Sonntag, 23. Mai 2010

Was gut für uns ist

Die Menschen hatten sich eine Wirtschaft aufgebaut, aus Arbeitsteilung, Industrieproduktion und Dienstleistungen. Sehr lange und sehr viel hatten sie gearbeitet, und sie waren reich geworden dadurch.

Sie hatten auch erforscht, was sie taten und wie es kommen konnte dass dieser Reichtum aufgekommen war. Und so wussten sie wie es geht, und so verbesserten sie diese Methode immer weiter.

Irgendwann aber ging es immer schlechter weiter. Es gab Krisen, dann wieder Aufschwünge, dann wieder Zusammenbrüche. Die Menschen ahnten schon, dass etwas nicht stimmte mit der Art ihres Wirtschaftens. Aber die Experten der reichen Menschen sagten, so wie wir es tun sind wir reich geworden. Da fürchteten sich die Menschen etwas zu verändern und machten weiter wie bisher.

Und so kam es dass die Menschen immer schneller immer reicher wurden - aber immer weniger von ihnen. Die meissten Menschen aber wurden immer ärmer - und die reichen Menschen taten alles um reich zu bleiben, und deshalb sagten sie den armen Menschen dass es deren eigene Schuld sei, und dass man sie ja ohnehin schon viel zu grosszügig unterstützte.

Weil aber auch der Reichtum der reichen schwindet wenn die armen Menschen ärmer werden, blieb ihnen nichts anderes übrig als ihren Reichtum zu retten. Sie kauften sich begehrte Sachen, von denen sie glaubten dass andere reiche Menschen dasselbe tun würden um ihren Reichtum zu retten, und dass sie dann noch reicher werden würden.

Und am Ende hatte einer alle alten Bilder und seltenen Metalle und wusste nicht was er damit tun sollte, weil er sich weder für Bilder interessierte noch Metalle verarbeiten konnte. Aber noch schlimmer war, dass er von allen Menschen angefeindet wurde, und so vergrub er seinen Schatz unter der Erde und versteckte sich in einer einsamen unscheinbaren Hütte, um auf bessere Zeiten zu warten.

Tipp: Spiegel Online - Finanz-Skandale: Profit ohne Moral

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