Dienstag, 18. August 2009

Geben um zu Nehmen

Erwin hatte von seinen Lehrern gesagt bekommen, Geben ist seeliger als Nehmen. Und so tat er dies auch, sobald er in der Lage war dies zu tun. Es gab auch Menschen, die das sehr gerne nahmen, was er gab, die ihn dafür lobten, und das gefiel Erwin.

Doch er wurde immer ärmer und ärmer dabei.

Eines Tages reichte es ihm. Er hatte fast nichts mehr, andere, denen er gegeben hatte, hatten es sich mit seinen Gaben gemütlich gemacht, und er war alleine übrig geblieben. Keiner wollte mehr etwas von ihm, denn er hatte ja auch nichts mehr.

So beschloss er, die alten Lehren wegzuwerfen und alles anders zu machen.

Geben um zu Nehmen, das war sein neues Motto. Seine Gaben verschenkte er nicht mehr, sondern er forderte einen angemessenen Preis dafür. Und weil er wusste dass seine Gaben bei manchen Menschen sehr gefragt waren, verlangte er einen hohen Preis. Nun wurde er zwar nicht mehr so gelobt, aber die Menschen wollten wieder etwas von ihm.

Und er wurde wieder reicher dabei.

Tipp: Geben ist seliger denn Nehmen (Volker Faust)

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