Mittwoch, 14. April 2010

Die Auserwählten

Einst waren es die Alten gewesen, die vom ganzen Stamm respektierten waren, welche die Gesetze der Menschen vorgaben.

Doch seit man begonnen hatte, die Gesetze aufzuschreiben, wurden die Gelehrten der Schriften immer wichtiger, weil nur sie um all die Gesetze wussten. Auch wenn die Könige sie nur um Rat fragten, so war es doch klar, dass das geschehen würde was die Gelehrten sagten.

Weil aber die Gelehrten ihre Ratschläge so wählten dass sie zu ihrem eigenen Vorteil waren, und noch dazu so dass sie auch den Königen gefielen, wurden die Gesetze der Menschen diesen immer mehr zur Last, nur einige wenige liessen es sich gut ergehen.

In diesen Zeiten geschah es, dass besorgte Menschen ihrer Gesellschaft den Rücken kehrten, sich zurück zogen um ihr Leben und jenes der Menschen zu überdenken, um die Irrtümer darin zu erkennen. Und dann kehrten sie zurück und versuchten, die Menschen wieder auf den richtigen Weg zu bringen. Doch die Machthaber wollten das nicht, und auch die meissten Menschen waren zu sehr auf die Machthaber angewiesen um etwas verändern zu wollen.

Und so kam es immer wieder zu Unterdrückung, Aufständen und deren Niederschlagung, zu Versuchen der Erlösung oder auch der Verführung. Irgendwann wurde das Treiben Gott selbst zu bunt, und er beschloss, den Menschen die Demokratie zu geben, auf dass sie sich wenigstens selbst die Verantwortung an ihren Übeln gaben, wohl wissend dass selbst dies ein sehr optimistischer Gedanke war...

Buchtipp: Reifeprüfung Wildnis

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