Schrödinger war ein Naturforscher, aber kein Naturliebhaber. Und so kam er auf die Idee, die Nachbarskatze in einen kleinen Kasten zu stecken, um dann nach einer Woche nachzusehen, ob sie noch lebte.
Sie war tot.
Er fragte sich, ob alle Katzen nach einer Woche tot wären, oder ob es doch welche gäbe die das Experiment überlebten. So ging er also auf Katzenjagt, und machte eine Reihe weiterer Experimente. Dabei fand er heraus, manche Katzen überlebten.
Andere nicht.
Als talentierter Mathematiker begann er die Wahrscheinlichkeit zu berechnen, dass eine Katze das Experiment im lebenden bzw. toten Zustand beendete. Und weiters fragte er sich, welchen Zustand die Katzen denn in der Zwischenheit haben würden.
Einen unbestimmten.
Nach eingehender Analyse des Experiments und seiner mathematischen Formulierungen kam er ausserdem zum Schluss, dass es unmöglich war, den Zustand der Katze zu bestimmen, ohne das Experiment vorzeitig zu beenden. Er hatte eine Grenze des systematisierten Wissens gefunden.
Wir gratulieren.
Tipp: Uncyclopedia - Schrödingers Katzenfalle
Freitag, 20. November 2009
Donnerstag, 19. November 2009
Also sprach der Zeitgeist
Also sprach der Zeitgeist: "Keine Kinder vor der Karriere! Wer mir zuwider handelt, wird in's soziale Ausseits verbannt."
Die Kinder der Zeit befolgten brav seinen Ratschluss und strebten nach Erfolg in der Karriere, um danach ihre Kinderwünsche erfüllen zu können.
Doch nur wenige konnten auf der Karriereleiter nach oben kommen, und jene die oben waren mussten um ihre Position fürchten und hatten so keine Zeit mehr für ihre Kinder.
Unzufriedenheit machte sich breit, man begann am Zeitgeist zu zweifeln, und die sozial besorgen Menschen forderten ein Grundeinkommen für alle, auf dass die Gemeinschaft wieder gerechter werde.
Der Zeitgeist drohte: wenn ihr nicht mehr für mich arbeitet, dann erkenne ich euch nicht mehr und werde euch nicht mehr beschützen! Die Kinder der Zeit fürchteten sich.
Doch als sie erkannten dass ihr Zeitgeist seine Versprechungen nicht mehr einlösen konnte, dass sie nichts mehr zu verlieren hatten, da gaben sie ihn auf, und er verschwand in's Nichts.
Tipp: Wikipedia - Ameisenalgorithmus
Die Kinder der Zeit befolgten brav seinen Ratschluss und strebten nach Erfolg in der Karriere, um danach ihre Kinderwünsche erfüllen zu können.
Doch nur wenige konnten auf der Karriereleiter nach oben kommen, und jene die oben waren mussten um ihre Position fürchten und hatten so keine Zeit mehr für ihre Kinder.
Unzufriedenheit machte sich breit, man begann am Zeitgeist zu zweifeln, und die sozial besorgen Menschen forderten ein Grundeinkommen für alle, auf dass die Gemeinschaft wieder gerechter werde.
Der Zeitgeist drohte: wenn ihr nicht mehr für mich arbeitet, dann erkenne ich euch nicht mehr und werde euch nicht mehr beschützen! Die Kinder der Zeit fürchteten sich.
Doch als sie erkannten dass ihr Zeitgeist seine Versprechungen nicht mehr einlösen konnte, dass sie nichts mehr zu verlieren hatten, da gaben sie ihn auf, und er verschwand in's Nichts.
Tipp: Wikipedia - Ameisenalgorithmus
Mittwoch, 18. November 2009
Peak Human
Die Menschen strebten nach Erfolg, aber die Karriereleiter war hoch und eng, es gab viele Konkurrenten und wenige Kollegen. Ausserdem kamen Wirtschaftsflüchtlinge in's Land, die wollte sowieso keiner - ausser den Unternehmern, die nahmen die Leute auf wenn sie kräftig und frisch ausgebildet waren, liessen sie dann für möglichst wenig Geld möglichst intensiv arbeiten, um sie dann, bei nachlassender Leistung, durch neue zu ersetzen. Denn die anderen Unternehmer machten es genauso, und man musste sich am Markt behaupten, der war auch eng.
Die Menschen strebten also nach Erfolg, und vernachlässigten dabei ihr sonstiges Leben. Deshalb bekamen sie auch keine Kinder mehr. Und sie waren froh darüber, denn so hatten sie den Vorteil, mehr für die Karriere tun zu können, um nichts gegen die Konkurrenten zu verlieren, die ja auch keine Kinder bekamen. Manche machten sich schon Sorgen, dass die Arbeitskräfte einmal zu wenig sein würden, das Land im internationalen Wettbewerb zurückfallen würde, ...
Die Menschen wussten aber insgeheim, dass es zu viele von ihnen gab, und deshalb bekamen sie auch weiterhin keine Kinder mehr. So lange, bis es wirklich zu wenige gab um noch ein Wirtschaftswachstum aufrecht halten zu können, und zu wenige als dass man den erhöhten Arbeitszeitaufwand noch hätte schaffen können. Immer mehr Menschen mussten erschöpft aufgeben, und die Wirtschaft erlahmte. Und erst als es nichts mehr gab das man hätte aufrecht halten können, erst dann besann man sich darauf die Menschen zu fördern, erst dann wurden auch schwächere wieder willkommen geheissen, erst dann gab es wieder mehr Kollegen als Konkurrenten, und erst dann begannen die Menschen wieder, Kinder zu bekommen.
Und sie waren willkommen.
Tipp: Das Burnout-Syndrom und seine Folgen
Die Menschen strebten also nach Erfolg, und vernachlässigten dabei ihr sonstiges Leben. Deshalb bekamen sie auch keine Kinder mehr. Und sie waren froh darüber, denn so hatten sie den Vorteil, mehr für die Karriere tun zu können, um nichts gegen die Konkurrenten zu verlieren, die ja auch keine Kinder bekamen. Manche machten sich schon Sorgen, dass die Arbeitskräfte einmal zu wenig sein würden, das Land im internationalen Wettbewerb zurückfallen würde, ...
Die Menschen wussten aber insgeheim, dass es zu viele von ihnen gab, und deshalb bekamen sie auch weiterhin keine Kinder mehr. So lange, bis es wirklich zu wenige gab um noch ein Wirtschaftswachstum aufrecht halten zu können, und zu wenige als dass man den erhöhten Arbeitszeitaufwand noch hätte schaffen können. Immer mehr Menschen mussten erschöpft aufgeben, und die Wirtschaft erlahmte. Und erst als es nichts mehr gab das man hätte aufrecht halten können, erst dann besann man sich darauf die Menschen zu fördern, erst dann wurden auch schwächere wieder willkommen geheissen, erst dann gab es wieder mehr Kollegen als Konkurrenten, und erst dann begannen die Menschen wieder, Kinder zu bekommen.
Und sie waren willkommen.
Tipp: Das Burnout-Syndrom und seine Folgen
Dienstag, 17. November 2009
Die Jünger der heiligen Schrift
Die Jünger der heiligen Schrift glauben fest an das, was in ihrer hl. Schrift steht. Und so predigen sie dies auch, missionieren die Menschen, und verteidigen den Inhalt der hl. Schrift gegen alle Angriffe.
Was in der hl. Schrift steht, das gilt. Und was nicht in der hl. Schrift steht, das gibt es nicht. Deshalb werden auch sämtliche Änderungsvorhaben, welche nicht dem Gefüge der hl. Schrift entsprechen, von vornherein ausgeschlossen.
Ganz selbstlos geben sich die Jünger der hl. Schrift und ihrer Mission hin, so wie andere ganz selbstlos einen Sportwagen ausführen, damit er nicht nutzlos in der Garage verrostet.
Ob als hl. Schrift nun eine Variante der Bibel, der Stand der Publikationen in einem wissenschaftlichen Bereich, oder der Inhalt von Wikipedia verwendet wird, ist nicht relevant. Hauptsache die hl. Schrift ist in ihrem Bereich so bedeutend dass man damit über andere Menschen Macht ausüben kann.
Lesetipp: Bundestagsabgeordneter lässt wikipedia.de sperren
Was in der hl. Schrift steht, das gilt. Und was nicht in der hl. Schrift steht, das gibt es nicht. Deshalb werden auch sämtliche Änderungsvorhaben, welche nicht dem Gefüge der hl. Schrift entsprechen, von vornherein ausgeschlossen.
Ganz selbstlos geben sich die Jünger der hl. Schrift und ihrer Mission hin, so wie andere ganz selbstlos einen Sportwagen ausführen, damit er nicht nutzlos in der Garage verrostet.
Ob als hl. Schrift nun eine Variante der Bibel, der Stand der Publikationen in einem wissenschaftlichen Bereich, oder der Inhalt von Wikipedia verwendet wird, ist nicht relevant. Hauptsache die hl. Schrift ist in ihrem Bereich so bedeutend dass man damit über andere Menschen Macht ausüben kann.
Lesetipp: Bundestagsabgeordneter lässt wikipedia.de sperren
Sonntag, 15. November 2009
Das Ende des Universums
Johann war ein intelligenter Mann, er hatte genau beobachtet wie sich die Planeten bewegten, und ein Gesetz aufgestellt, das besagte wie sich die Planeten bewegten.
Dann kam Benjamin, er sah die Sterne, sah das Gesetz, und behauptete Großspurig: "Das gilt im ganzen Universum!". Und weil es keiner besser wusste, aber alle gefallen daran fanden dass man jetzt etwas vom ganzen Universum wusste, glaubten sie es.
Und so setzte sich die Prahlerei fort, viele Beobachtungen, die man gemacht hatte, wurden als universell gültig verkündet, und die Entdecker waren sehr stolz, weil sie so viel von der Welt wussten. Das ging so weit, dass man zu berechnen begann, wie alt das Universum sei, wie es entstand, und was vorher gewesen sei.
Doch leider, je mehr man wirklich vom Universum in Erfahrung bringen konnte, desto öfter musste man feststellen dass alles anders war als angenommen. Bis man irgendwann erkennen musste: die Welt ist überall verschieden, es gibt garkeine universell gültigen Gesezte.
Ausser vllt. jenes der Prahlerei, aber das ist eine andere Geschichte.
Musiktipp: Gnarls Barkley - Crazy
Dann kam Benjamin, er sah die Sterne, sah das Gesetz, und behauptete Großspurig: "Das gilt im ganzen Universum!". Und weil es keiner besser wusste, aber alle gefallen daran fanden dass man jetzt etwas vom ganzen Universum wusste, glaubten sie es.
Und so setzte sich die Prahlerei fort, viele Beobachtungen, die man gemacht hatte, wurden als universell gültig verkündet, und die Entdecker waren sehr stolz, weil sie so viel von der Welt wussten. Das ging so weit, dass man zu berechnen begann, wie alt das Universum sei, wie es entstand, und was vorher gewesen sei.
Doch leider, je mehr man wirklich vom Universum in Erfahrung bringen konnte, desto öfter musste man feststellen dass alles anders war als angenommen. Bis man irgendwann erkennen musste: die Welt ist überall verschieden, es gibt garkeine universell gültigen Gesezte.
Ausser vllt. jenes der Prahlerei, aber das ist eine andere Geschichte.
Musiktipp: Gnarls Barkley - Crazy
Samstag, 14. November 2009
Wo sind meine Träume geblieben?
Gerold hatte grosse Träume, und um sie zu verwirklichen arbeitete er lange Jahre in einer Goldmine. Schwer und hart war die Arbeit, aber er tat es um viel Gold zu fördern, auf dass die Menschen dort draussen damit an der Verwirklichung der Träume arbeiten konnten.
Als Gerold eines Tages wieder an die Oberfläche kam, war er voller Vorfreude, die neuen Errungenschaften zu sehen, all das was er sich erträumt hatte, all das wofür er gearbeitet hatte. Aber die Enttäuschung war gross, als er sah was die Menschen mit dem Gold gemacht hatte.
Allerlei Unsinn, Verschwendung hatte um sich gegriffen. Und seine Träume waren verloren. Also bescholss er, von nun an selber an der Verwirklichung seiner Träume zu arbeiten, statt einfach nur unter der Erde nach Gold zu graben und die Welt den anderen zu überlassen.
Tipp: Subway to Sally - Hochzeit (YouTube)
Als Gerold eines Tages wieder an die Oberfläche kam, war er voller Vorfreude, die neuen Errungenschaften zu sehen, all das was er sich erträumt hatte, all das wofür er gearbeitet hatte. Aber die Enttäuschung war gross, als er sah was die Menschen mit dem Gold gemacht hatte.
Allerlei Unsinn, Verschwendung hatte um sich gegriffen. Und seine Träume waren verloren. Also bescholss er, von nun an selber an der Verwirklichung seiner Träume zu arbeiten, statt einfach nur unter der Erde nach Gold zu graben und die Welt den anderen zu überlassen.
Tipp: Subway to Sally - Hochzeit (YouTube)
Freitag, 13. November 2009
Die Evolution sieht alles
Nur ein Fehler, und Du wirst ausselektiert. Nur wenn Du alles richtig machst, bekommst Du die Chance, Deine Gene an Nachfahren weiter zu geben. Und nur wenn auch diese alles richtig machen, und auch deren Nachfahren usw., nur dann wirst Du in ihnen ewig leben.
Aber, Du kannst die Evolution nicht überlisten. Sie zeigt Dir nur ihren Rücken, Du kannst nie wissen was morgen das Richtige zu tun sein wird. Nur weil Du gestern recht bekommen hast, hast Du keine Ansprüche im Morgen. Nur ein Zufall genügt, um Altes zu verlieren und Neues zu bekommen.
Alles was Du tun kannst ist, an Dich und die Deinen zu glauben, auf das Beste zu Hoffen, und zu lieben was immer auch kommt.
Tipp: AmenophisII - Moral ist die höchste Form der Evolution
Aber, Du kannst die Evolution nicht überlisten. Sie zeigt Dir nur ihren Rücken, Du kannst nie wissen was morgen das Richtige zu tun sein wird. Nur weil Du gestern recht bekommen hast, hast Du keine Ansprüche im Morgen. Nur ein Zufall genügt, um Altes zu verlieren und Neues zu bekommen.
Alles was Du tun kannst ist, an Dich und die Deinen zu glauben, auf das Beste zu Hoffen, und zu lieben was immer auch kommt.
Tipp: AmenophisII - Moral ist die höchste Form der Evolution
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