungsvoller, und das steckte langsam auch andere an.

Und so wendete sich allmählich die Stimmung, die Schwere wich allmählich einer Leichtigkeit, die Sorgen wandelten sich in Heiterkeit, und das was von der alten Last übrig geblieben war konnte nun mit Humor genommen werden.

Tipp: Michelangelo Bounarroti - Der Schöüfergott erschafft Adam

Freitag, 20. August 2010

Wegnahme und Hingabe

Knut lebte im Haus seiner Eltern. Er hatte es geerbt und kam so unverhofft zu einem Eigenheim.

Doch er war trautig. Je länger er, allein, in dem Haus lebte, desto mehr zeigten sich Zeichen des Verfalls. Schmutz nahm generell Überhand, aber auch sonst gingen immer mehr Dinge kaputt und sein Leben wurde immer umständlicher durch all die notwendigen Ersatzhandlungen.

Als ob ihm jemand schön langsam alles wegnehmen würde was er geerbt hatte, so fühlte er sich. Dazu kam noch, dass die Menschen schlecht über ihn redeten, hinter seinem Rücken. Sie mochten ihn nicht. Knut wurde zunehmend wütend. So eine Frechheit! Wie konnte das nur sein?! Taten die ihm das etwa mit Absicht an?

Irgendwann hatte er genug. Es war dieser kaputte Wasserhahn im Bad, weswegen er jeden Tag in den Keller gehen musste um mit einem Eimer Wasser zu holen. Und er wollte das jetzt nicht mehr! Also schraubte er das verdammte Ding heraus und setzte statt dessen jenen von der Waschküche ein, die er sowieso nie benutzte.

Und siehe da, plötzlich ging sein Leben wieder ein bisschen leichter. Als er die nächsten Tage erlebte wie toll das war, fliessendes Wasser im Bad, ohne Eimer, war er sehr sehr glücklich. Und er begann, nach und nach, auch andere Dinge im Haus wieder in Ordnung zu bringen die sein Leben erschwer hatten, und es sauber zu machen.

Und als er wieder einmal in die Stadt kam, grüssten ihn die Menschen. Erfreut grüsste er zurück, obwohl er nicht so recht wusste was da geschehen war.

Tipp: Glück wo bist du nur?

Freitag, 19. März 2010

Übermacht

Der König war sehr mächtig in seinem Land, alle seine Untertanen gehorchten seinen Anweisungen, er konnte über alle Güter verfügen und das tat er auch. Nicht immer zum Vorteil seiner Untertanen, aber immer zu seinem eigenen Vorteil. Deshalb wurde er immer mächtiger.

Als ein Reisender aus einem fremden Land zu Besuch kam, und er sah wie die Menschen hier unter den Machenschaften ihres Königs zu leiden hatten, wollte er ihnen helfen. Er versuchte, sie dazu zu bringen sich gegen ihren König zu erheben - aber niemand traute sich so etwas, der König war einfach zu mächtig.

Dem Fremden war klar dass der König nur deshalb so mächtig war weil ihm seine Untertanen diese Macht gaben, aber wie sollte er ihnen das beibringen? Da hatte er eine Idee: er begann Geschichten zu erzählen von einer höheren Macht, eine die allen Mächte dieser Erde ihre Macht verlieh. Auch der König dieses Landes wurde von dieser höheren Macht ausgewählt.

Das schmeichelte dem König, denn es schien seine Macht noch weiter zu stärken, und die Untertanen hatten immerhin die Hoffnung dass es vielleicht doch nicht nur auf ihren König ankam. Und als der Glaube an diese höhere Macht gefestigt war, kam der Trick: der Reisende verlieh der höheren Macht Eigenschaften, welche die Menschen gerne hören wollten. Dass sie die Menschen gut behandelte, alle gleich.

Auch der König hörte das gerne, er wollte schliesslich als guter König gesehen werden, wie diese höhere Macht selbst. Er bemerkte den Trick erst als es zu spät war: die Untertanen begannen nämlich einzufordern, dass er sich auch so verhalten solle wie es ihm vorgegeben war: gut, gerecht, und rücksichtsvoll.

Und weil die Untertanen nicht mehr ihm direkt die Macht verliehen sondern sie über dieses höhere Wesen vermittelten, konnte er nicht mehr beliebig bestimmen was zu geschehen hatte, sondern musste dabei darauf achten dem dieser höheren Macht zugeschriebenen Willen zumindest ein bisschen zu entsprechen.

Tipp: dianne's - über Macht

Mittwoch, 20. Januar 2010

Weltverbesserer

Haben Sie ein Problem in Ihrem Lebensumfeld? Ist Ihnen langweilig, fühlen Sie sich alleine, mangelt es Ihnen an beruflichem Erfolg?

Kein Problem für uns! Wir sind immer offen für Ihre Bedürfnisse, denn sie zu befriedigen sind der Sinn unseres Wirkens.

Hier ein kurzer Auszug aus unserem Leistungskatalog:

- Zur Stimulierung der Fruchtbarkeit bieten wir Fruchtbarkeitsgöttinen, Kulte und auch im Selbstgebrauch anwendbare Rituale.

- Bei Angststörungen, Versklavung und eingeschränktem Bewusstsein bieten wir den einen grossen Gott zur Erleuchtung und Befreiung des Sinns des Lebens - sowohl für Einzelpersonen als auch Gruppentherapie erhältlich.

- Für wundgelaufene Füsse, Problemen mit unfreundlichem Wind und Wetter oder moralischen Zwängen beim engen Zusammenleben bieten wir Schuhe und Bekleidungsstücke in vielerlei Größen und Formen. Besuchen Sie uns in einem unserer modernen Fachgeschäfte.

- Zur Stimulierung des Soziallebens haben wir eine breite Palette von Produkten und Dienstleistungen vorbereitet, von musikalischer Betätigung in vielfältigen Formen über gemütlich und anregend gestaltete Gemeinschaftsräume bis hin zu Kontaktvermittlung ganz nach individuellen Interssen.

- Für berufliches Weiterkommen haben wir ganz besonders gesorgt, weil uns bewusst ist dass in der harten Konkurrenz der Karriereleiter nur wenige nach oben kommen können, und wir wollen dass ganz speziell Sie zu den wenigen Auserwählten gehören. Fragen Sie einen unserer Coaches oder Berater um Rat, man wird ihnen ein besonderes Angebot machen.

Tipp: Wikipedia - Kreativität

Sonntag, 14. Juni 2009

Eine Menge geglückter Interaktionen

Ein toller Tag. Die Sonne schien, kleine Wölkchen kühlten, die Menschen auf der Strasse genossen den Frühling. Und er war auch dabei, schlenderte durch die Fußgängerzone. An sochen Tagen war sonnnenklar, dass sich das Leben lohnte.

Da hörte er eine Stimme, es sprach ihn jemand an. "Haben Sie einen Euro?". Eine Bettlerin. "Wofür?". Seine Frage fiel etwas scharf im Ton aus, aber er hatte schon zu viel erlebt, zu viele dreiste Menschen die entweder keine Not hatten oder die ihre Forderungen höher zu schrauben begannen wenn man zeigte dass man bereit war etwas herzugeben.

"Zum Essen", sagte sie. Ihre Haare waren zerzaust und zu schütter für eine junge Frau wie sie, ihre Kleidung war etwas schlampig, aber das hatte heutzutage nichts mehr zu bedeuten. Sie schien glaubwürdig. "Oh", sagte er, nur wenige konnten ihre Not so direkt ausdrücken. "Es hat mir jemand einen Kaugummi gegeben, aber das ist auch nichts richtiges zum Essen", sagte sie. "Nein." Er fand in seiner Geldtasche zwei Euro und gab sie ihr. "Bitte." sagte er, drehte sich um und ging weiter.

Sie sagte "Danke", er hörte es noch, und als er sich umdrehte sah er ihre Augen. Sie strahlten sanft, und ein Glücksgefühl durchströmte ihn. Am weiteren Weg sah er all die anderen Menschen. Die meissten sahen sich nicht an, kaum Augen die auch so strahlten. Eine andere Welt. Meisstens ist man doch allein unterwegs in der Stadt, sogar bei Schönwetter.

Als er dann in das Kaufhaus ging, um sich jene Farben zum Schmuck seines Zimmers zu kaufen, dachte er wieder an die Betterlin und kurz überkam ihn ein schlechtes Gewissen. Er würde vermutlich viel mehr Geld für diesen Luxus ausgeben als sie für ihr Essen heute zusammen bekommen würde. Andererseits, mit solchen Gedanken macht man sich nur selber fertig. Ausserdem, mit so kleinen Gaben entstanden keine Schuldgefühle bei ihr und keine Forderungen bei ihm, und für die Fehler des Systems war er ja auch nicht alleine verantwortlich.

Bei all den Regeln und Werten, dem Streben nach grossen Zielen und den Hilfseinrichtungen für die Gescheiterten, bei all den Zusammenhängen und Zufällen der Weltgeschichte, irgendwo ist ein geglücktes Leben doch nichts anderes als eine Menge geglückter Interaktionen.

Musiktipp: Musiktipp: Common - Aquarius