Freitag, 6. November 2009

Die Entdeckung des Geheimnisses

Die Wissenschaftler hatten lange Jahre die Welt beobachtet, die
grossen und die kleinen Dinge. Alles hatten sie genau untersucht,
die Zusammenhänge, Gesetzmässigkeiten aufgeschrieben, erprobt
und oftmals verwendet.

Dann waren sie so weit: sie wollten den Lauf der Welt vorhersagen.
Mit grossen Computern begannen sie, Teile der Welt zu simulieren.
Die Entstehung von Sternen, Galaxien, des Universums gar. Schöne
Bilder generierten sie daraus.

Doch als sie begannen, Gegebenheiten zu simulieren, die näher lagen,
die man auch im Alltag beobachten konnte, kamen sie nicht mehr weiter.
Es gab so viele Möglichkeiten, so viele Freiheiten in dem, was
Lebewesen tun konnten.

Selbst so etwas alltägliches wie ein Fussballspiel konnte nicht
vorausberechnet werden. Obwohl es Regeln und Gesetzmässigkeiten gab
nach denen man entscheiden konnte ob eine Simulation realistisch war -
Spielergebnisse konnte man nicht vorausberechnen.

Manche meinten, dass das eben der Unterschied zwischen toter Materie
und lebendigen Wesen sei, doch das wollte man nicht glauben, würde
es doch bedeuten dass Lebewesen aus mehr bestünden als die Materie
die zu erkennen war.

Und so kam man darauf, dass die Materie selbst frei sein musste,
frei, Entscheidungen zu treffen, frei sich in verschiedene Richtungen
zu entwickeln, so wie das bei Lebewesen, bei Menschen, auch der
Fall war, nur dass die Entstehung des Universums, dessen Entscheidungen,
viel langsamer ablief.

Es war ja auch grösser.

Tipp: Netzeitung.de - Astronomen simulieren Entstehung
einer Spiralgalaxie

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