Samstag, 6. Februar 2010

Hebelwirkung

Einst, als die Menschen noch wenige waren, hatten sie sich alle jeden Sonntag versammelt, um zu besprechen was ihnen gemeinsam war, auch um gemeinsame Ziele zu vereinbaren, an denen sie dann die Woche über arbeiteten.

Seit sie mehr geworden waren, konnten sie sich nicht mehr alle am selben Ort versammeln. Sie teilten sich daher auf, und jede Teilgemeinschaft sandte einen Repräsentanten auf die Versammlung der Versammlungen.

Aber die Vereinbarungen, die von dort kamen, wurden oft nicht eingehalten. Zu viele waren dagegen, weil sie nicht selber dabei waren bei den Abstimmungen. Die Versammlung der Versammlungen wurde zunehmend unwirksam.

Man beriet, was zu tun sei. Mit Gewalt gegen die Abweichler vorgehen konnte man nur wenn es um Verbote ging, das wurde auch von allen akzeptiert, und so erfand man Strafgerichte und Schauprozesse, auf dass alle Menschen sehen konnten was bei Strafe verboten war.

Doch für positive Veränderungen musste man sich etwas anderes einfallen lassen. Und das war die Geburtsstunde der Auszeichnungen, Förderungen und anderer Anreizsysteme, mit deren Hilfe die Gemeinschaft sich selber dazu brachte das zu tun was sie tun wollte.

Tipp: franz josef bemerkt das weltgeschehen - über esel und karotten

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