"In diesem Land gibt es keine Gerechtigkeit" sprach sie und begann ihre Aufmerksamkeit auf die Ungerechtigkeiten im Land zu richten.
"Die Naturgesetze gelten überall gleich" sprachen sie und formulierten ihre Gesetze so dass sie überall gleichermassen gültig waren.
"Die Menschen sind sündhaft und müssen dafür büssen" sprachen sie und machten sich auf um bei den Menschen Schwächen zu finden und Strafen zu verteilen.
"Unser Angebot ist das beste und macht sie reich" sprachen sie, kassierten den Preis ein und kümmerten sich nicht weiter um ihr Versprechen.
Tipp: Richtig(e) Ziele setzen und erreichen
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Freitag, 17. Dezember 2010
Dienstag, 9. März 2010
Aufmerksamkeit
Gott merkte auf. Was da was?
Ah! Ein Planet.
Es war fast so als würde sich darauf etwas bewegen, aber er konnte nicht erkennen, zu dunkel war es. Also machte er das Licht an.
Schlssivapff!
Kurz hatte sich etwas bewegt, aber nun war nichts mehr zu sehen. Ob die Planetenbewohner lichtscheu waren? Er machte das Licht wieder aus, und wartete eine Weile.
...
Dann machte er es wieder an, diesmal aber nicht so hell. Und siehe da, es tummelte sich nur so von Leben, auf diesem Planeten. Aber Lichtscheu waren sie immer noch, die Wesen, je länger es hell war desto weniger lebendig war es.
Er machte also wieder eine Pause.
Nach einigen malen Hinsehen merkte er, dass Dampfwolken aufstiegen, wenn der den Planeten anleuchtete. Er bekam Angst etwas kaputt zu machen und zog das Licht wieder ab. Aber dann war seine Neugier doch grösser, er schaute wieder hin.
Die Woklen waren verschwunden.
Aber sie bildeten sich wieder, und er begann ein Spiel mit hinleuchten, wieder weg, bis er ein Intervall gefunden hatte wo die Dampfwolken ihm die Sicht nicht zu sehr verstellten.
Farbige Reflexionen verursachte er manchmal.
Aber genug mit den selbst gemachten Effekten, er wollte ja den Planeten erkunden. Er setzte an bei der Frage, wie denn dieser Dampf zustande gekommen sei, und fand dass grosse Teile des Planeten mit Flüssigkeit bedeckt war, welche auf sein Licht reagiert hatte.
Er fragte sich wie sehr er wohl Einfluss nehmen würde, auf diesen Planeten...
Lesetipp: Wikipedia - Aufmerksamkeit
Ah! Ein Planet.
Es war fast so als würde sich darauf etwas bewegen, aber er konnte nicht erkennen, zu dunkel war es. Also machte er das Licht an.
Schlssivapff!
Kurz hatte sich etwas bewegt, aber nun war nichts mehr zu sehen. Ob die Planetenbewohner lichtscheu waren? Er machte das Licht wieder aus, und wartete eine Weile.
...
Dann machte er es wieder an, diesmal aber nicht so hell. Und siehe da, es tummelte sich nur so von Leben, auf diesem Planeten. Aber Lichtscheu waren sie immer noch, die Wesen, je länger es hell war desto weniger lebendig war es.
Er machte also wieder eine Pause.
Nach einigen malen Hinsehen merkte er, dass Dampfwolken aufstiegen, wenn der den Planeten anleuchtete. Er bekam Angst etwas kaputt zu machen und zog das Licht wieder ab. Aber dann war seine Neugier doch grösser, er schaute wieder hin.
Die Woklen waren verschwunden.
Aber sie bildeten sich wieder, und er begann ein Spiel mit hinleuchten, wieder weg, bis er ein Intervall gefunden hatte wo die Dampfwolken ihm die Sicht nicht zu sehr verstellten.
Farbige Reflexionen verursachte er manchmal.
Aber genug mit den selbst gemachten Effekten, er wollte ja den Planeten erkunden. Er setzte an bei der Frage, wie denn dieser Dampf zustande gekommen sei, und fand dass grosse Teile des Planeten mit Flüssigkeit bedeckt war, welche auf sein Licht reagiert hatte.
Er fragte sich wie sehr er wohl Einfluss nehmen würde, auf diesen Planeten...
Lesetipp: Wikipedia - Aufmerksamkeit
Sonntag, 25. Oktober 2009
Woran man Menschenfresser erkennt
Mein Sohn, Du wirst eines Tages auf Dich selber aufpassen müssen draussen in der Welt. Viele Gefahren werden Dich erwarten, und ich kann Dich nur auf wenige vorbereiten.
Eine davon sind die Menschenfresser. Sie sind schwer zu erkennen, nur manchmal verraten sie sich, durch das, was sie über sich selbst oder die Welt sagen. Ich habe hier einige Beispiele:
* "Der Mensch ist nichts ohne Gott."
* "Geht's der Wirtschaft gut, geht's allen gut."
* "Die öffentlichen Pensionen werden zusammenbrechen, jeder muss für sich selbst vorsorgen."
* "Man muss sich selbst ausbeuten um es zu etwas zu bringen."
Achte immer darauf, wie es den Menschen ergeht die mit möglichen Menschenfressern in Kontakt gekommen sind - geht es ihnen gut oder gar besser als vorher - oder sind sie danach in Stress, Not, Angst, Krankheit, Abhängigkeit? Glaube nichts von dem was man sagt. Nur an der Wirkung kannst Du sie zuverlässig erkennen.
Tipp: Wikipedia - Vampir
Eine davon sind die Menschenfresser. Sie sind schwer zu erkennen, nur manchmal verraten sie sich, durch das, was sie über sich selbst oder die Welt sagen. Ich habe hier einige Beispiele:
* "Der Mensch ist nichts ohne Gott."
* "Geht's der Wirtschaft gut, geht's allen gut."
* "Die öffentlichen Pensionen werden zusammenbrechen, jeder muss für sich selbst vorsorgen."
* "Man muss sich selbst ausbeuten um es zu etwas zu bringen."
Achte immer darauf, wie es den Menschen ergeht die mit möglichen Menschenfressern in Kontakt gekommen sind - geht es ihnen gut oder gar besser als vorher - oder sind sie danach in Stress, Not, Angst, Krankheit, Abhängigkeit? Glaube nichts von dem was man sagt. Nur an der Wirkung kannst Du sie zuverlässig erkennen.
Tipp: Wikipedia - Vampir
Samstag, 24. Oktober 2009
Das Gold der anderen
Helmut wuchs am Rande der Stadt auf. Er war ein kräftiger Junge, aber schüchtern, und so spielte er lieber im angrenzenden Wald als auf dem Spielplatz mit den anderen Kindern. Das ließ ihm die anderen manchmal fremd und unverständlich vorkommen, aber er war klug und so hatte er eigentlich keine Probleme, mit der Schule und der Arbeit zurechtzukommen. Doch er blieb Einzelgänger. Irgendwie konnte er nicht verstehen, wie es zustande kam dass sich die Menschen zu Gruppen zusammenfanden und miteinander redeten.
Was er sehr wohl erkennen konnte war, welche Rolle das Gold im Leben der Menschen spielte. Man gab es aus, und bekam dafür zu Essen, Trinken, Wohnen, schnelle Pferde, modische Kleider, und den schönen Frauen schien das auch zu gefallen. Man arbeitete den Vorgaben anderer folgend und bekam dafür Gold. Jene, die viel Gold hatten wurden bestaunt und bewundert, manche auch beneidet. Jene, die kein Gold hatten wurden schlecht behandelt, sie mussten betteln und bekamen auch keine Möglichkeit um sich Gold zu verdienen.
Eins war Helmut sonnenklar: man muss möglichst viel Gold ansammeln, um es im Leben zu etwas zu bringen. Und so stürzte er sich in die Arbeit und gab dabei möglichst wenig Gold aus, um also möglichst reich und angesehen zu werden. Die Zeit verging, Helmut arbeitete und sparte, an seinem Leben änderte sich aber nichts, weder wurde er angesehen noch gehörte er zu den Reichen. Also arbeitete er mehr, und mehr, und mehr. Bis er eines Tages nicht mehr wollte.
Erschrocken stellte er fest, dass ihm die Menschen nicht mehr nur etwas fremd waren, er hasste sie. Er hasste sie dafür, dass sie alle nur dem Gold nachjagten, dass es in den Gesprächen nur noch um Gold ging oder um Sachen die des Goldes wegen wichtig waren. Er wollte damit nichts mehr zu tun haben, kündigte Arbeit und Wohnung, nahm sich einen Rucksack und ging.
Anfangs streifte er noch in und um die Stadt herum, mied aber immer jene Menschen die ihn wiedererkennen könnten. Dann ging er weiter weg, in den Wald. Dort erinnerte er sich an seine Kindheit, und er merkte plötzlich wie anders das Leben in der Natur doch war. Das Wasser aus dem Bach zu trinken, Fische aus dem See zu fangen und am Feuer zu braten, alles war so leicht und geruhsam. Helmut fragte sich wieso in aller Welt die anderen Menschen bloß in der Stadt lebten und diesen Trubel veranstalteten. Wussten die nichts von den Schönheiten des Waldes?
Nach einer Weile packte er aber wieder den Rucksack und zog weiter, um mehr von der Welt zu sehen. Durch verschiedene Landschaften wanderte er, in eine weite Ebene hinein. Er fühlte sich ungemein frei, der Horizont schien in unendlich weiter Ferne zu sein, der nächtliche Sternenhimmel war so klar wie er ihn noch nie zuvor gesehen hatte, und er ging den Sternen nach. [++Nicht dass er gewusst hätte wohin sie ihn führten, er wollte einfach eine Weile in dieselbe Richtung gehen und nicht im Keis.] Bis er merkte dass die Wasserstellen immer seltener wurden, und sein Vorrat sich schnell leerte. Erschrocken machte er kehrt, aber die letzte Wasserstelle hatte ebenfalls weniger Wasser als noch Tage zuvor. Es war eine Trockenzeit. Und die nächste Hoffnung bot ein Gebirge, dem er bisher ausgewichen war.
Er strebte also von nun an in diese Richtung, vor allem in der Nacht ging er, um tagsüber nicht so viel zu schwitzen. Und von sich selbst erschrocken musste er feststellen dass er, wann immer er zu einer Wasserstelle kam, sich nicht mehr zurückhalten konnte vor Durst, auch schmutziges Wasser trank er ohne lange zu zögern und trotzdem er wusste dass er davon Bauchschmerzen bekam. Nur die Hoffnung auf den Berg ließ ihn die Not des Überlebens lindern.
Die Ankunft am Berg brachte die Erlösung. Es gab dort eine Quelle mit frischem Wasser, und er konnte die Nächte wieder durchschlafen. Es war wie das Paradies auf Erden, obwohl es eigentlich dort nichts besonderes gab, aber er war einfach von der Lebensbedrohung befreit und konnte sich wieder erholen. Ein Gefühl großer Dankbarkeit stellte sich bei ihm ein. Weil niemand da war an dem er es festmachen hätte können, war er einfach der ganzen Welt dankbar. Und so stieg Helmut auf den Berg, um das auch der ganzen Welt mitteilen zu können.
Oben auf dem Gipfel konnte er weit über das Land sehen, die Wüste die er durchquert hatte, das Waldgebiet, und, gar nicht so weit entfernt, die Stadt mit den Menschen. Von hier oben boten diese einen ihm neuartigen Anblick. Die Reihen der Felder und Häuser, die Arbeitsstätten, die Strassen und die Fuhrwerke mit denen man Güter umherbewegte, die Handelsplätze an denen man diese austauschte, und die Plätze auf denen die Menschen spazierten und sich begegneten. Je länger er hinsah, desto verwirrender erschien ihm aber das Bild. Güter schienen im Kreis transportiert zu werden, manche wurden hergestellt, umhertransportiert, vorgezeigt und dann weggeworfen. Der große Müllberg am hinteren Ende der Stadt war ihm vorher nie aufgefallen. Er dachte, dass das doch alles viel einfacher gehen müsste, mit viel weniger Aufwand - und dann wurde ihm klar, dass das alles deshalb so geschah weil die Menschen nach Gold strebten, so wie er in der Wüste nach Wasser. In seinem ganzen Leben in der Stadt war er nie auf die Idee gekommen, etwas anders zu machen.
Entschlossen dies zu ändern, ging Helmut in die Stadt und versuchte den Menschen zu erklären welchen Unsinn sie eigentlich anstellten mit ihrem Streben nach Gold. Er wurde aber nur belächelt oder gar verstossen, so wie die Bettler. Und das obwohl er eigentlich gar kein Gold wollte. Aber, als ihn doch jemand fragte, wo er denn her käme, weil er so seltsam redete, erzählte er eine Geschichte seiner Reise, und immerhin begannen ihm einige Menschen zuzuhören. Auf die Frage, ob es in dem Wald auch Gold gegeben hätte, antwortete er etwas unwirsch mit Nein. Bis ihm klar wurde dass er eigentlich nie nach Gold gesucht hatte, waren die Zuhörer schon weg. Bei einer anderen Gelegenheit fragte ihn jemand ob denn die Wüste immer trockener werde, und er meinte, ja, das Wasser wurde immer weniger. Dabei stellte er fest dass die Zuhörer aufmerksamer wurden, und so sprach er weiter. Es könnte so weit kommen dass sich die Trockenheit auch im Wald ausbreitet, und dann wäre auch die Stadt bedroht. Die Zuhörer waren betroffen, man entschloss sich Forscher auszusenden um die Lage zu erkunden. Die Idee von Anpflanzungen und Bewässerungen kam auf.
Helmut war im Zweifel, ob er er damit nicht etwas ungewolltes ausgelöst hätte. Aber es war ja nicht ausgeschlossen dass sich die Wüste ausbreitete, und die Forscher prüften ja auch nach. Außerdem bewirkte diese Bedrohungssituation eine Änderung im Verhalten der Menschen, es ging nicht mehr um Gold sondern darum eine Bedrohung abzuwenden, und das war auch in seinem Sinn. Und falls es doch keine Bedrohung gewesen wäre, so gäbe es danach immerhin die Möglichkeit in dem neuen Land eine neue Siedlung aufzubauen. Mit seinen Erfahrungen und seiner Motivation wurde er zu einem gefragten Mann unter denen die sich an diesem Projekt beteiligten, und das erste Mal in seinem Leben war Helmut bei den anderen dabei.
Was er sehr wohl erkennen konnte war, welche Rolle das Gold im Leben der Menschen spielte. Man gab es aus, und bekam dafür zu Essen, Trinken, Wohnen, schnelle Pferde, modische Kleider, und den schönen Frauen schien das auch zu gefallen. Man arbeitete den Vorgaben anderer folgend und bekam dafür Gold. Jene, die viel Gold hatten wurden bestaunt und bewundert, manche auch beneidet. Jene, die kein Gold hatten wurden schlecht behandelt, sie mussten betteln und bekamen auch keine Möglichkeit um sich Gold zu verdienen.
Eins war Helmut sonnenklar: man muss möglichst viel Gold ansammeln, um es im Leben zu etwas zu bringen. Und so stürzte er sich in die Arbeit und gab dabei möglichst wenig Gold aus, um also möglichst reich und angesehen zu werden. Die Zeit verging, Helmut arbeitete und sparte, an seinem Leben änderte sich aber nichts, weder wurde er angesehen noch gehörte er zu den Reichen. Also arbeitete er mehr, und mehr, und mehr. Bis er eines Tages nicht mehr wollte.
Erschrocken stellte er fest, dass ihm die Menschen nicht mehr nur etwas fremd waren, er hasste sie. Er hasste sie dafür, dass sie alle nur dem Gold nachjagten, dass es in den Gesprächen nur noch um Gold ging oder um Sachen die des Goldes wegen wichtig waren. Er wollte damit nichts mehr zu tun haben, kündigte Arbeit und Wohnung, nahm sich einen Rucksack und ging.
Anfangs streifte er noch in und um die Stadt herum, mied aber immer jene Menschen die ihn wiedererkennen könnten. Dann ging er weiter weg, in den Wald. Dort erinnerte er sich an seine Kindheit, und er merkte plötzlich wie anders das Leben in der Natur doch war. Das Wasser aus dem Bach zu trinken, Fische aus dem See zu fangen und am Feuer zu braten, alles war so leicht und geruhsam. Helmut fragte sich wieso in aller Welt die anderen Menschen bloß in der Stadt lebten und diesen Trubel veranstalteten. Wussten die nichts von den Schönheiten des Waldes?
Nach einer Weile packte er aber wieder den Rucksack und zog weiter, um mehr von der Welt zu sehen. Durch verschiedene Landschaften wanderte er, in eine weite Ebene hinein. Er fühlte sich ungemein frei, der Horizont schien in unendlich weiter Ferne zu sein, der nächtliche Sternenhimmel war so klar wie er ihn noch nie zuvor gesehen hatte, und er ging den Sternen nach. [++Nicht dass er gewusst hätte wohin sie ihn führten, er wollte einfach eine Weile in dieselbe Richtung gehen und nicht im Keis.] Bis er merkte dass die Wasserstellen immer seltener wurden, und sein Vorrat sich schnell leerte. Erschrocken machte er kehrt, aber die letzte Wasserstelle hatte ebenfalls weniger Wasser als noch Tage zuvor. Es war eine Trockenzeit. Und die nächste Hoffnung bot ein Gebirge, dem er bisher ausgewichen war.
Er strebte also von nun an in diese Richtung, vor allem in der Nacht ging er, um tagsüber nicht so viel zu schwitzen. Und von sich selbst erschrocken musste er feststellen dass er, wann immer er zu einer Wasserstelle kam, sich nicht mehr zurückhalten konnte vor Durst, auch schmutziges Wasser trank er ohne lange zu zögern und trotzdem er wusste dass er davon Bauchschmerzen bekam. Nur die Hoffnung auf den Berg ließ ihn die Not des Überlebens lindern.
Die Ankunft am Berg brachte die Erlösung. Es gab dort eine Quelle mit frischem Wasser, und er konnte die Nächte wieder durchschlafen. Es war wie das Paradies auf Erden, obwohl es eigentlich dort nichts besonderes gab, aber er war einfach von der Lebensbedrohung befreit und konnte sich wieder erholen. Ein Gefühl großer Dankbarkeit stellte sich bei ihm ein. Weil niemand da war an dem er es festmachen hätte können, war er einfach der ganzen Welt dankbar. Und so stieg Helmut auf den Berg, um das auch der ganzen Welt mitteilen zu können.
Oben auf dem Gipfel konnte er weit über das Land sehen, die Wüste die er durchquert hatte, das Waldgebiet, und, gar nicht so weit entfernt, die Stadt mit den Menschen. Von hier oben boten diese einen ihm neuartigen Anblick. Die Reihen der Felder und Häuser, die Arbeitsstätten, die Strassen und die Fuhrwerke mit denen man Güter umherbewegte, die Handelsplätze an denen man diese austauschte, und die Plätze auf denen die Menschen spazierten und sich begegneten. Je länger er hinsah, desto verwirrender erschien ihm aber das Bild. Güter schienen im Kreis transportiert zu werden, manche wurden hergestellt, umhertransportiert, vorgezeigt und dann weggeworfen. Der große Müllberg am hinteren Ende der Stadt war ihm vorher nie aufgefallen. Er dachte, dass das doch alles viel einfacher gehen müsste, mit viel weniger Aufwand - und dann wurde ihm klar, dass das alles deshalb so geschah weil die Menschen nach Gold strebten, so wie er in der Wüste nach Wasser. In seinem ganzen Leben in der Stadt war er nie auf die Idee gekommen, etwas anders zu machen.
Entschlossen dies zu ändern, ging Helmut in die Stadt und versuchte den Menschen zu erklären welchen Unsinn sie eigentlich anstellten mit ihrem Streben nach Gold. Er wurde aber nur belächelt oder gar verstossen, so wie die Bettler. Und das obwohl er eigentlich gar kein Gold wollte. Aber, als ihn doch jemand fragte, wo er denn her käme, weil er so seltsam redete, erzählte er eine Geschichte seiner Reise, und immerhin begannen ihm einige Menschen zuzuhören. Auf die Frage, ob es in dem Wald auch Gold gegeben hätte, antwortete er etwas unwirsch mit Nein. Bis ihm klar wurde dass er eigentlich nie nach Gold gesucht hatte, waren die Zuhörer schon weg. Bei einer anderen Gelegenheit fragte ihn jemand ob denn die Wüste immer trockener werde, und er meinte, ja, das Wasser wurde immer weniger. Dabei stellte er fest dass die Zuhörer aufmerksamer wurden, und so sprach er weiter. Es könnte so weit kommen dass sich die Trockenheit auch im Wald ausbreitet, und dann wäre auch die Stadt bedroht. Die Zuhörer waren betroffen, man entschloss sich Forscher auszusenden um die Lage zu erkunden. Die Idee von Anpflanzungen und Bewässerungen kam auf.
Helmut war im Zweifel, ob er er damit nicht etwas ungewolltes ausgelöst hätte. Aber es war ja nicht ausgeschlossen dass sich die Wüste ausbreitete, und die Forscher prüften ja auch nach. Außerdem bewirkte diese Bedrohungssituation eine Änderung im Verhalten der Menschen, es ging nicht mehr um Gold sondern darum eine Bedrohung abzuwenden, und das war auch in seinem Sinn. Und falls es doch keine Bedrohung gewesen wäre, so gäbe es danach immerhin die Möglichkeit in dem neuen Land eine neue Siedlung aufzubauen. Mit seinen Erfahrungen und seiner Motivation wurde er zu einem gefragten Mann unter denen die sich an diesem Projekt beteiligten, und das erste Mal in seinem Leben war Helmut bei den anderen dabei.
Dienstag, 6. Oktober 2009
Feindesliebe
Jesus liebte alles. Er nahm alles hin, jede Verletzung die ihm die Welt zufügte - er wusste, es waren nur die Schwächen der Welt, die dazu führten dass man ihn so behandelte. Deshalb nahm er geduldig das Leid der Welt auf sich, und er war stolz dabei.
Bis er nicht mehr konnte.
Bis seine Seele nach Rache trachtete und nach ihren Feinden suchte. Bis er erkannte, wie schrecklich die Menschen miteinander umgingen, wie nachlässig, misstrauisch, missachtend. Es war als ob er die Büchse der Pandorra geöffnet hätte, als sich sein Bewusstsein für alle Schrecken der Welt öffnete, die er bislang unbeachtet gelassen hatte in seinem Bestreben alles zu lieben.
Er sann auf Blutrache.
Alle Menschen die ihm bösen getan hatten, alle Menschen die anderen böses taten, waren seine Feinde. Er wollte die Gotteshäuser der falschen Menschen in die Luft sprengen, die dort heilige Texte beteten aber schon in der nächsten Minute genau das Gegenteil dessen taten was sie gesagt hatten. Er wollte die Anführer erschlagen, die Kriege anzetelten oder einen ihrer Gefolgsleute schlecht behandelten.
Bis er erkannte: Wir sind es.
Die Menschen tun das, was sie können. Auch wenn manche mehr erwarten, andere weniger. Auch wenn viele nicht wissen welche Wirkungen ihre Taten auf andere haben. Auch wenn viele in ihrer Not sich nicht anders zu helfen wissen als sich an dem kleinsten Erfolg, den sie erlangen können festzuhalten. Wenn sich die Menschen gegenseitig verletzen können sie es nicht bemerken weil sie sich selber Feind sind. Wir sind Kinder der Not.
Und er war einer von ihnen.
Einer in der besonders glücklichen Lage, keine derartige Not erlebt zu haben dass er andere ausnutzen hatte müssen. Und einer der deshalb die Freiheit und die Pflicht hatte, etwas zu tun um eine Verringerung des Leides herbeizuführen, das er selber kannte, jene Verhaltensweisen von denen er wusste dass sie Schaden anrichteten. Und auf eine Weise, dass er nicht die Menschen in Not bekämpfte und so ihre Not noch verstärkte, sondern dass er etwas tat um ihre Not zu verringern.
So liebte er seine Feinde wirklich.
Und er tat es, weil es ihm ein eigenes Bedürfnis war, weil er so ein eigenes Ziel hatte von dem er wusste dass es sich zu erreichen lohnte. Es war nicht etwas das andere vorgaben zu brauchen, sondern etwas Von dem er selber wusste dass es grosse Wertschöpfung bringen würde, für ihn und alle künftigen Menschen in einer ähnlichen Situation.
So wurde er zum Heiland.
Tipp: Heilung traumatischer Erfahrungen
Bis er nicht mehr konnte.
Bis seine Seele nach Rache trachtete und nach ihren Feinden suchte. Bis er erkannte, wie schrecklich die Menschen miteinander umgingen, wie nachlässig, misstrauisch, missachtend. Es war als ob er die Büchse der Pandorra geöffnet hätte, als sich sein Bewusstsein für alle Schrecken der Welt öffnete, die er bislang unbeachtet gelassen hatte in seinem Bestreben alles zu lieben.
Er sann auf Blutrache.
Alle Menschen die ihm bösen getan hatten, alle Menschen die anderen böses taten, waren seine Feinde. Er wollte die Gotteshäuser der falschen Menschen in die Luft sprengen, die dort heilige Texte beteten aber schon in der nächsten Minute genau das Gegenteil dessen taten was sie gesagt hatten. Er wollte die Anführer erschlagen, die Kriege anzetelten oder einen ihrer Gefolgsleute schlecht behandelten.
Bis er erkannte: Wir sind es.
Die Menschen tun das, was sie können. Auch wenn manche mehr erwarten, andere weniger. Auch wenn viele nicht wissen welche Wirkungen ihre Taten auf andere haben. Auch wenn viele in ihrer Not sich nicht anders zu helfen wissen als sich an dem kleinsten Erfolg, den sie erlangen können festzuhalten. Wenn sich die Menschen gegenseitig verletzen können sie es nicht bemerken weil sie sich selber Feind sind. Wir sind Kinder der Not.
Und er war einer von ihnen.
Einer in der besonders glücklichen Lage, keine derartige Not erlebt zu haben dass er andere ausnutzen hatte müssen. Und einer der deshalb die Freiheit und die Pflicht hatte, etwas zu tun um eine Verringerung des Leides herbeizuführen, das er selber kannte, jene Verhaltensweisen von denen er wusste dass sie Schaden anrichteten. Und auf eine Weise, dass er nicht die Menschen in Not bekämpfte und so ihre Not noch verstärkte, sondern dass er etwas tat um ihre Not zu verringern.
So liebte er seine Feinde wirklich.
Und er tat es, weil es ihm ein eigenes Bedürfnis war, weil er so ein eigenes Ziel hatte von dem er wusste dass es sich zu erreichen lohnte. Es war nicht etwas das andere vorgaben zu brauchen, sondern etwas Von dem er selber wusste dass es grosse Wertschöpfung bringen würde, für ihn und alle künftigen Menschen in einer ähnlichen Situation.
So wurde er zum Heiland.
Tipp: Heilung traumatischer Erfahrungen
Freitag, 4. September 2009
Das weiche Universum
Als Gott begann das Univerzum zu schöpfen, war es zunächst ganz unordentlich. Und so begann er, Ordnung zu schaffen, er bemühte sich, eine vollkommene ordnung zu erreichen. Das Universum war schliesslich sehr sehr gross, und um da den Überblick behalten zu können, musste alles überall gleich sein, damit er sich auch alles gleichzeitig vorstellen und kontrollieren konnte. Aber das Universum war dann sehr starr geworden, an manchen Stellen war die Bewegung blockiert und die Randbereiche waren überhaupt ausgeschlossen.
So wurde das Universum langsam kalt und starr, und als er einmal unversehens daran stiess, zerbrach es.
Gott musste seine Schöpfung verbessern. Er lies die Vorgänge nicht mehr nur nach überall gleichen Regeln ablaufen, sondern gab allen Einzelteilen die Möglichkeit selbst zu handeln. Es sollte sich jedes mit jedem austauschen können. Und so kam wieder Leben in das Universum, die Sterne und Galaxien begannen sich zu bewegen und alles begann zu schwingen und zu schweben.
Wie Musik in Gottes Ohr, wie Gefühl in Gottes Gemüt.
Nur wenn es gar zu wirr geworden war, die Wellen zu brechen begannen und das Universum sich selbst zu zerstören drohte, machte er die Regeln wieder strenger. Aber nach einigen Durchgängen wusste das Universum so viel von sich selbst, dass es sich selbst stabilisieren und organisieren konnte.
Und Gott lehnte sich zurück und genoss die Früchte seines Werkes.
Musiktipp: Razorlight - Wire to Wire
So wurde das Universum langsam kalt und starr, und als er einmal unversehens daran stiess, zerbrach es.
Gott musste seine Schöpfung verbessern. Er lies die Vorgänge nicht mehr nur nach überall gleichen Regeln ablaufen, sondern gab allen Einzelteilen die Möglichkeit selbst zu handeln. Es sollte sich jedes mit jedem austauschen können. Und so kam wieder Leben in das Universum, die Sterne und Galaxien begannen sich zu bewegen und alles begann zu schwingen und zu schweben.
Wie Musik in Gottes Ohr, wie Gefühl in Gottes Gemüt.
Nur wenn es gar zu wirr geworden war, die Wellen zu brechen begannen und das Universum sich selbst zu zerstören drohte, machte er die Regeln wieder strenger. Aber nach einigen Durchgängen wusste das Universum so viel von sich selbst, dass es sich selbst stabilisieren und organisieren konnte.
Und Gott lehnte sich zurück und genoss die Früchte seines Werkes.
Musiktipp: Razorlight - Wire to Wire
Dienstag, 14. Juli 2009
Das falsche Selbstbewusstsein
Horst hatte es oft gehört, wie die Rede war von Menschen mit Selbstbewusstsein. Es waren immer welche mit Reichtum, Macht, Ansehen.
Und so beschloss er, auch selbstbewusst zu werden. Er arbeitete so viel er konnte, um reich zu werden. Er strebte nach einflussreichen Positionen. Und er tat was er meinte das zu Ansehen verhalf.
Doch irgendwie kam er nicht weiter. Es gab immer Menschen die mehr Geld hatten als er, die ober ihm standen in irgend einer Hierarchie, und nie schaffte er es dass ihn alle anerkannten.
Eines Tages hatte sein Selbstbewusstsein genug von seinen Verirrungen und sprach zu ihm: Geld, Macht, Ruhm - das bin nicht ich, das gehört nicht Dir. Du tust was Du tust, alles andere kommt und geht.
Musiktipp: Christina Stürmer - Ist Mir Egal
Und so beschloss er, auch selbstbewusst zu werden. Er arbeitete so viel er konnte, um reich zu werden. Er strebte nach einflussreichen Positionen. Und er tat was er meinte das zu Ansehen verhalf.
Doch irgendwie kam er nicht weiter. Es gab immer Menschen die mehr Geld hatten als er, die ober ihm standen in irgend einer Hierarchie, und nie schaffte er es dass ihn alle anerkannten.
Eines Tages hatte sein Selbstbewusstsein genug von seinen Verirrungen und sprach zu ihm: Geld, Macht, Ruhm - das bin nicht ich, das gehört nicht Dir. Du tust was Du tust, alles andere kommt und geht.
Musiktipp: Christina Stürmer - Ist Mir Egal
Donnerstag, 18. Juni 2009
Exodus
Die Pfeiler und Träger knirschen von dem Beben. Betonbrocken stürzen herab, der ganze Gebäudekomplex drohte einzustürzen. Gerhard und seine Freunde wussten, sie mussten hier heraus.
Durch die leeren Gänge und über Schutthaufen flüchteten sie, immer in Gefahr dass eines der herabstürzenden Trümmer sie treffen konnte, und immer darauf bedacht dass sie sich nicht verloren.
Der rettende Ausgang führte über eine alte Holzbrücke zur anderen Seite, wo sie erst im Häuschen eines alten Freundes Zuflucht fanden, um von dort weiter in eine neue, unverbaute Welt zu ziehen.
Musiktipp: Sabrina Setlur - Freisein
Durch die leeren Gänge und über Schutthaufen flüchteten sie, immer in Gefahr dass eines der herabstürzenden Trümmer sie treffen konnte, und immer darauf bedacht dass sie sich nicht verloren.
Der rettende Ausgang führte über eine alte Holzbrücke zur anderen Seite, wo sie erst im Häuschen eines alten Freundes Zuflucht fanden, um von dort weiter in eine neue, unverbaute Welt zu ziehen.
Musiktipp: Sabrina Setlur - Freisein
Sonntag, 17. Mai 2009
Der heilige Stuhl
Konrad kam das erste Mal in den Club, er war von seinem Mentor eingeladen worden. Der Clubraum war groß, mit dunklem Holzboden, Ledersessel, die grossen Fenster boten eine weite Aussicht. So sah also ein Ort der reichen Leute aus.
Etwas schüchtern fragte Konrad bei einem Kellner nach seiner Verabredung, und der Kellner wies ihn zu einem Tisch. Sein Mentor war noch nicht da. Konrad nahm Platz, und wollte sich gleich den Stuhl zurecht rücken damit er eine bessere Übersicht hatte. Doch der Kellner stoppte ihn. Der Stuhl ist heilig und darf nicht bewegt werden! Konrad entschuldigte sich, und schämte sich dafür dass er die Gepflogenheiten dieser Leute nicht kannte.
Später, sein Mentor hatte gerade Platz genommen, bemerkte Konrad dass dieser seinen Stuhl sehr wohl zurecht rückte. Er sah zum Kellner, dieser wartete bis sich der Gast gesetzt hatte und musste auch den verschobenen Stuhl bemerken - aber der Kellner reagierte nicht. Als der Kellner wieder weg war, fragte Konrad seinen Mentor: wie geht das, sind diese Stühle nicht heilig? Der Mentor sah ihn an, musste kurz nachdenken, erinnerte sich an seine Zeit der Initiation, und lachte dann auf. Natürlich sind diese Stühle nicht heilig. Du bist noch unwürdig! Aber das sagt man den Unwürdigen natürlich nicht, sonst würden sie nicht gehorchen wollen.
Tipp: Benedikt XVI. - Grußworte an die Religionsführer Galiläas, 14. Mai 2009
Etwas schüchtern fragte Konrad bei einem Kellner nach seiner Verabredung, und der Kellner wies ihn zu einem Tisch. Sein Mentor war noch nicht da. Konrad nahm Platz, und wollte sich gleich den Stuhl zurecht rücken damit er eine bessere Übersicht hatte. Doch der Kellner stoppte ihn. Der Stuhl ist heilig und darf nicht bewegt werden! Konrad entschuldigte sich, und schämte sich dafür dass er die Gepflogenheiten dieser Leute nicht kannte.
Später, sein Mentor hatte gerade Platz genommen, bemerkte Konrad dass dieser seinen Stuhl sehr wohl zurecht rückte. Er sah zum Kellner, dieser wartete bis sich der Gast gesetzt hatte und musste auch den verschobenen Stuhl bemerken - aber der Kellner reagierte nicht. Als der Kellner wieder weg war, fragte Konrad seinen Mentor: wie geht das, sind diese Stühle nicht heilig? Der Mentor sah ihn an, musste kurz nachdenken, erinnerte sich an seine Zeit der Initiation, und lachte dann auf. Natürlich sind diese Stühle nicht heilig. Du bist noch unwürdig! Aber das sagt man den Unwürdigen natürlich nicht, sonst würden sie nicht gehorchen wollen.
Tipp: Benedikt XVI. - Grußworte an die Religionsführer Galiläas, 14. Mai 2009
Freitag, 15. Mai 2009
Hobby-Gott
Stellen Sie sich vor, Sie sind Hobby-Gott und betreiben in Ihrem Keller ein Universum. Eines Abends als Sie den Statusreport überprüfen, bemerken Sie dass auf einem einzelnen Planeten irgendwo Menschen beginnen sich des Universums bewusst zu werden.
Was tun Sie?
a) Sie laufen hoch zu Ihrer Mutter und berichten Ihr aufgeregt von dem Geschehnis.
b) Sie durcken sich den relevanten Teil des Reports aus, damit Sie beim Stammtisch vor Ihren Kollegen etwas anzugeben haben.
c) Sie wechseln in den Cheat-Mode und initiieren in unauffälliger Entfernung eine Supernova, um den Menschen auf die Sprünge zu helfen.
Musiktipp: Limp Bizkit - Red Light Green Light
Was tun Sie?
a) Sie laufen hoch zu Ihrer Mutter und berichten Ihr aufgeregt von dem Geschehnis.
b) Sie durcken sich den relevanten Teil des Reports aus, damit Sie beim Stammtisch vor Ihren Kollegen etwas anzugeben haben.
c) Sie wechseln in den Cheat-Mode und initiieren in unauffälliger Entfernung eine Supernova, um den Menschen auf die Sprünge zu helfen.
Musiktipp: Limp Bizkit - Red Light Green Light
Dienstag, 5. Mai 2009
Die Zweite Runde
Es war schon Nacht, aber Adam konnte nicht schlafen. Seine Unruhe trieb ihn hinaus in den Wald. Schon lange war er nicht mher hier gewesen, und er war whol auch der einzige Verrückte, der sich um diese Zeit im Wald herumtrieb. Tagsüber war der Wald einfach nur ein Ort an dem Bäume wachsen, aber jetzt, in der Nacht, konnte man noch etwas von der Ohnmacht spüren, welche die Menschen einst vor der Natur hatten. Wer heutzutage gemütlich im Wohnzimmersessel lehnend von alten Märchen liest, oder in der Bibel soche Zeilen wie "Macht euch die Erde untertan", der kann sich kaum noch vorstellen welche Herausforderung dies damals für die Menschen gewesen sein muss.
Heutzutage ist diese Aufgabe weitgehend erfüllt, es gibt kaum noch Bereiche wo Menschen gegen die Übermacht der Natur zu kämpfen hätten. Im Gegenteil, im Stadtleben kommt man kaum noch mit natürlichen Umwelten in Berührung, so gut wie alles ist von den Menschen selbst kontrolliert. Die Kultur definiert jetzt die Umwelt der meissten Menschen - und das nicht immer zu ihrem Vorteil, wie die zunehmenden Zivilisationskrankheiten und der fortschreitende Verlust natürlicher Ressourcen zeigen, ganz abgesehen von Kriegen, Folter, etc. im Namen der Kultur.
Zeit für neue Instruktionen: Macht euch die Kultur untertan. Werdet Herr eurer Geschöpfe, eignet euch Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Medizin, Technik, Kunst uvm. an, damit sie euch gute Diener werden.
Lesetipp: Wikipedia - Kultur
Heutzutage ist diese Aufgabe weitgehend erfüllt, es gibt kaum noch Bereiche wo Menschen gegen die Übermacht der Natur zu kämpfen hätten. Im Gegenteil, im Stadtleben kommt man kaum noch mit natürlichen Umwelten in Berührung, so gut wie alles ist von den Menschen selbst kontrolliert. Die Kultur definiert jetzt die Umwelt der meissten Menschen - und das nicht immer zu ihrem Vorteil, wie die zunehmenden Zivilisationskrankheiten und der fortschreitende Verlust natürlicher Ressourcen zeigen, ganz abgesehen von Kriegen, Folter, etc. im Namen der Kultur.
Zeit für neue Instruktionen: Macht euch die Kultur untertan. Werdet Herr eurer Geschöpfe, eignet euch Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Medizin, Technik, Kunst uvm. an, damit sie euch gute Diener werden.
Lesetipp: Wikipedia - Kultur
Sonntag, 12. April 2009
Der achte Tag der Schöpfung
Nachdem die Menschen die Erde erobert hatten, erkannten sie plötzlich dass sie alleine waren. Sie erschraken und suchten nach ihren Wurzeln. Gott riefen sie. Der erwachte aus seinem Schlaf, sah auf die Wirkung seines Werks und stellte fest das allerlei unbeabsichtigter Unbill entstanden war. Er begann die Menschen zu tadeln, aber die ließen sich das nicht gefallen, schliesslich hatten sie nur seine Schöpfung vollendet. Gott, alt geworden, wollte auch keinen Streit mehr beginnen und meinte: gut, ihr wollt es so, und es ist auch mein Wille. Ab dem heutigen Tag seid ihr selber für die Schöpfung verantwortlich. Ihr dürft euch ab nun erwachsen nennen. So sprach er und verlieh seinen Worten Nachdruck, indem er sich den Menschen unwiederruflich entzog.
Musiktipp: Polarkreis 18 - Allein Allein
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