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Dienstag, 8. Februar 2011

Teil eines grösseren Ganzen

Es schwappte ein Trend über das Land. Anfangs waren es nur die "Spinner" gewesen, die ein neues Feld für ihre sonderbaren Tätigkeiten gefunden hatten, aber dann interessierten sich immer mehr dafür.

Und irgendwann war es dann klar: ja, das ist es, da ist etwas los. Und viele wollten mit dabei sein, Teil dieser Bewegung. Etwas mit dazu bei tragen, und mit davon profitieren.

Und weil es ein erfolgreicher Trend war, wurde das auch so. Nur jene die erst ganz am Ende auf den Zug aufgesprungen waren wurden enttäuscht, sie wollten auch gross abräumen, blieben aber am Ende nur auf den Einstiegskosten sitzen.

Tipp: business-wissen.de - Trendscouting

Donnerstag, 3. Februar 2011

Menschenversuche

Gott schuf die Menschen nach seinem Bild. Doch seine Geschöpfe gefielen ihm nicht. Sie waren böse, hässlich, sündhaft.

Er bestrafte sie für alle ihre Sünden, er verbannte sie in die Hölle, nur jene die bereit waren grosse Opfer für ihn darzubringen liess er am Leben.

Er war ganz und gar nicht lieb zu den Menschen, sondern sehr sehr böse. Er machte den Menschend das Leben zur Hölle. Er war der Teufen.

Ooops. Zurück an den Start.

Tipp: Wikipedia - Problemlösen

Sonntag, 2. Januar 2011

Die Vielfalt des Einen

Gott gab den Menschen ein Bewusstsein von ihm, auf dass sie ihre Rolle in seiner Schöpfung erfüllen konnten.

Es lief alles nach Plan - doch leider stellte sich heraus dass das Bewusstsein der Menschen nicht so umfangreich war wie nötig gewesen wäre, und so war der Plan den die Menschen hatten immer unvollkommen, und das Handeln der Menschen nach diesem Plan ging daher immer schief.

Ein Dilemma. Ohne Plan ging es nicht, und mit Plan ging es schief. Was tun?

In seiner Ratlosigkeit schuf Gott einfach eine andere Religion, um den Menschen ein anderes Bewusstsein von ihm zu vermitteln.

Es ging wieder schief. Er versuchte es mehrmals, immer mit dem gleichen Ergebnis. Schlimmer noch, die Menschen welche unterschiedliche Vorstellungen von Gott hatten begannen sich zu streiten, zu bekämpfen gar. Dabei wurden beträchtliche Teile von Gottes Werk ruiniert.

Doch dann passierte etwas sogar für Gott überraschendes. Die Menschen hatten gelernt mit ihren verschiedenen Ansichten irgendwie zurecht zu kommen. Und es stellte sich heraus dass sich die Menschen mit verschiedenen Ansichten, in ihrer Mischung, so gut ergänzten dass sie den Absichten Gottes besser entsprachen.

Tipp: Religionsfreiheit: Glauben und Glauben lassen

Mittwoch, 29. Dezember 2010

Die Vielfalt des Einen

Gott gab den Menschen ein Bewusstsein von ihm, auf dass sie ihre Rolle in seiner Schöpfung erfüllen konnten.

Es lief alles nach Plan - doch leider stellte sich heraus dass das Bewusstsein der Menschen nicht so umfangreich war wie nötig gewesen wäre, und so war der Plan den die Menschen hatten immer unvollkommen, und das Handeln der Mensche nach diesem Plan ging daher immer schief.

Ein Dilemma. Ohne Plan ging es nicht, und mit Plan ging es schief. Was tun?

In seiner Ratlosigkeit schuf Gott einfach eine andere Religion, um den Menschen ein anderes Bewusstsein von ihm zu vermitteln.

Es ging wieder schief. Er versuchte es mehrmals, immer mit dem gleichen Ergebnis. Schlimmer noch, die Menschen welche unterschiedliche Vorstellungen von Gott hatten begannen sich zu streiten, zu bekämpfen gar. Dabei wurden beträchtliche Teile von Gottes Werk ruiniert.

Doch dann passierte etwas sogar für Gott überraschendes. Die Menschen hatten gelernt mit ihren verschiedenen Ansichten irgendwie zurecht zu kommen. Und es stellte sich heraus dass sich die Menschen mit verschiedenen Ansichten, in ihrer Mischung, so gut ergänzten dass sie den Absichten Gottes besser entsprachen.

Tipp: Religionsfreiheit: Glauben und Glauben lassen

Montag, 20. Dezember 2010

Lernfähigkeit

Als sich die Menschen ein Bild von Gott machten, da manchten sie dieses so, wie sie es gerne gehabt hätten. So, dass möglichst viele Menschen an Gott glaubten.

Besser ein fehlerhaftes Bild von Gott als garkein Gott.

Und so machten sie Gott gorss, lieb, gut, behütend, und, damit das auch sichergestellt war, allmächtig und allwissend.

Und alles was dem entgegen sprach, schrieben sie dem Teufel zu.

Die Sache hatte aber einen Pferdefuß, der sich im Laufe der Zeit heraus stellte, und der sich in Glaubenskonflikten äusserte. Erst gaben sich die Menschen selber die Schuld daran, später gaben sie Gott die Schuld und glauben nicht mehr an ihn.

Die Allmächtigkeit etwa, entweder hasste Gott manche Menschen, oder aber der Teufel war zeitweise mächtiger als er, oder man erfand irgendwelche Sünden für die er jemand strafte.

Auch die Allwissenheit machte Probleme, denn sobald man etwas als von Gott geschaffen anerkannte, musste das für immer so bleiben. Wenn es sich aber änderte, das durfte nicht sein.

Und die umfassende göttliche Liebe, Güte und Grosszügigkeit führte dazu dass sich manche Menschen einfach in Gottes Hände gaben und selber nichts mehr dazu taten. Warum auch.

Aus diesen Erfahrungen lernten die Menschen, manche früher, manche später, und verbesserten ihr Bild von Gott. In der Version 2.0 führten sie die Eigenschaften der Lernfähigkeit ein, zusammen mit der Herausforderung der Menschen.

Gott wurde wieder ganz, der Teufel überflüssig, und die Glaubwürdigkeit nahm nach einer langen Zeit des Abfalls wieder zu - das Bild von Gott war wieder so wie die Menschen es gerne gehabt hätten.

Tipp: wandelweb.de - Systemevolution und Verbesserung

Freitag, 7. Mai 2010

Die Wunder der Wissenschaft

Die Wissenschaftler waren begeistert von ihrem Tun und Forschen, immer mehr von den Gesetzmässigkeiten der Natur entdeckten sie, immer umfangreicher und detailreicher berichteten sie.

Doch es gab Ungläubige, Häretiker der Wissenschaft, die nicht glauben wollten das die Wissenschaftler so berichteten. Sie stellten das alles in Zweifel, um das Ansehen der Wissenschaft zu schädigen.

Die Wissenschaftler mussten sich etwas einfallen lassen, wie sie solche Ungläubigen überzeugen konnten. Von den Religionen wussten sie, es musste etwas sein worüber sich die Ungläubigen wunderten.

Und so kamen sie auf die Experimente, die sie so anlegten dass man das Ergebnis vorhersagen konnte. So konnten sie die Macht ihrer Theorien demonstrieren und den Ungläubigen beweisen dass ihre Aussagen glaubwürdig waren.

Tipp: Wikipedia - Experiment

Mittwoch, 14. April 2010

Die Auserwählten

Einst waren es die Alten gewesen, die vom ganzen Stamm respektierten waren, welche die Gesetze der Menschen vorgaben.

Doch seit man begonnen hatte, die Gesetze aufzuschreiben, wurden die Gelehrten der Schriften immer wichtiger, weil nur sie um all die Gesetze wussten. Auch wenn die Könige sie nur um Rat fragten, so war es doch klar, dass das geschehen würde was die Gelehrten sagten.

Weil aber die Gelehrten ihre Ratschläge so wählten dass sie zu ihrem eigenen Vorteil waren, und noch dazu so dass sie auch den Königen gefielen, wurden die Gesetze der Menschen diesen immer mehr zur Last, nur einige wenige liessen es sich gut ergehen.

In diesen Zeiten geschah es, dass besorgte Menschen ihrer Gesellschaft den Rücken kehrten, sich zurück zogen um ihr Leben und jenes der Menschen zu überdenken, um die Irrtümer darin zu erkennen. Und dann kehrten sie zurück und versuchten, die Menschen wieder auf den richtigen Weg zu bringen. Doch die Machthaber wollten das nicht, und auch die meissten Menschen waren zu sehr auf die Machthaber angewiesen um etwas verändern zu wollen.

Und so kam es immer wieder zu Unterdrückung, Aufständen und deren Niederschlagung, zu Versuchen der Erlösung oder auch der Verführung. Irgendwann wurde das Treiben Gott selbst zu bunt, und er beschloss, den Menschen die Demokratie zu geben, auf dass sie sich wenigstens selbst die Verantwortung an ihren Übeln gaben, wohl wissend dass selbst dies ein sehr optimistischer Gedanke war...

Buchtipp: Reifeprüfung Wildnis

Dienstag, 13. April 2010

Wort Gottes

Die alten Menschen waren es gewohnt gewesen, sich an Gottes Schöpfung zu orientieren, in ihrem Leben.

Doch je grösser ihre Dörfer wurden, desto mehr von der Umwelt, in der sie lebten, hatten sie selber zu gestalten.

Und so wussten sie manchmal nicht, wie sie es machen sollten um Gottes Schöpfung auf die richtige Weise fortzusetzen.

Also machten sie sich Zeichen, Symbole, Statuen, heilige Dinge, die sie benutzten als Orientierungspunkt in ihrem selbst gestalteten Leben.

Und weil diese heiligen Dinge irgendwann nicht mehr genügten, sprach man auch noch heilige Worte dazu, welche die Regeln der Gesellschaft bildeten.

Wort Gottes nannte man diese besonderen Sprüche, Geschichten und Regeln. Und damit kein Unfug damit geschah, durften sie nur von heiligen Menschen verändert werden.

Tipp: Eine direkte Botschaft DES HERRN JESUS CHRISTUS an die christlichen Fundamentalisten

Samstag, 20. Februar 2010

Mittelmaß

Martin stellte viele Fragen. Solche wie, "Warum ist es am Tag hell und in der Nacht finster?". Seine Eltern antworteten darauf z.B. mit "Weil Gott Tag und Nacht geschaffen hat, und nur am Tag scheint die Sonne." Martin war dann zufrieden, weil der Zweck der Frage erfüllt war: er hatte eine Antwort bekommen und konnte jetzt mitreden im Gespräch der Erwachsenen.

Doch irgendwann kam die Zeit, als Martin darüber nachzudenken begann, wie man denn so über die Welt sprach. Und er fand, dass es wirres Zeug war, ganz und garnicht zusammenhängend. Er wollte sich damit nicht mehr zufrieden geben und begann, bessere Worte zu finden für das, was er von der Welt wusste. Und so begann er, die Phänomene der Welt genauer zu betrachten und zu beschreiben, um den Menschen bessere Mittel zu geben für das Gespräch über die Welt.

Tipp: Personenlexikon - Galileo Galilei

Dienstag, 9. Februar 2010

Die Abenteuer der unerfahrenen Weltenwanderer

Die Entdecker waren in eine neue Welt vorgedrungen. Es war ihnen anfangs noch alles fremd, sie waren noch nicht vertraut mit dem Lauf dieser Welt - aber sie trachteten danach, sich die neue Welt schnell untertan zu machen, denn sie mussten hier überleben.

Also begannen sie, nach Dingen zu suchen die sie sich zunutze machen könnten. Sie begannen mit diesen zu hantieren, versuchten ob man sie essen konnte, oder als Werkzeug gebrauchen. Was sie nicht gebrauchen konnten liessen sie liegen, die Reste dessen was sie gegessen hatten auch.

Und irgendwann passierte ein schrecklicher Unfall. Jemand hatte ein Ding von seinem Platz verschoben, und dann tat sich ein Loch auf, viele kleine fremde Wesen kamen heraus und begannen die Entdecker zu piesacken. Die konnten nur noch flüchten, um den Sticken dieser Unwesen zu entgehen.

Später kehrten sie vorsichtig zurück und sahen dass wieder alles ruhig war. Ein mutiger Entdecker stellte das verrückte Ding wieder auf seinen Platz über dem Loch, und dann waren sie wieder in Sicherheit. Um diese Sicherheit zu wahren, sprachen sie dieses Ding als heilig an, als unverrückbar galt es von nun an.

Und in weiterer Folge begannen sie darauf zu achten, was denn die Dinge für eine Bedeutung hatten, nicht nur für sie selber, sondern auch für die Welt in der sie zu finden waren. Die meissten schienen zwar keine Bedeutung zu haben, aber andere waren offenbar von entscheidender Bedeutung.

Lesetipp: Can a Biologist Fix a Radio? -- or, What I Learned while Studying Apoptosis

Sonntag, 24. Januar 2010

Fabelhaft

Die Kinder spielten draussen mit dem Ball, und als Isaac dazu kam, begannen sie gleich mit einer diesen nervenden Fragen.

"Wieso fällt der Ball zu Boden, wenn man ihn hochwirft?"

Er wusste es nicht, aber zum Glück fiel ihm eine gute Ausrede ein: "Wegen der Erdanziehungskraft", sagte er.

Die Kinder waren zufrieden und spielten weiter.

Später frage er sich, ob das denn glaubwürdig sei, was er da so frei erfunden hatte, und deshalb prüfte er ob man dieselbe Ausrede auch bei anderen Gelegenheiten verwenden konnte.

In der Tat, er fand mehrere gute Beispiele.

Die Waage war besonders faszinierend, sie konnte sozusagen entscheiden welcher Gegenstand stärker von der Erde angezogen wurde.

So begann er selber an seine Ausrede zu glauben...

Tipp: Planet Schule - Newton und die Gravitation

Donnerstag, 21. Januar 2010

Alchemie

Die Kraft schritt voran, in ihrem ständigen Bestreben sich selber zu stärken. Sie nahm jede Gelegenheit wahr, die sich bot, um dieses Ziel weiter zu verfolgen.

Doch irgendwann geriet die Kraft in eine seltsame Krise. Es war nicht so, dass sie an etwas geraten wäre das stärker gewesen wäre, nein, übermächtigen Hürden war sie immer ausgewichen.

Es waren kleine Probleme, die sie eigentlich locker lösen konnte, aber irgendwie brachte jede Lösung nur noch weitere Probleme, so als ob die Lösung gar keine Lösung wäre.

Waren etwa diese Probleme gar keine Probleme, sondern Werte? Also probierte die Kraft etwas paradoxes, nämlich, jene Probleme zu verstärken. Und siehe da, bei manchen bewirkte dies eine Verbesserung.

Und so lernte die Kraft zu unterscheiden zwischen dem ersten Urteil der Unterscheidung was positiv und was negativ wäre, und einem zweiten, das sich aus dem Effekt einer positiven oder negativen Behandlung ergab.

lesetipp: Frau und Religion

Samstag, 16. Januar 2010

Plattform Mensch

Keiner konnte es ihm gleich tun, er war der Meister der Programmierung. Seine Anweisungsfolgen waren wohl geformt, klar strukturiert, und sie führten die Rechner dazu, das zu tun was die Anwender erwarteten. Und dafür wurde er schliesslich bezahlt. Und weil er es schaffte, seine Programme auf verschieden Plattformen zu portieren, konnte er seine Produktivität nochmals deutlich steigern.

Er war ein ausgesprochen intelligenter Designer.

Irgendwann wurde es ihm aber langweilig mit der Programmierung der Computer, es fehlte ihm etwas die Herausforderung. Ausserdem war ihm schon öfters aufgefallen, dass er mit Menschen spielen konnte, denn manche folgten seinen Anweisungen fast so wie es Computer taten, wenn auch weniger gut berechenbar.

Und so beschloss er, Programme für die Plattform Mensch zu entwickeln.

Tipp: Arbeitsratgeber - Führen durch Zielvereinbarung

Freitag, 15. Januar 2010

Krieger und Könige

Die Krieger zogen aus um Wildtiere zu erbeuten, aber auch um das Dorf vor Feinden zu beschützen. Sie waren angesehen, jene mit dem grössten Erfolg am meissten. Sie waren schnell, stark, geübt im Kampf und im Umgang mit ihren Waffen.

Und sie waren gut im Spuren lesen. Jedes noch so kleine Zeichen konnten sie deuten, jede Veränderung an der unberührten Natur konnten sie dem Verursacher zuordnen, sei es nun ein Reh oder ein Mensch.

Die Könige blieben zurück im Dorf. Als Krieger waren sie untalentiert, und so beschäftigten sie sich damit, die Vorräte zu verwalten und die Kalender und andere Aufzeichnungen zu führen.

Anfangs waren die Könige auch noch nicht Könige genannt, damals waren sie noch gänzlich ungerühmt. Erst später, als die Dörfer immer grösser geworden waren und die Krieger immer öfter um Rat fragen mussten, begann ihre Bedeutung zu steigen.

Sie waren es, die innerhalb des Dorfes die Spuren auslegten, denen die Krieger folgten. Und sie waren so mächtig wie alle Krieger, die ihren Spuren folgten - aber nur jene Könige, deren Gestaltungen zum Wohl des Dorfes beitrugen, wurden auch geschätzt und nur die iess man ihre Stellung für längere Zeit behalten.

Tipp: FAZFinance - Commerzbank führt neues Bonus-System ein

Montag, 4. Januar 2010

Menschenwerk

Als die Menschen begannen, das Werk Gottes zu übernehmen, mit dem Auftrag es in ihrem Sinn weiter zu verändern, waren sie erstmal sehr zaghaft.

Die Erde war doch ein paradiesisch guter Ort, und sie wussten kaum was noch zu verbessern wäre. Vielmehr begannen sie zu fürchten, dass sie sich selbst das Werk Gottes kaputt machen würden, und so getrauten sie sich anfangs nur sehr wenig an Veränderung zu.

Vielmehr waren sie noch damit beschäftigt, das Werk Gottes zu bestaunen. Sie bewunderten ihn als grossen Schöpfer, lobten die Vielfalt seiner Werke, sahen in allem das Gute. Ihre eigenen Werke erschienen ihnen dagegen klein, sie selbst sahen sich als schwach, unwürdig, und so waren sie darauf bedacht zu bewahren was man ihnen übergeben hatte.

Doch sie konnten garnicht anders als die Erde weiter zu verändern, und so begannen sie nach dem zu suchen was ihre Bedürfnisse stillte; was ihnen Erfolg und Freude bereitete. Zusehends waren sie stolz auf sich und nahmen sich immer grössere Schritte vor.

Doch je mehr Einfluss sie nahmen, desto mehr selbst verursachte Probleme begannen sich auch zu zeigen. Und so erschraken die Menschen über ihre eigene Bosheit, begannen sich gegenseitig der Schuld zu bezichtigen, der Sünde gegen Gott. Es war aber schwierig zu klären, was denn nun eine Sünde gegen Gott war und was nur der Neid auf die Erfolge des anderen.

Erst langsam begannen die Menschen sich selber, ihre Fertigkeiten und ihr Wirken auf der Erde besser einzuschätzen. Und aus ihren Fehlern konnten sie lernen, was unter welchen Umständen ungünstig gewesen war, und aus ihren Erfolgen, was unter welchen Umständen günstig gewesen war, für ihr Leben auf der Erde. Und welchen Beitrag sie zur Entstehung der Welt leisteten.

Tipp: Dinge, die die Welt bewegen...

Sonntag, 3. Januar 2010

Selbsterkenntnis 2.0

Gott wirbelte umher, frei und ungebunden. Es war ein tolles Leben, so ungebunden, doch irgendwie fühlte er sich auch allein, und in einer Stunde des zweifels fragte er sich, was das alles denn sollte.

Und als er auf die Erde traf, ein schöner Ort, friedlich, aber für ihn war das alles viel zu langsam, er wusste dass man mehr daraus machen konnte.

Und so ging er gleich voller Vehemenz daran, alles nach seinem Willen umzugestalten. Ziemlich grob war er anfangs, was ihm nicht passte schob er geringschätzend zur Seite, was sich ihm widersetzte stiess er nieder.

Erst langsam, als die Erde durch sein Werk mehr und mehr seinem Willen entsprach, wurde er ruhiger, begann sanfter mit seinem Werk umzugehen; er wollte jetzt nicht mehr alles gleich wieder zerstören, was er aufgebaut hatte.

Und irgendwann setzte er sich dann zur Ruhe, und blickte zurück auf sein Werk. Er erinnerte sich daran wie die Erde vor ihm gewesen war, in seinen Augen damals ein Haufen Elend, und betrachtete den Unterschied zum jetzigen Zustand. Mittlerweile wusste er schon, dass sein Werk nur ein Beitrag war, zu dem was er vorgefunden hatte, und was andere nach ihm würden weiter führen.

Tipp: Wikipedia - Erdzeitalter

Montag, 21. Dezember 2009

Hineinwachsen

Das kleine Ich war in eine neue Welt gekommen. Anfangs war ihm noch alles fremd, unbekannt. Nur wovor es sich fürchtete, das erkannte es schnell, und davor flüchtete es dann.

Doch als das Ich begann, in der neuen Welt auch gute Sachen zu entdecken, wurde es grösser, mit jedem Fund. So konnte es auch seine Furcht nach und nach überwinden, weil es immer mehr Gefahren gewachsen war.

Irgendwann fühlte es sich dann so stark, dass es begann die neue Welt mit zu verändern, nach seinem Willen. Es begann auch, mit anderen zu streiten, wenn es etwas anderes wollte als andere. So merkte es, dass es einen eigenen Willen hatte - und die anderen ebenso.

Und als sich mit Streitereien nichts mehr weiter bringen liess, begannen das inzwischen starke Ich und die anderen starken Ichs, nach gemeinsamen Entscheidungen zu suchen und diese umzusetzen, wenn dies mehr brachte als der Weg alleine für sich. Und das manchmal sogar, wenn einzelne Entscheidungen nicht für das Ich gut waren, dafür suchte man dann nach gerechtem Ausgleich.

So begann sich das Ich zunehmend als Teil der neuen Welt zu erleben.

Tipp: Wikipedia - Europäische Union

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Die Theorie von Allem

Die Naturwissenschaftler hatten die Natur genau untersucht, viele Wechselwirkungen zwischen den Dingen entdeckt. Kräfte nannten sie diese, wenn sich ein Ding aus seiner Ruheposition oder seiner eigenen Bewegungsrichtung verändert, dann deshalb weil eine Kraft darauf einwirkt. Und nach den Ursachen dieser Einflüsse suchten sie.

Eine Vielzahl von Kräften hatten sie schon entdeckt, welche den Lauf der Dinge bestimmten, und mit dem Wissen über die Gesetzmässigkeiten dieser Kräfte hatten die Techniker mit und aus den Dingen viele nützliche Werkzeuge hergestellt, die den Menschen das Leben erleichterten, auch den Wissenschaftlern und Technikern selbst.

Doch trotz allen Fortschritten konnten sie nicht herausfinden, wie denn alle diese Kräfte zusammen passten, irgend etwas passte immer nicht in die Ordnung. Erst als sie darüber nachdachten wie denn ihr Fortschritt selber zustande gekommen war, nämlich dadurch dass bestehende Probleme gelöst worden waren, und dass immer wieder, kamen sie auf die Idee, das Werden der Welt auch aus diesem Blickwinkel zu sehen.

Eine Kraft, jene, das Leben zu maximieren, wurde als höchste Kraft erkannt, und die weiteren, bereits bekannten Kräfte als die konkreten Ausformungen der einen, übergeordneten Kraft. Die Schwierigkeit war nur, dass sich nicht immer überall alles auf das eine Ziel hin bewegte, es gab auch Stillstand und Zerstörung. Dazu musste man erst die Grenzen der Lebewesen lokalisieren und ihre jeweiligen Lebenskräfte erkennen. Aber das ist dann wieder eine andere Geschichte.

Tipp: Der biblische Monotheismus (Vorlesungsskript)

Freitag, 11. Dezember 2009

Orientierung

Roland war hungrig und wusste sich nicht zu helfen. Deshalb schrie er einfach los, so lange bis ihm jemand half und zu Essen gab. Diesem jemand schloss er sich dann, auf dass er weiter zu essen bekam. Es war seine Mutter, und er noch ein Baby.

Mit der Zeit begann er sich aber noch für andere Dinge zu interessieren als nur seine Nahrungsversorgung. Er begann, die Umwelt zu erkennen, Dinge und Menschen zu sehen, Sprache zu hören. Er mochte es, wenn sich jemand mit ihm beschäftigte, diesen Menschen folgte er dann gerne.

Als er dann begann, selber die Welt zu entdecken, Sachen anzustellen, da merkte er wie andere sich wegen seines Verhaltens mit ihm beschäftigten. Manches wurde freudig begrüsst, anderes getadelt, vieles war einfach so gesehen, und manches löste grosses Unwetter aus.

Erst als er bemerkte dass es gewisse Regelmässigkeiten gab, worauf die Leute wie reagierten, traute er sich auch selber Sachen zu tun ohne dass ihn jemand begleitete. Er wusste ab jetzt selber was richtig und was falsch war.

Aber das war nicht genug, es gab Unterschiede. Manches von dem was richtig war, war besser als anderes. Die Lehrer vergaben Noten, beim Spielen genügte es nicht nur nach den Regeln zu spielen, es ging auch um's Gewinnen. Danach strebte er ab jetzt.

Er war in manchen Sachen sehr gut, die tat er sehr gerne - und es begann ihn zu stören wenn andere das schlecht machten, so gar keinen Wert darauf legten. Erst wollte er ihnen helfen, aber dann musste er lernen dass niemand seine Hilfe wollte. Die anderen strebten nach ihren eigenen Erfolgen, und wenn er ihnen helfen wollte, musste er es als Dienst in ihrem Sinn anbieten statt als Fehlerkorrektur.

Und dann kam die grosse Krise. Er wollte nicht mehr. Er wollte nicht mehr gestopft werden, nicht mehr nach Aufmerksamkeit ringen, gut sein - gut für wen? Nicht mehr alles richtig machen müssen, die Erfolgssucht führte doch nur zu Konkurrenz und Gier, und die Werbung versprach nur Schrott den keiner brauchte, das dafür aber umso aufdringlicher.

Er beschloss, selber herauszufinden was in seiner jetztigen Situation sinnvoll ist und was nicht, was ihm wirklich schmeckte, wie er sein Leben gestalten konnte so dass er seine Bedürfnisse und jene seiner Welt erfüllen konnte, soweit er sie erkannte und soweit die Möglichkeiten verfügbar waren.

Tipp: Wikipedia - Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung

Mittwoch, 25. November 2009

Gewährte Rechte

Die Menschen hatten begonnen, je auf ihre eigenen Sachen zu achten, statt immer alles gemeinsam zu teilen. Und Gott sah dass es gut war, weil es den Menschen zu eigen war dass sie sich um ihre eigenen Sachen besser kümmerten, und so besser zur Mehrung seiner Schöpfung beitrugen.

Und also gewährte er das Recht auf Schutz des Privateigentums.

Aber, wie könnte es anders sein, der Teufel weckte seine Agenten, und die begannen kritische Bereiche in ihren Besitz zu bringen, Land, Wasserquellen, aber auch Bücher und Zeitungen. Und dann wurde die Hebelwirkung dieser Besitztümer ausgenutzt um sich weiter zu bereichern, und die abhängigen Menschen konnten sich nicht dagegen wehren, weil ja Gott den Schutz des Privateigentums gewährt hatte.

Auch Gott muss lernen.

Als Gott seinen Fehler erkannt hatte, entzog er erstmal' den Agenten des Teufels sein gewährtes Recht, und ersann eine verfeinerte Version. Fortan sollte das Recht auf Privatbesitz für kritische Bereiche des Lebens nur noch bedingt gelten, jene welche von den Besitztümern abhängig waren bekamen das Recht die Besitzer abzuwählen und neue Besitzer zu wählen. Das machte er, um die jeweiligen Besitzer dazu zu bringen, nicht nur auf sein Wohl und das des Besitzes zu achten, sondern auch auf das Wohl aller die davon abhängig waren.

Bleibt noch die Frage: wer oder was könnte hier mit "Gott" und "Teufel" gemeint sein?

Tipp: Die staatlichen Gewalten