Die Kinder des Kapitalismus waren sehr sparsam aufgewachsen. Sie gönnten sich nur wenig, sparten alles was sie verdienten um es später einmal besser zu haben, und arbeiteten ehrgeizig daran, dieses Ziel auch einmal zu erreichen.
Sie wussten, Kapitalismus bedeutet harte Arbeit.
Andere Kinder des Kapitalismus waren in der Welt des Konsums aufgewachsen, wussten immer was die neuesten und gefragtesten Produkte am Markt waren und wo man am günstigsten das Geld bekommen konnte um sich die Dinge auch zu kaufen. Die Schulden abbezahlen würden sie später, irgendwann.
Sie wussten, Kapitalismus bedeutet Konsum und Schulden.
Tipp: Zeit Online - USA - China: Aus der Balance geraten
Freitag, 8. Januar 2010
Donnerstag, 7. Januar 2010
Opfer und Räuber
Das Opfer tat alles was es konnte, gab alles was gefordert war, völlig selbstlos und nur zum Wohl der Welt (ausser sich selber, aber was war es schon). Konnte es alle Anforderungen erfüllen, war es gut. Sonst schlecht.
Der Räuber wusste wie er mit den Leuten umzugehen hatte, so dass er das Beste für sich heraus holte. Ein starker Auftritt hier, klare Anforderungen dort, ein deutliches Nein da, seltenes Lob für erbrachte Leistungen, und schon waren alle auf Spur.
Tipp: Friedrich Nietzsche - An die Lehrer der Selbstlosigkeit
Der Räuber wusste wie er mit den Leuten umzugehen hatte, so dass er das Beste für sich heraus holte. Ein starker Auftritt hier, klare Anforderungen dort, ein deutliches Nein da, seltenes Lob für erbrachte Leistungen, und schon waren alle auf Spur.
Tipp: Friedrich Nietzsche - An die Lehrer der Selbstlosigkeit
Mittwoch, 6. Januar 2010
Die dunkle Seite der dunklen Seite
Als Johann begonnen hatte zu erkennen, dass die Welt nicht so war wie sie sein sollte, dass es Kriminalität gab, Betrug, Dummheit, Grobheit, Nachlässigkeit, Gewalttätigkeit und noch vieles mehr, verfiel er in grosse Aufregung.
Er begann, in jeder Situation auf etwaige ungereimtheiten zu achten, erkannte viele Probleme die ihm bislang noch nie aufgefallen waren, konnte seine Feine, und auch seine eigenen selbstschädigenden Verhaltensweisen klar erkennen und somit bekämpfen.
Doch je tiefer er in die Welt des Verbrechens und der Verschwörungen eintauchte, desto erdrückender wurde das Leben auch für ihn. Es war sehr belastend, all das schlechte der Welt ständig um sich zu wissen, nie sicher zu sein, sich an kaum etwas erfreuen zu können. Er musste immer auf dem Sprung sein, bereit den nächsten Feind niederzustrecken.
Und so erkannte er den Vorteil dessen, nicht immer alles so genau hinterfragen zu müssen sondern einfach vom Guten auszugehen. Es war auch zu seinem eigenen Schutz. Genauso wie es zu seinem Schutz war, nicht immer vom Guten ausgehen zu müssen sondern, wenn es darauf ankam, auch kriminelle Machenschaften erkennen zu können.
Musiktipp: Billy Ray Chyrus - Achy Breaky Heart
Er begann, in jeder Situation auf etwaige ungereimtheiten zu achten, erkannte viele Probleme die ihm bislang noch nie aufgefallen waren, konnte seine Feine, und auch seine eigenen selbstschädigenden Verhaltensweisen klar erkennen und somit bekämpfen.
Doch je tiefer er in die Welt des Verbrechens und der Verschwörungen eintauchte, desto erdrückender wurde das Leben auch für ihn. Es war sehr belastend, all das schlechte der Welt ständig um sich zu wissen, nie sicher zu sein, sich an kaum etwas erfreuen zu können. Er musste immer auf dem Sprung sein, bereit den nächsten Feind niederzustrecken.
Und so erkannte er den Vorteil dessen, nicht immer alles so genau hinterfragen zu müssen sondern einfach vom Guten auszugehen. Es war auch zu seinem eigenen Schutz. Genauso wie es zu seinem Schutz war, nicht immer vom Guten ausgehen zu müssen sondern, wenn es darauf ankam, auch kriminelle Machenschaften erkennen zu können.
Musiktipp: Billy Ray Chyrus - Achy Breaky Heart
Dienstag, 5. Januar 2010
Organisationsfehler
Die Menschen hatten ihre Wirtschaftstätigkeit in Betrieben organisiert, und ihre Aufgaben spezialisiert. Manche waren als Betriebsleiter tätig, andere als Arbeiter, wieder andere als Berater.
Und dann waren da noch die Politiker. Obwohl von den Menschen gewählt, waren sie doch stark von den Betriebsleitern beeinflusst, da diese das meisste Geld hatten und ganz eindeutig die Wichtigsten für die Wirtschaft waren.
Und so kam es, dass die Politiker auf geheiss der Betriebsleiter Gesetze erliessen so dass Betriebe Arbeiter einfach einstellen und wieder entlassen konnten, ganz nach ihrem Bedarf. Die Arbeitslosen wurden von Versicherungsgeldern bezahlt, aber weder die Betriebe noch die Arbeiter zahlten gerne dafür.
So wurden die Arbeitslosen als Sozialschmarotzer diffamiert und nach und nach wurde ihnen die Lebensgrundlange entzogen. Es konnte ja nicht sein, dass Menschen, die nichts arbeiteten, Geld bekamen, während man selber hart arbeiten musste um das Geld für den eigenen Lebensunterhalt zu verdienen.
Die Betriebsleiter freuten sich, denn die Arbeiter waren nun sehr darauf fixiert, entweder einen Arbeitsplatz zu bekommen, oder, wenn sie einen hatten, diesen nicht wieder zu verlieren. Sie taten viel mehr als vereinbart war, und akzeptierten auch Lohnsenkungen, aus Angst, sonst den Arbeitsplatz und ihre Lebensgrundlage zu verlieren.
Und so verloren nach und nach die Menschen an Lohneinkünften, die Betriebe konnten weniger von ihren Produkten verkaufen, die Löhne sanken weiter, mehr Menschen wurden arbeitslos, der Druck auf die Arbeitslosen stieg weiter, nur den Betriebsleitern wurde immer mehr bezahlt, da sie einen sehr harten Job hatten und eine grosse Autorität gegenüber den Arbeitern brauchten um die notwendigen Maßnahmen durchzusetzen.
In der Krise blieb dann nichts anderes übrig als staatliche Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen einzusetzen, um die Menschen nicht verzweifeln zu lassen. Es begann eine wirtschaftlich schwierige Zeit, aber die Menschen konnten nicht riskieren, wieder in die alten Muster der Ausgrenzung zu fallen und sich dabei selber zu schädigen.
Lesetipp: Böckler Boxen - Mehr Flexibilität, weniger Arbeitsplätze
Und dann waren da noch die Politiker. Obwohl von den Menschen gewählt, waren sie doch stark von den Betriebsleitern beeinflusst, da diese das meisste Geld hatten und ganz eindeutig die Wichtigsten für die Wirtschaft waren.
Und so kam es, dass die Politiker auf geheiss der Betriebsleiter Gesetze erliessen so dass Betriebe Arbeiter einfach einstellen und wieder entlassen konnten, ganz nach ihrem Bedarf. Die Arbeitslosen wurden von Versicherungsgeldern bezahlt, aber weder die Betriebe noch die Arbeiter zahlten gerne dafür.
So wurden die Arbeitslosen als Sozialschmarotzer diffamiert und nach und nach wurde ihnen die Lebensgrundlange entzogen. Es konnte ja nicht sein, dass Menschen, die nichts arbeiteten, Geld bekamen, während man selber hart arbeiten musste um das Geld für den eigenen Lebensunterhalt zu verdienen.
Die Betriebsleiter freuten sich, denn die Arbeiter waren nun sehr darauf fixiert, entweder einen Arbeitsplatz zu bekommen, oder, wenn sie einen hatten, diesen nicht wieder zu verlieren. Sie taten viel mehr als vereinbart war, und akzeptierten auch Lohnsenkungen, aus Angst, sonst den Arbeitsplatz und ihre Lebensgrundlage zu verlieren.
Und so verloren nach und nach die Menschen an Lohneinkünften, die Betriebe konnten weniger von ihren Produkten verkaufen, die Löhne sanken weiter, mehr Menschen wurden arbeitslos, der Druck auf die Arbeitslosen stieg weiter, nur den Betriebsleitern wurde immer mehr bezahlt, da sie einen sehr harten Job hatten und eine grosse Autorität gegenüber den Arbeitern brauchten um die notwendigen Maßnahmen durchzusetzen.
In der Krise blieb dann nichts anderes übrig als staatliche Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen einzusetzen, um die Menschen nicht verzweifeln zu lassen. Es begann eine wirtschaftlich schwierige Zeit, aber die Menschen konnten nicht riskieren, wieder in die alten Muster der Ausgrenzung zu fallen und sich dabei selber zu schädigen.
Lesetipp: Böckler Boxen - Mehr Flexibilität, weniger Arbeitsplätze
Montag, 4. Januar 2010
Menschenwerk
Als die Menschen begannen, das Werk Gottes zu übernehmen, mit dem Auftrag es in ihrem Sinn weiter zu verändern, waren sie erstmal sehr zaghaft.
Die Erde war doch ein paradiesisch guter Ort, und sie wussten kaum was noch zu verbessern wäre. Vielmehr begannen sie zu fürchten, dass sie sich selbst das Werk Gottes kaputt machen würden, und so getrauten sie sich anfangs nur sehr wenig an Veränderung zu.
Vielmehr waren sie noch damit beschäftigt, das Werk Gottes zu bestaunen. Sie bewunderten ihn als grossen Schöpfer, lobten die Vielfalt seiner Werke, sahen in allem das Gute. Ihre eigenen Werke erschienen ihnen dagegen klein, sie selbst sahen sich als schwach, unwürdig, und so waren sie darauf bedacht zu bewahren was man ihnen übergeben hatte.
Doch sie konnten garnicht anders als die Erde weiter zu verändern, und so begannen sie nach dem zu suchen was ihre Bedürfnisse stillte; was ihnen Erfolg und Freude bereitete. Zusehends waren sie stolz auf sich und nahmen sich immer grössere Schritte vor.
Doch je mehr Einfluss sie nahmen, desto mehr selbst verursachte Probleme begannen sich auch zu zeigen. Und so erschraken die Menschen über ihre eigene Bosheit, begannen sich gegenseitig der Schuld zu bezichtigen, der Sünde gegen Gott. Es war aber schwierig zu klären, was denn nun eine Sünde gegen Gott war und was nur der Neid auf die Erfolge des anderen.
Erst langsam begannen die Menschen sich selber, ihre Fertigkeiten und ihr Wirken auf der Erde besser einzuschätzen. Und aus ihren Fehlern konnten sie lernen, was unter welchen Umständen ungünstig gewesen war, und aus ihren Erfolgen, was unter welchen Umständen günstig gewesen war, für ihr Leben auf der Erde. Und welchen Beitrag sie zur Entstehung der Welt leisteten.
Tipp: Dinge, die die Welt bewegen...
Die Erde war doch ein paradiesisch guter Ort, und sie wussten kaum was noch zu verbessern wäre. Vielmehr begannen sie zu fürchten, dass sie sich selbst das Werk Gottes kaputt machen würden, und so getrauten sie sich anfangs nur sehr wenig an Veränderung zu.
Vielmehr waren sie noch damit beschäftigt, das Werk Gottes zu bestaunen. Sie bewunderten ihn als grossen Schöpfer, lobten die Vielfalt seiner Werke, sahen in allem das Gute. Ihre eigenen Werke erschienen ihnen dagegen klein, sie selbst sahen sich als schwach, unwürdig, und so waren sie darauf bedacht zu bewahren was man ihnen übergeben hatte.
Doch sie konnten garnicht anders als die Erde weiter zu verändern, und so begannen sie nach dem zu suchen was ihre Bedürfnisse stillte; was ihnen Erfolg und Freude bereitete. Zusehends waren sie stolz auf sich und nahmen sich immer grössere Schritte vor.
Doch je mehr Einfluss sie nahmen, desto mehr selbst verursachte Probleme begannen sich auch zu zeigen. Und so erschraken die Menschen über ihre eigene Bosheit, begannen sich gegenseitig der Schuld zu bezichtigen, der Sünde gegen Gott. Es war aber schwierig zu klären, was denn nun eine Sünde gegen Gott war und was nur der Neid auf die Erfolge des anderen.
Erst langsam begannen die Menschen sich selber, ihre Fertigkeiten und ihr Wirken auf der Erde besser einzuschätzen. Und aus ihren Fehlern konnten sie lernen, was unter welchen Umständen ungünstig gewesen war, und aus ihren Erfolgen, was unter welchen Umständen günstig gewesen war, für ihr Leben auf der Erde. Und welchen Beitrag sie zur Entstehung der Welt leisteten.
Tipp: Dinge, die die Welt bewegen...
Sonntag, 3. Januar 2010
Selbsterkenntnis 2.0
Gott wirbelte umher, frei und ungebunden. Es war ein tolles Leben, so ungebunden, doch irgendwie fühlte er sich auch allein, und in einer Stunde des zweifels fragte er sich, was das alles denn sollte.
Und als er auf die Erde traf, ein schöner Ort, friedlich, aber für ihn war das alles viel zu langsam, er wusste dass man mehr daraus machen konnte.
Und so ging er gleich voller Vehemenz daran, alles nach seinem Willen umzugestalten. Ziemlich grob war er anfangs, was ihm nicht passte schob er geringschätzend zur Seite, was sich ihm widersetzte stiess er nieder.
Erst langsam, als die Erde durch sein Werk mehr und mehr seinem Willen entsprach, wurde er ruhiger, begann sanfter mit seinem Werk umzugehen; er wollte jetzt nicht mehr alles gleich wieder zerstören, was er aufgebaut hatte.
Und irgendwann setzte er sich dann zur Ruhe, und blickte zurück auf sein Werk. Er erinnerte sich daran wie die Erde vor ihm gewesen war, in seinen Augen damals ein Haufen Elend, und betrachtete den Unterschied zum jetzigen Zustand. Mittlerweile wusste er schon, dass sein Werk nur ein Beitrag war, zu dem was er vorgefunden hatte, und was andere nach ihm würden weiter führen.
Tipp: Wikipedia - Erdzeitalter
Und als er auf die Erde traf, ein schöner Ort, friedlich, aber für ihn war das alles viel zu langsam, er wusste dass man mehr daraus machen konnte.
Und so ging er gleich voller Vehemenz daran, alles nach seinem Willen umzugestalten. Ziemlich grob war er anfangs, was ihm nicht passte schob er geringschätzend zur Seite, was sich ihm widersetzte stiess er nieder.
Erst langsam, als die Erde durch sein Werk mehr und mehr seinem Willen entsprach, wurde er ruhiger, begann sanfter mit seinem Werk umzugehen; er wollte jetzt nicht mehr alles gleich wieder zerstören, was er aufgebaut hatte.
Und irgendwann setzte er sich dann zur Ruhe, und blickte zurück auf sein Werk. Er erinnerte sich daran wie die Erde vor ihm gewesen war, in seinen Augen damals ein Haufen Elend, und betrachtete den Unterschied zum jetzigen Zustand. Mittlerweile wusste er schon, dass sein Werk nur ein Beitrag war, zu dem was er vorgefunden hatte, und was andere nach ihm würden weiter führen.
Tipp: Wikipedia - Erdzeitalter
Freitag, 1. Januar 2010
Verlorene Seele
Die Menschen rangen darum, sich ein Ziel zu geben, um ihre Gesellschaft weiter zu bringen. Denn es war ihnen schlecht ergangen in der letzten Zeit, hier und dort aufkommende Unternehmungen konnten nie lange bestehen, ohne gemeinschaftliche Unterstützung.
Und so schwörten sie sich auf einen Glauben ein, sie wollten es sich besser machen. Das war aber ganz und garnicht einfach, es gab viele verschiedene Interessen zu vereinen, viele Widerstände zu überwinden. Und so ging man mit den Ungläubigen garnicht zimperlich um.
In dieser Zeit kam auch ein neuer Mensch mit in die Gesellschaft. Er war auf der Suche nach Freuden, er suchte Sympathie und Kontakte. Doch was er vorfand erfüllte ihn mit grossem Schrecken. Die Menschen machten einander Vorwürfe, Misstrauten einander, Neuankömmlinge wurden nicht etwa Wilkommen geheissen sondern argwöhnisch untersucht.
Und so konnte er nie wirklich ein Teil dieser Gesellschaft werden. Er versuchte nur, sich unauffällig zu benehmen, irgendwie in dem ganzen Chaos durchzukommen, für sich allein. Auch an den Unternehmungen beteiligte er sich, es brachte auch gewisse Fortschritte mit sich, aber es gab niemand mit dem er diese hätte teilen können, zu gross die Gefahr dass jemand einen Fehler fand und man ihn aus der Gesellschaft ausschloss, an der er aber nie wirklich beteiligt gewesen war...
Musiktipp: Yael Naim - New Soul
Und so schwörten sie sich auf einen Glauben ein, sie wollten es sich besser machen. Das war aber ganz und garnicht einfach, es gab viele verschiedene Interessen zu vereinen, viele Widerstände zu überwinden. Und so ging man mit den Ungläubigen garnicht zimperlich um.
In dieser Zeit kam auch ein neuer Mensch mit in die Gesellschaft. Er war auf der Suche nach Freuden, er suchte Sympathie und Kontakte. Doch was er vorfand erfüllte ihn mit grossem Schrecken. Die Menschen machten einander Vorwürfe, Misstrauten einander, Neuankömmlinge wurden nicht etwa Wilkommen geheissen sondern argwöhnisch untersucht.
Und so konnte er nie wirklich ein Teil dieser Gesellschaft werden. Er versuchte nur, sich unauffällig zu benehmen, irgendwie in dem ganzen Chaos durchzukommen, für sich allein. Auch an den Unternehmungen beteiligte er sich, es brachte auch gewisse Fortschritte mit sich, aber es gab niemand mit dem er diese hätte teilen können, zu gross die Gefahr dass jemand einen Fehler fand und man ihn aus der Gesellschaft ausschloss, an der er aber nie wirklich beteiligt gewesen war...
Musiktipp: Yael Naim - New Soul
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