Als die Menschen begannen, das Werk Gottes zu übernehmen, mit dem Auftrag es in ihrem Sinn weiter zu verändern, waren sie erstmal sehr zaghaft.
Die Erde war doch ein paradiesisch guter Ort, und sie wussten kaum was noch zu verbessern wäre. Vielmehr begannen sie zu fürchten, dass sie sich selbst das Werk Gottes kaputt machen würden, und so getrauten sie sich anfangs nur sehr wenig an Veränderung zu.
Vielmehr waren sie noch damit beschäftigt, das Werk Gottes zu bestaunen. Sie bewunderten ihn als grossen Schöpfer, lobten die Vielfalt seiner Werke, sahen in allem das Gute. Ihre eigenen Werke erschienen ihnen dagegen klein, sie selbst sahen sich als schwach, unwürdig, und so waren sie darauf bedacht zu bewahren was man ihnen übergeben hatte.
Doch sie konnten garnicht anders als die Erde weiter zu verändern, und so begannen sie nach dem zu suchen was ihre Bedürfnisse stillte; was ihnen Erfolg und Freude bereitete. Zusehends waren sie stolz auf sich und nahmen sich immer grössere Schritte vor.
Doch je mehr Einfluss sie nahmen, desto mehr selbst verursachte Probleme begannen sich auch zu zeigen. Und so erschraken die Menschen über ihre eigene Bosheit, begannen sich gegenseitig der Schuld zu bezichtigen, der Sünde gegen Gott. Es war aber schwierig zu klären, was denn nun eine Sünde gegen Gott war und was nur der Neid auf die Erfolge des anderen.
Erst langsam begannen die Menschen sich selber, ihre Fertigkeiten und ihr Wirken auf der Erde besser einzuschätzen. Und aus ihren Fehlern konnten sie lernen, was unter welchen Umständen ungünstig gewesen war, und aus ihren Erfolgen, was unter welchen Umständen günstig gewesen war, für ihr Leben auf der Erde. Und welchen Beitrag sie zur Entstehung der Welt leisteten.
Tipp: Dinge, die die Welt bewegen...
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