Donnerstag, 31. Dezember 2009

Doppelleben

Manuel Linsenmacher führte ein krasses Doppelleben.

Als Manuel lebte er einen ganz gewöhnlichen Alltag, führ mit der Strassenbahn zur Arbeit, verbrachte den Tag im Büro, meisst an seinem Arbeitsplatz vor dem Computer oder im Gespräch mit seinen Kollegen.

Und die grösste Aufregung die er je erlebt hatte war, als einmal die Kaffeemaschine kaputt gegangen war.

Als Linsenmacher aber drang er in bislang unbekannte Gebiete der Welt vor, machte neue Entdeckungen, kämpfte gegen die Geister der Unterwelt und strebte danach das ewige Licht an die Oberfläche zu bringen, um die Menschheit in eine hoffnungsvolle Zukunft zu führen.

Tipp: CERN

Mittwoch, 30. Dezember 2009

Glauben, Hoffen, Lieben ... und Fordern

Die Menschen glauben an den freien Markt, auf dem jeder seine Güter handeln konnte, und daran dass durch den freien Handel mit privaten Gütern jeder zu Wohlstand kommen konnte.

Die Menschen hofften auf die Selbstregulierung des freien Marktes, und darauf dass die "unsichtbare Hand" alles zum guten lenken würde.

Die Menschen liebten ihre Gemeinschaft und achteten darauf dass es allen wohl erging. War jemand voller Reichtum, konnte er freigibig die Armen daran teil haben lassen.

Doch dann gab es immer wieder diese bösen Menschen, die habgierig Reichtum aufrafften, die die Nöte anderer Menschen ausnutzten und durch Wucherpreise ihren Reichtum noch weiter steigerten.

Und so war es irgendwann nicht mehr genug, im Gebet die unsichtbaren Hand um allgemeines Wohlergehen zu bitten, sondern die Menschen begannen, von den Wucherern gerechte Preise zu fordern.

Die Wucherer wollten nicht, sie sprachen vom freien Markt, Selbstregulierung und dass es sich um Privatbesitz und Verträge handelte die vom Gesetz geschützt seien.

So kamen die Streitigkeiten vor Gericht, weil manche couragierten Menschen nicht den vollen Wucherpreis zahlten. Der Richter entschied aber dass Wucher ungerecht sei, und die Wucherer verloren ihre Spekulationsgrundlage.

Tipp: Wikipedia - Spekulation (Wirtschaft)

Dienstag, 29. Dezember 2009

Kriegermoral

Die Krieger hatten lange Jahre gekämpft, nur die Sieger waren übrig geblieben, doch ihnen war wenig geblieben. Jeder Sieg forderte Verluste, jede Niederlage war ein Totalverlust. Und so bleib nichts besseres übrig zu tun als das zu bewahren was noch geblieben war, und jeden weiteren Kampf zu vermeiden.

Lesetipp: Der "Totale Krieg"

Montag, 28. Dezember 2009

Eine Welt - Heile Welt

Es gibt so vieles, das die Einheit der Welt bedroht. Atombomben können ganze Länder vernichten, Kündigungen ganze Karrieren, Todesfälle beenden Leben.

Wer tut so etwas, wer lässt so etwas zu? Wie kann es sein dass man von so etwas betroffen wird, wer ist Schuld, an wem kann man sich rächen?

Andererseits, die Welt war schon immer eine, und jede Veränderung, gut oder schlecht, ist ein Teil der Veränderung dieser Welt.

Es gibt nichts an der Welt zu retten, die Welt ist nicht schuld an was auch immer, und der Beitrag der eigenen Handlungen und Entscheidungen zum Werden der Welt ist das was man auch zu verantworten hat.

Gott sorgt für sich und die seinen, und der Mensch soll es ihm gleich tun, dann lebt er im Einklang mit Gott. Weder kann er die Welt beherrschen, noch kann er sich selber nicht beherrschen.

Filmtipp: Heile Welt

Sonntag, 27. Dezember 2009

Kindergott

Brave Kinder, von den Eltern gut gehütet und gepflegt. Ihre Moral ist so, wer den Eltern folgt dem ergeht es gut, wer ihnen aber zuwider handelt wird bestraft.

Wenn man ihnen von Gott erzählt, dem Werden der Welt, dann können sie gleich erkennen was es bedeutet, gottgefällig zu leben. Sie tun es ja. Gott ist der, der Lob oder Tadel austeilt.

Was die Kinder nicht wissen ist dass Gott sie nur deshalb lobt, tadelt, pflegt und hütet, weil die Eltern es tun. Und dass Gott nur deshalb gut ist, weil es die Eltern gut machen.

Was den Kindern auch niemand sagt ist, dass sie eines Tages, wenn sie alt genug dazu sind, selber dazu beitragen müssen dass die Welt so wird wie vereinbart.


Tipp: Religion und Ethik / Moral

Donnerstag, 24. Dezember 2009

Glückliches Privatleben

Immer dem Glück nach. So ging Hans durchs Leben. Er suchte sich eine Arbeit die ihn glücklich machte, suchte sich Menschen in deren Gegenwart er glücklich war, und lebte somit sorglos vor sich hin.

Doch irgendwie begann irgendwann sein Leben zu zerreissen. In der Arbeit musste er sich immer mehr anstrengen um zufrieden zu bleiben, manche Freunde waren langweilig oder garnicht mehr auszuhalten, und er wusste nicht was er noch tun sollte.

Und dann hatte er genug. Sollten die anderen doch ohne ihn glücklich sein, er nahm jetzt sein Glück in die eigene Hand. Er begann sich Sachen zu suchen, die er auch alleine tun konnte um glücklich zu werden, und er suchte sich verschiedene Vereine, wo er sich ausleben konnte.

Und mit der Zeit war es ihm nicht mehr so wichtig, wenn die Arbeit einmal langweiliger war, oder die Freunde einmal garnichts unterhaltsames zu sagen hatten. Er war ja in verschiedenen anderen Bereichen tätig und nicht von einzelnen abhängig. Und so konnte er sich auch als Glücksbote betätigen und ein bisschen Glück von einem Ort zum anderen mitbringen.

Tipp: Das Flow Konzept

Mittwoch, 23. Dezember 2009

Wo der Zufall herkommt

Man sagt, dass beim Würfeln der Würfel zufällig auf einer der 6 Seiten zu liegen kommt.

Lukas wollte das genauer wissen, und so machte er sich auf die Suche nach dem Zufall. Er nahm sich einen Würfel, ein Würfelbrett, und würfelte. Ganz genau schaute er dem Würfen zu, von verschiedenen Seiten... aber nie, nirgends, konnte er etwas finden dass wie ein Zufall gewesen wäre.

Seltsam. Gab es den Zufall garnicht? Oder wo hatte er sich versteckt?

Dann begann er wieder zu würfeln, oftmals hintereinander, und die Ergebnisse der Würfe notierte er auf einem Zettel. Die Zahlen schaute er sich dann an, und es war so, wie man es sagte. Die einzelnen Zahlen kamen in etwa gleich oft vor, aber eine Regelmässigkeit war nicht zu erkennen.

Aber, was hat eine Liste von Zahlen mit dem Zufall zu tun?

Er begann wieder mit dem Würfel zu spielen... Dass der Würfel auf einer der 6 Seiten zu liegen kam, das musste so sein. Wenn er einen Wurf machte, und noch einen, dann hatten die beiden Würfe nichts miteinander zu tun. Das erklärte, wieso man keine Regelmässigkeit erkennen konnte, es gab ja auch nichts wo die hätte her kommen können.

Aha! Zufall ist, wenn man etwas erwartet und aber nicht schon vorher weis ob es kommt, oder, was genau kommt!

Das war jetzt neu. Der Zufall kommt durch das Denken zustande, durch das Merken und Erwarten. Man hätte es auch Überraschung nennen können. Was dann noch als Rätsel blieb war, wieso die Zahlen alle etwa gleich oft vorkommen. Er tat jedenfalls beim Würfeln nichts, um einzelne Zahlen zu bevorzugen. Und der Würfen anscheinend auch nciht, der war ja nach allen Seiten gleich, bis auf die Zahlen.

Vielleicht ist ja auch die Unordnung der Anfangszustand und die interessantere Frage ist, wie denn eine Ordnung zustande käme...

Lesetipp: Grenzenlose Unordnung lässt die Zeit fliessen