Freitag, 3. Dezember 2010

Hasslos

Heinz war einer dieser bösen Egoisten die nur auf sich selber schauten. Rücksichtslos für die Bedürfnisse der Gesellschaft maximierte er nur seine eigenen Gefühle.

Weil ihn niemand wollte, weil ihn alle schlecht behandelten, versuchte er also sein Möglichstes, um allen aus dem Weg zu gehen, um niemandem aufzufallen, nie zu sprechen.

Weil er aber doch auch etwas brauchte von den anderen, suchte er sich einen Job in einer grossen Stadt, wo ihn niemand kannte, und wo er alles kaufen könnte was er brauchte. So konnte er dem dauernden Hass entkommen.

Tipp: Hintergrund: Attentäter meisst männlich und unauffällig

Donnerstag, 2. Dezember 2010

Diktatur von unten

Diktaturen waren gefürchtet. Dunkle Herrscher, rücksichtslos dem eigenen Volk gegenüber, brutal ihre Anordnungen durchsetzend, Kritiker und Widerständler verfolgend und ausschaltend.

Dieses Bild der Diktatur wurde benutzt von den vielen kleinen Herrschern der Diktatur von unten, die sich aber nicht Diktatur sondern Freiheit nannte.

Sie setzten sich hin wo sie waren, und forderten im Namen der Freiheit das was sie gerade haben wollten. Und die vermeintlichen Machthaber mussten es ihnen geben, weil sie sonst als Diktatoren und Feinde der Freiheit gegolten hätten und abgesetzt worden wären.

Die vermeintlichen Machthaber hatten deshalb auch garkeine Macht. Sie konnten sich keine Organisation aufbauen, da alles was sie taten, sobald es irgend einen der kleinen Diktatoren störte, in einer Welle von Forderungen unterging.

Und so blieb den vermeintlichen Machthabern nichts anderes übrig als so zu tun als ob sie die grosse Macht hätten, so zu tun als ob die Revolten berechtigt wären um die Freiheit aufrecht zu halten, und auch sonst schwindelten sie sich einfach irgendwie durch, mit dem Ziel den Job und das Einkommen zu behalten.

Tipp: Pro/Kontra Uni Zugangsbeschränkungen

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Nächstenliebe

Es war verordnet worden, dass man seinen Nächsten lieben müsse. Die Menschen wussten aber garnicht wie das geht - und deshalb taten sie als ob. Zum Schein redeten sie "lieb", und ignorierten ihre Gefühle, weil, die waren böse und wollten nicht immer das tun was ihnen verordnet worden war.

Tipp: Grenzen der Nächstenliebe

Dienstag, 30. November 2010

Die Trittbrettfahrer

Die Trittbrettfahrer nahmen das Leben wie es kam. Sie machten dort mit wo sie Spass hatten, und wo sie keinen Spass hatten aber wo sie mit mussten, da machten sie auch mit, bekundeten ihre schlechte Laune aber durch ständige Nörgelei.

Neuerungen begegneten sie entweder mit grosser Abneugung oder mit grosser Zuneigung, je nachdem wie es ihnen gefiel. Selbst irgendeine Neuerung zu erfinden wäre ihnen nie in den Sinn gekommen, auch dann nicht wenn sie sahen dass etwas nicht gut funktionierte - darüber jammerten sie nur - und auch nicht wenn sie sahen dass man mit etwas viel Geld verdienen konnte - da neideten sie nur.

Die Gestalter der Welt hatten oft ihre liebe Not mit den Trittbrettfahrern, man konnte ihnen ja nie alles recht machen. Aber andererseits wussten sie auch, dass es in ihrem Geschäft einzig und allein darum ging den Trittbrettfahrern so viel Geld wie möglich abzuknöpfen, und nicht darum die Trittbrettfahrer zufrieden zu stellen. Ausserdem taten die sowieso was sie wollten und gingen einfach zum nächsten, wenn es ihnen irgendwo nicht passte.

Lesetipp: Dominik Schrage - Integration durch Attraktion

Montag, 29. November 2010

Der gewinnende Auftritt

Heide hatte einen sehr gewinnenden Auftritt. Sie wusste zwar selber nicht so genau was sie tat, oder wie, aber immer wenn sie zu ihrem Herrn kam lächelte sie dieser an und wendete sich ihr zu.

Doch seit sie in ein anderes Land gezogen war, war alles anders. Niemand interessierte sich für sie, oder manche schon, aber die waren keine gute Herren sondern beuteten sie nur aus.

Dabei bemerkte sie doch, dass es anderen Menschen in diesem Land gut ging, und sie fragte sich was die denn anders machten. Sie fragte nach, und bekam als Antwort dass man eine gewinnendes Auftreten haben muss.

Heide verstand das nicht. Das hatte sie doch, es hatte immer so gut geklappt, früher. Da war alles besser für sie gewesen. Nur hier, in diesem beschi**enen Land, da war alles anders, niemand wollte sie, und sie wollte dieses Land auch nicht mehr. Sie beschloss, wieder zurück zu gehen.

Lesetipp: Die dritte Generation: integriert, angepasst oder ausgegrenzt?

Sonntag, 28. November 2010

Die Schriftsteller des Allmächtigen

Manche Menschen wollen wie Gott reden können. Sie suchen daher nach den Worten, denen die Welt gehorcht. In die freie Natur ziehen sie hinaus, beobachten alles ganz genau. Und dann überlegten sie sich die Anweisungen, die der Allmächtige gegeben haben musste, damit das was sie gesehen hatte passiert war.

Wenn sie anfingen sich zu streiten, und nicht mehr klar war was denn nun der Allmächtige gesagt haben würde, dann gingen sie zu einem Richter, der die Streitfälle schlichtete und seine Rechtsentscheidungen in einem Gesetzesbuch sammelte. Die Richter forderten Beweise, und die Beschränkung der Worte Gottes auf sich wiederholende Fälle, sodass die auch die gerichtlich bestellten Gutachter nachvollziehen konnten.

Tipp: Forscher: Dunkle Materie gehorcht nicht dem Gravitationsgesetz

Samstag, 27. November 2010

Autoritätsproblem

Zuerst bläute die Autorität der Jugend ein, dass sie zu gehorchen habe, oder es gäbe schwere Strafe.

Dann gab die Autorität der Jugend Anweisungen, Anweisungen welche die Jugend in schwere Probleme führte.

Die Jugend begann sich darauf hin gegen die Autorität zu wehren, sie begann zu revoltieren und wollte es anders machen.

Die Autorität sagte: die Jugend hat ein Autoritätsproblem. Das gehört bekämpft. Und sie bekämpfte die Jugend.

Tipp: Karrierebibel - Du Chef. Mir egal!