Josef und Jesus saßen auf einem grossen Steinblock am Berggipfel, und beobachteten den Sonnenuntergang. Weit konnte man über das Land sehen, es war eine wüste Gegend, nur ab und zu einige Büsche. Und natürlich entlang des Flusses, mit dem durchzog ein grüner Streifen die Ebene.
Jesus fragte: Vater, wie kommt es eigentlich, dass entlang des Wassers so viele Pflanzen wachsen, aber draussen in der Wüste keine?
Josef antwortete: Mein Sohn, die Pflanzen brauchen Wasser, um Leben zu können. Einige wenige können mit ganz wenig Wasser auskommen, und die wachsen dann auch in der Wüste.
Jesus fragte weiter: Vater, wo kommt das Wasser des Flusses her?
Josef antwortete: Mein Sohn, das Wasser des Flusses entstammt den Quellen der Erde, die man findet wenn man dem Fluss bis an seinen Anfang folgt. Und es entstammt dem Wasser des Regens, das vom Boden aufgenommen wird und dann im Boden dem Fluss zufliesst.
Jesus fragte noch weiter: Vater, wie kommt es überhaupt, dass es Pflanzen gibt die wachsen, dass Wasser da ist das fliest?
Josef antwortete geduldig: Das ist eine grosse Frage, mein Sohn. Wir Menschen glauben, dass die Erde einst so wüst war wie die Ebene da, ohne Pflanzen, ohne Wasser, und auch ohne Licht. Und wir glauben, dass Gott die Erde zum Leben erweckt hat, dass er das Licht, das Wasser und all die Geschöpfe die Du kennst und noch nicht kennst geschaffen hat.
Jesus war verwirrt: Vater, ich habe schon oft von Gott reden gehört, aber was ist Gott?
Josef dachte kurz an lange, ergebnislose Diskussionen im Kreis der Gelehrten und antwortete dann: Mein Sohn, Gott ist der Name für das Geheimnis des Lebens.
Jesus schaute wieder auf den Sonnenuntergang und wie er das Land in dem sie lebten mit immer länger werdenden Schatten bedeckte. Er sah eine Schar Vögel über den Abendhimmel ziehen, und eine der Schafherden, die immer erst in den Abendstunden mit ihren Wanderschaften begannen.
Tipp: Geistesnahrung - Gott/Seele/Universum
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