Mittwoch, 24. Februar 2010

Objektiv gesehen

Ein Bankangestellter brach tot zusammen, nachdem eine Kugel seinen Körper an einer kritischen Stelle durchdrungen hatte. Die Ursache dafür war eine Explosion in einer Pistole, welche die Kugel, durch den Lauf der Pistole gelenkt, auf das Opfer geschossen hatte. Die Ursache dafür wiederum war, mittels dem Auslösemechanismus der Pistole, die Bewegung eines Fingers, welcher seinerseits durch eine komplexe Konfiguration neuronaler Muster im Nervensystem des Menschen zustande kam, welcher zuvor in die Bank eingetreten war und die Worte "Geld oder Leben" ausgesprochen hatte.

Objektiv gesehen kann man also sagen, dass der hier als Bankräuber und Mörder beschuldigte Mensch an dem Vorfall keinerlei subjektive Beteiligung hatte, weshalb diese Anschuldigung samt den dahinter stehenden Moralvorstellungen als veraltet und wissenschaftlich unhaltbar zurückgewiesen werden muss.

Lesetipp: heise online - Revolutionieren die Neurowissenschaften das Menschenbild und das Strafrecht?

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