Sonntag, 31. Januar 2010

Entwicklungszauber

Lange hatte es gedauert, bis die Menschen mit dem einen Gott ein Mittel gefunden hatten um die alten Stammesidentitäten zu überwinden.

Es war ja früher nicht so notwendig gewesen, die Menschen lebten noch in kleineren Gruppen, trafen sich nur gelegentlich zum Austausch.

Doch je enger das Zusammenleben wurde, desto konfliktreicher wurde es auch, und immer wenn das Misstrauen überhand nahm, schlossen sich wieder die alten Stämme gegeneinander zusammen.

Die vorherigen Versuche, dies zu umgehen, die heiligen Stätten, Rituale und Geschichten hatten schon gut funktioniert, aber der Trick mit dem einen Gott war einfach genial.

Und so wurden die anderen Götter und Rituale weniger bedeutend, und als der eine Gott die Übermacht hatte, ging man auch radikal daran, alles alte zu zerstören.

Und man lehrte den jungen Menschen, dass der eine Gott die Welt erschaffen habe, und davor habe es nichts gegeben. Es war alles Gottes Werk.

Lesetipp: Neues aus der Werkstatt der Evolution

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