Die Menschen werkten und strebten, viele Ziele und Motive hatten sie, Triebe und Bedürfnisse, Lust und Unrast. Es herrschte ein reges treiben, handeln, werken. Reden, zeigen, beeindrucken und beobachten.
Eines Tages kam eine neue Attraktion in die Gemeinde. Ein Ballon der mit heisser Luft gefüllt wurde und mit dem man in die Luft aufsteigen konnte. Die Menschen konnten so ihre Welt von oben betrachten.
Und das erste Mal konnten sie alles sehen, was sie eigentlich taten, nicht nur jeder für sich, sondern das was daraus entstanden war. Plötzlich erkannten sie, dass ihre Verkehrswege eigentlich ungeschickt angelegt waren, dass viele Wohnorte und Arbeitsplätze weit auseinander lagen, aus welchen Gründen auch immer.
Und so begannen sie vorher zu sehen, wie am Ende alles werden sollte, zu planen, was sie bisher einfach so drauf los gebaut und gemacht hatten. Neue Worte erfanden sie, Effizienz, Ästhetik, Ordnung. Es brachte ihnen viele Vorteile, aber auch neue Mühe, weil es nun immer erst erforderlich war, sich mit den Planern abzustimmen wenn man etwas neues unternehmen wollte.
Tipp: Helmut Hille - Emergenz contra Reduktionismus
Sonntag, 19. Juli 2009
Samstag, 18. Juli 2009
Das Ende der Freiheit
Karl war in einem kleinen Dorf aufgewachsen. Er hätte seiner Mutter viel Freude machen sollen, und das Geschäft seines Vaters fortführen sollen. Doch dieses Dorf war ihm zu klein, die Erwartungen erdrückten ihn, er wollte die Freiheit der weiten Welt erleben.
So brach er auf, bereiste viele Länder, traf viele verschiedene Menschen. Er versuchte sich in verschiedenen Jobs, er hatte viele Freundinnen, aber keine wollte er für lange. Sogar ein Haus baute er, um es alsbald wieder zu verlassen.
Er war frei, alles zu tun und alles zu lassen. Er musste nicht tun was er tat, er musste nicht können was er nicht konnte. Da erkannte er, dass er das Ende der Freiheit erreicht hatte. Es gab nichts und niemand mehr von dem er noch mehr seiner einst verlorenen Freiheit zurück erlangen könnte.
Und so konnte er genauso gut in sein Dorf zurück kehren, um zu tun was er wollte.
Musiktipp: Tom Petty - Free Falling
So brach er auf, bereiste viele Länder, traf viele verschiedene Menschen. Er versuchte sich in verschiedenen Jobs, er hatte viele Freundinnen, aber keine wollte er für lange. Sogar ein Haus baute er, um es alsbald wieder zu verlassen.
Er war frei, alles zu tun und alles zu lassen. Er musste nicht tun was er tat, er musste nicht können was er nicht konnte. Da erkannte er, dass er das Ende der Freiheit erreicht hatte. Es gab nichts und niemand mehr von dem er noch mehr seiner einst verlorenen Freiheit zurück erlangen könnte.
Und so konnte er genauso gut in sein Dorf zurück kehren, um zu tun was er wollte.
Musiktipp: Tom Petty - Free Falling
Freitag, 17. Juli 2009
Die unbedingte Liebe
Er nahm sie zärtlich in seine Arme, berührte ihr Gesicht, ihr Haar, ihren Hals. Als sie zu sprechen begann, legte er seinen Finger auf ihre Lippen. Sie sollten ungestört sein.
Ein Rabauke sah die beiden da so innig stehen und rempelte ihn an, fragte sie was sie denn mit dem wolle. Eine Herausforderung. Er ging auf den Rabauken zu, stellte sich ihm entgegen, schaute ihm in die Augen bis jener Angst bekam, zuschlug und dann davonlief. Er lag am Boden als er wieder zu sich kam. Doch den Kampf hatte er nicht verloren, denn er war es nicht der flüchten musste.
Am Abend, sie lagen im Bett, er entkleidete sie langsam. Plötzlich bekam sie einen Schreck, schlug ihn. Er stand auf und ging, verlies sie für immer, denn sonst würde er langsam von ihrzerstört werden. Er schlug zurück, packte sie am Hals, behandelte sie so schlecht dass sie flüchtete sobald sie sich befreien konnte.
Er wusste, eines von beiden musste er tun, um ihr zu zeigen dass seine Liebe frei war. Also stiess er einen ablehnenden Laut aus, schlug zurück, ein bisschen weniger als sie ihn geschlagen hatte. Und dann hatten die beiden einen Grund, sich zu versöhnen.
Musiktipp: Freundeskreis - Mit Dir
Ein Rabauke sah die beiden da so innig stehen und rempelte ihn an, fragte sie was sie denn mit dem wolle. Eine Herausforderung. Er ging auf den Rabauken zu, stellte sich ihm entgegen, schaute ihm in die Augen bis jener Angst bekam, zuschlug und dann davonlief. Er lag am Boden als er wieder zu sich kam. Doch den Kampf hatte er nicht verloren, denn er war es nicht der flüchten musste.
Am Abend, sie lagen im Bett, er entkleidete sie langsam. Plötzlich bekam sie einen Schreck, schlug ihn. Er stand auf und ging, verlies sie für immer, denn sonst würde er langsam von ihrzerstört werden. Er schlug zurück, packte sie am Hals, behandelte sie so schlecht dass sie flüchtete sobald sie sich befreien konnte.
Er wusste, eines von beiden musste er tun, um ihr zu zeigen dass seine Liebe frei war. Also stiess er einen ablehnenden Laut aus, schlug zurück, ein bisschen weniger als sie ihn geschlagen hatte. Und dann hatten die beiden einen Grund, sich zu versöhnen.
Musiktipp: Freundeskreis - Mit Dir
Mittwoch, 15. Juli 2009
Weltklasse sein sollen
Einst war ein kleines Land, das sich selbst schätzte für seine Gemütlichkeit. Nicht dass man dort faul gewesen wäre, man schätzte einfach nur die Qualität der Gemütlichkeit.
Das änderte sich schlagartig, als eine Ministerin feststellte dass das Land im internationalen Ranking nicht den Spitzenplatz einnahm. Das hätte ihr aber gefallen. Also verkündete sie: wir werden Weltklasse.
Was folgte, war... nichts. Ausser dass das Ziel nicht erreicht war, die Gemütlichkeit verpönt wurde und statt dessen Druck, Schuldzuweisung am nicht erreichten Ziel und schärfere Kontrollen eingerichtet wurden.
Tipp: Gunter Dueck - Wie erzeuge ich Schizophrenie?
Das änderte sich schlagartig, als eine Ministerin feststellte dass das Land im internationalen Ranking nicht den Spitzenplatz einnahm. Das hätte ihr aber gefallen. Also verkündete sie: wir werden Weltklasse.
Was folgte, war... nichts. Ausser dass das Ziel nicht erreicht war, die Gemütlichkeit verpönt wurde und statt dessen Druck, Schuldzuweisung am nicht erreichten Ziel und schärfere Kontrollen eingerichtet wurden.
Tipp: Gunter Dueck - Wie erzeuge ich Schizophrenie?
Dienstag, 14. Juli 2009
Das falsche Selbstbewusstsein
Horst hatte es oft gehört, wie die Rede war von Menschen mit Selbstbewusstsein. Es waren immer welche mit Reichtum, Macht, Ansehen.
Und so beschloss er, auch selbstbewusst zu werden. Er arbeitete so viel er konnte, um reich zu werden. Er strebte nach einflussreichen Positionen. Und er tat was er meinte das zu Ansehen verhalf.
Doch irgendwie kam er nicht weiter. Es gab immer Menschen die mehr Geld hatten als er, die ober ihm standen in irgend einer Hierarchie, und nie schaffte er es dass ihn alle anerkannten.
Eines Tages hatte sein Selbstbewusstsein genug von seinen Verirrungen und sprach zu ihm: Geld, Macht, Ruhm - das bin nicht ich, das gehört nicht Dir. Du tust was Du tust, alles andere kommt und geht.
Musiktipp: Christina Stürmer - Ist Mir Egal
Und so beschloss er, auch selbstbewusst zu werden. Er arbeitete so viel er konnte, um reich zu werden. Er strebte nach einflussreichen Positionen. Und er tat was er meinte das zu Ansehen verhalf.
Doch irgendwie kam er nicht weiter. Es gab immer Menschen die mehr Geld hatten als er, die ober ihm standen in irgend einer Hierarchie, und nie schaffte er es dass ihn alle anerkannten.
Eines Tages hatte sein Selbstbewusstsein genug von seinen Verirrungen und sprach zu ihm: Geld, Macht, Ruhm - das bin nicht ich, das gehört nicht Dir. Du tust was Du tust, alles andere kommt und geht.
Musiktipp: Christina Stürmer - Ist Mir Egal
Montag, 13. Juli 2009
Kleines Drama der Tat
Einst war die Tat ein Held gewesen. Grosse Taten wurden gefeiert, kleine Taten gewürdigt, zu wenig Taten gab es nicht.
Doch dann kam die Ordnung und nahm alle Wertschätzung auf sich. Trug eine Tat zur Ordnung bei, wurde die Ordnung bestärkt. Störte eine Tat die Ordnung, wurde die Tat als Untat denunziert.
Und so kam es, dass die Tat immer schwächer wurde und schliesslich aufgab. Die Ordnung forderte mehr und mehr, um sich aufrecht halten zu können, stürzte dann aber zusammen.
Erst da merkte die Ordnung, dass die Tat nicht ihr Feind war sondern ihre Basis, dass sie ohne Tat nicht bestehen konnte. Und so begann die Ordnung die Tat wert zu schätzen, und ihr die Handlungsfreiheit einzuräumen die sie brauchte.
Tipp: Wikipedia - Täter
Doch dann kam die Ordnung und nahm alle Wertschätzung auf sich. Trug eine Tat zur Ordnung bei, wurde die Ordnung bestärkt. Störte eine Tat die Ordnung, wurde die Tat als Untat denunziert.
Und so kam es, dass die Tat immer schwächer wurde und schliesslich aufgab. Die Ordnung forderte mehr und mehr, um sich aufrecht halten zu können, stürzte dann aber zusammen.
Erst da merkte die Ordnung, dass die Tat nicht ihr Feind war sondern ihre Basis, dass sie ohne Tat nicht bestehen konnte. Und so begann die Ordnung die Tat wert zu schätzen, und ihr die Handlungsfreiheit einzuräumen die sie brauchte.
Tipp: Wikipedia - Täter
Donnerstag, 9. Juli 2009
Wie das Leben sein Ziel verlor
Als sich die Wissenschaft für das Werden des Lebens zu interessieren begann, war man fasziniert von der Vielfalt der Lebensformen. Man untersuchte wie die denn zustande gekommen sei, aber man konnte den Grund nicht finden. So zog man sich auf die Position zurück, dass es zufällige Mutationen in den Genen der Lebewesen gäbe, welche zu einer beliebigen Vielzahl an Arten führe, von denen dann eben jene übrig blieben, welche übrig bleiben konnten.
Damit konnten sie ihre Argumente vor den Fachkollegen verteidigen und dieser Ansatz konnte sich etablieren. Auf die Frage vieler Menschen nach dem Ziel des Werdens konnten sie damit aber keine Antwort geben. Und sie wollten auch nicht, weil sie sich von den alten religiösen Vorstellungen absetzen wollten, die ihre Lebenseinstellung noch in die Umwelt gelegt hatten. Deshalb sagten sie einfach, dass die Evolution kein Ziel hätte. Weil ihre Theorie ansonsten so stark war und spektakuläre Ergebnisse brachte, nahm man ihnen das auch ab. Un somit hatten sie auch das Problem der lästigen Fragen gelöst.
Tipp: YouTube - Evolution I - Der Weg ist das Ziel: Wasserwesen (1/5) Doku
Damit konnten sie ihre Argumente vor den Fachkollegen verteidigen und dieser Ansatz konnte sich etablieren. Auf die Frage vieler Menschen nach dem Ziel des Werdens konnten sie damit aber keine Antwort geben. Und sie wollten auch nicht, weil sie sich von den alten religiösen Vorstellungen absetzen wollten, die ihre Lebenseinstellung noch in die Umwelt gelegt hatten. Deshalb sagten sie einfach, dass die Evolution kein Ziel hätte. Weil ihre Theorie ansonsten so stark war und spektakuläre Ergebnisse brachte, nahm man ihnen das auch ab. Un somit hatten sie auch das Problem der lästigen Fragen gelöst.
Tipp: YouTube - Evolution I - Der Weg ist das Ziel: Wasserwesen (1/5) Doku
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