Donnerstag, 8. Oktober 2009

Destraktion

Nachdem der Krieg beendet war und die Menschen wieder an die Zukunft denken konnten, begannen sie die alten Aufzeichnungen aufzuarbeiten, um das verlorene Wissen wieder zu erlangen.

Aber vieles konnten sie nicht verstehen. Sie hatten schon gelesen, dass es ihre Vorfahren darauf angelegt hatten, die Natur zu studieren und nur darzustellen, was sie vorfanden. Dennoch blieb vieles rätselhaft.

So fanden Sie etwa, dass nach den alten Schriften die Gravitation etwas besonders wichtiges sein musste. Nur, sie konnten keine Gravitation entdecken. Nichts derart übermächtiges, dass die Dinge so antreiben oder lenken hätte können wie es von der Gravitation geschrieben stand.

So kamen sie zur Erkenntnis, es gibt keine Gravitation. Das war nur ein Irrglaube gewesen, einer von denen, welche zu den leidvollen Kriegen geführt hatte, und der jetzt überwunden werden musste.

Und so suchten sie nach der Energie in den Dingen, nach den Quellen deren Strebens nach Zusammenhalt und nach Freiheit, nach den Verhaltensweisen welche Energie freisetzten und welche Energie blockierten, und nach Ordnungen welche die Gesamtenergie eines Systems optimierten.

Tipp: Wikipedia - Abstraktion

Dienstag, 6. Oktober 2009

Feindesliebe

Jesus liebte alles. Er nahm alles hin, jede Verletzung die ihm die Welt zufügte - er wusste, es waren nur die Schwächen der Welt, die dazu führten dass man ihn so behandelte. Deshalb nahm er geduldig das Leid der Welt auf sich, und er war stolz dabei.

Bis er nicht mehr konnte.

Bis seine Seele nach Rache trachtete und nach ihren Feinden suchte. Bis er erkannte, wie schrecklich die Menschen miteinander umgingen, wie nachlässig, misstrauisch, missachtend. Es war als ob er die Büchse der Pandorra geöffnet hätte, als sich sein Bewusstsein für alle Schrecken der Welt öffnete, die er bislang unbeachtet gelassen hatte in seinem Bestreben alles zu lieben.

Er sann auf Blutrache.

Alle Menschen die ihm bösen getan hatten, alle Menschen die anderen böses taten, waren seine Feinde. Er wollte die Gotteshäuser der falschen Menschen in die Luft sprengen, die dort heilige Texte beteten aber schon in der nächsten Minute genau das Gegenteil dessen taten was sie gesagt hatten. Er wollte die Anführer erschlagen, die Kriege anzetelten oder einen ihrer Gefolgsleute schlecht behandelten.

Bis er erkannte: Wir sind es.

Die Menschen tun das, was sie können. Auch wenn manche mehr erwarten, andere weniger. Auch wenn viele nicht wissen welche Wirkungen ihre Taten auf andere haben. Auch wenn viele in ihrer Not sich nicht anders zu helfen wissen als sich an dem kleinsten Erfolg, den sie erlangen können festzuhalten. Wenn sich die Menschen gegenseitig verletzen können sie es nicht bemerken weil sie sich selber Feind sind. Wir sind Kinder der Not.

Und er war einer von ihnen.

Einer in der besonders glücklichen Lage, keine derartige Not erlebt zu haben dass er andere ausnutzen hatte müssen. Und einer der deshalb die Freiheit und die Pflicht hatte, etwas zu tun um eine Verringerung des Leides herbeizuführen, das er selber kannte, jene Verhaltensweisen von denen er wusste dass sie Schaden anrichteten. Und auf eine Weise, dass er nicht die Menschen in Not bekämpfte und so ihre Not noch verstärkte, sondern dass er etwas tat um ihre Not zu verringern.

So liebte er seine Feinde wirklich.

Und er tat es, weil es ihm ein eigenes Bedürfnis war, weil er so ein eigenes Ziel hatte von dem er wusste dass es sich zu erreichen lohnte. Es war nicht etwas das andere vorgaben zu brauchen, sondern etwas Von dem er selber wusste dass es grosse Wertschöpfung bringen würde, für ihn und alle künftigen Menschen in einer ähnlichen Situation.

So wurde er zum Heiland.

Tipp: Heilung traumatischer Erfahrungen

Montag, 5. Oktober 2009

Nur die Stärksten überleben

Das Streben nach Stärke war ihnen im Blut. Alle anderen dominierten sie, sie erkannten jede Schwäche und nutzten diese aus um sie zu unterwerfen. Und auch untereinander griffen sie jede erkannte Schwäche an. Deshalb zeigte niemand Schwäche, solange er sie verdecken konnte.

Sie hielten sich für unverwundbar. Sie waren sich gegenseitig Feind. Sie konnten keinen Sinn erkennen, wofür sie ihre Stärke einsetzen sollten, ausser, ihre Stärke immer weiter auszubauen und ihre Schwächen zu verbergen so gut es ging.

Und so wurden ihre Schwächen heimlich immer grösser, so lange bis sie stärker als die Stärken waren. Dann war es ihnen nicht mehr möglich, sie zu verbergen. Erst fielen nur wenige auf, die wie immer sofort ausgeschlossen wurden. Aber als es immer mehr wurden, konnten sie sich das nicht mehr leisten. Dann hatten sie sich selbst bezwungen.

Tipp: wellnesswelt24.de - Nur die Stärksten überleben?

Sonntag, 4. Oktober 2009

Wie Sie höhere Ziele erreichen

Management ist eine Kunst, der Wettbewerb um die besten Leute ist hart, es wird einem nichts geschenkt, und Sie müssen sich gegenüber ihren Konkurrenten absetzen. Wir zeigen Ihnen hier, wie Sie das auf ehrliche Art und weise tun können, nämlich indem Sie Ihrer ureigenen Aufgabe als Manager nachkommen und Ihre Mitarbeiter zu Höchstleistungen antreiben.

Was Sie dazu tun müssen:

1. Setzen Sie showtaugliche Ziele, bspw., den Gewinn um 10 % steigern, die Weltspitze erreichen, usw. In den Himmel kommen wurde übrigens bereits abgenutzt, das geht nicht mehr. Generell sind alle Ziele tauglich, bei denen man von jemand anderem etwas bekommen will.

2. Setzen Sie Lohn aus auf die Zielerreichung, und Strafe auf die Zielverfehlung. Z.B. durch emotionale Gesten, soziale Akzeptanz oder Diskriminierung, oder monetär durch Boni bzw. Kredit und Zins.

3. Steigern Sie die Dosis schrittweise, sowohl was die Ziele betrifft als auch was Lohn und Strafe betrifft. Hilfreich ist, wenn Sie das in einer Gruppe tun kann, so dass der Eindruck entsteht dass dieses Verhalten ganz normal sei, und zusätzlich ergibt sich dadurch eine Wettbewerbssituation.


Was Sie vermeiden sollten:

1. Auf keinen Fall die Aufmerksamkeit darauf lenken, was derzeit läuft - das würde nur dazu führen dass "Realisten" mit Argumenten wie "das ist unrealistisch" kommen können, oder - noch schlimmer - dass sie konkrete Verbesserungsvorschläge machen. Das würde aber Ihre Zielgebungsautorität untergraben. Die Ziele müssen deshalb von den Tätigkeiten ablenken.

2. Lohn und Strafe müssen so gewählt werden, dass sie etwas sind das Sie selbst haben, das aber andere brauchen. Wiederum gilt, Lohn und Strafe dürfen keinesfalls mit den erreichbaren Zielen zu tun haben, sonst könnten die Mitarbeiter bemerken, dass sie sich den Lohn oder die Strafe selbst verdienen, und dann hätten Sie die Kontrolle verloren.

3. Nie zu viel Lohn! Das macht die Mitarbeiter faul, selbstsicher, verleitet sie dazu sich selbst ein Bild von der Lage zu machen. Besser zu viel Strafe, denn wer erstmal' gefangen ist, läuft wenigstens nicht mehr so schnell weg. Ausnahme: die "Besten", jene von denen es zu wenige am Arbeitsmarkt gibt. Mit diesen Verhält es sich genau umgekehrt, man hält sie mit möglichst viel Lohn bei Laune. Strafe ist hier zu vermeiden, das würde sie evtl. zum Zweifeln und in weiterer Folge zum Nachdenken bringen darüber was sie eigentlich tun.

4. Zur nachhaltigen Zielerreichung ist es wichtig, Lohn und Strafe so zu verteilen, dass die Mitarbeiter keinen Zusammenhang herstellen können zu dem, was sie getan haben. Sie können sonst beginnen jene Aufträge, auf die immer Strafe folgt, abzulehnen, und bei jenen auf die immer Lohn folgt, Lohnforderungen zu stellen. Das würde Ihre Position schwächen und in den Stillstand führen.

Behalten Sie alles im Griff!

Tipp: Liebesleben in den Griff bekommen: Affären-Management für Single-Männer

Samstag, 3. Oktober 2009

Die Grüne Wende

Es war im Reich der Mitte, zu der Zeit als das Land einen grossen Sprung vorwärts gemacht hatte um sich mit den Mitteln der anderen modern zu organisieren. Rasch zeigte sich, dass man damit dem entfesselten Treiben nicht gewachsen war. Die übernommenen Mittel führten zu Schuld und Zerstörung, wie es das ehemals so schöne Reich nie gekannt hatte und auch nicht beibehalten wollte. Die anderen mussten die Überforderung ihrer Mittel einsehen und sagten: "Wir können nicht mehr für euch tun. Ihr müsst euch jetzt selbst helfen."

Tipp: manager-magazin - Ökotechnik: das grüne Jahrhundert

Freitag, 2. Oktober 2009

Anti-Autoritär

Stellen Sie sich vor, Sie sind eine von öffentlichen Mitteln geförderte Autorität und gewohnt, den Menschen zu sagen was Sache ist.

Etwa so:
* Die Erde ist eine Scheibe
* Die Wirtschaft wird in diesem Halbjahr um 2 % wachsen
* Die Lichtgeschwindigkeit ist konstant
* Gentechnisch veränderte Lebensmittel sind kein Problem
* Das Weltklima wird sich in 100 Jahren um 2 ° erwärmen

Bei Nachfragen und in Diskussionen bestehen Sie so lange und eindringlich auf Ihrer Meinung, bis die anderen zustimmen oder zumindest aufgeben. Jene, die dies partout nicht tun wollten, disqualifizieren Sie Kraft Ihrer Autorität als dumm und ungebildet.

Doch plötzlich wollen Ihnen die Menschen nicht mehr glauben, statt dessen kürzen sie bei jeder dogmatischen Aussage, welche sie nicht an Ihrem Wissen Anteil haben lässt bzw. welche die Ansichten der Menschen missachtet, die öffentlichen Mittel.

Was tun Sie?

Tipp: kultur online - Deutungshoheit

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Modellleben

Die Menschen wollten sich selbst verbessern. Sie machten sich ein Modell vom idealen Menschen, und strebten danach, dies zu verwirklichen.

Es war eine gute Idee, brachte Veränderung in ihre Gemeinschaft, sie hatten wieder einen Anreiz, ein Ziel. Das war nötig geworden, denn das ruhige Leben zuvor hatte zwar den alten und schwachen Menschen gefallen, aber die jüngeren, voller Energie die sie nicht einsetzen konnten, waren unzufrieden und aufsässig geworden.

Also hatten sie sich ihren idealen Menschen gemacht, dort alles Gute hinein gepackt, das sie sich wünschten, liessen alles weg das sie nicht mehr haben wollten. Hilfsbereitschaft für die Schwächeren, Mut und Einsatzbereitschaft für die Stärkeren, Höflichkeit und andere Tugenden für alle.

Von Anfang an ging es ihnen sehr gut damit, das Modell war gut gewählt, das so koordinierte verhalten führte zu einer Verbesserung für alle Beteiligten. Man begann also, das Modell noch zu verstärken, es wurden Anreize gesetzt, Lohn für jene welche sich besonders Vorbildhaft verhielten, Strafe für jene welche sich abweichend verhielten.

Aber mit der Verstärkung der Durchsetzungsmethoden begannen auch die Schwierigkeiten. Manche begannen, das Modell zu ihren Gunsten zu beeinflussen, sich so Vorteile gegenüber allen anderen zu verschaffen. Nachdem das zu oft passiert war, musste man eine zentrale Verwaltung des Modells errichten. Es wurde in einem heiligen Schrein verwahrt und gut gehütet.

Das ging für eine Weile gut, aber langsam schlich sich wieder vermehrt Unzufriedenheit ein. Immer mehr Menschen vertrauten nicht mehr auf die Kraft des Modells, begannen zu rebellieren, kehrten sich überhaupt von der Verbesserung des Menschen ab und suchten ihr Heil in der Verbesserung ihrer Lebensumstände. Konflikte regelten sie nicht mehr per Verweis auf das Modell sondern durch Gesetze und Verträge. Wobei sie aber für die gerechte Gestaltung der Gesetze sehr wohl das Modell vom Menschen verwendeten, aber das ist eine andere Geschichte.

Nur ein kleiner Rest von Modellgläubigen bleib übrig, aber diese konnten kaum mehr ihre ursprüngliche Kraft entfalten. Es hatten sich nämlich im Laufe der Zeit die Lebensumstände verändert, nur war ihnen das nie aufgefallen, weil sie immer nur auf das Modell geachtet hatten. Und so waren sie in einem inneren Konflikt gefangen, einerseits straften sie sich selbst, wenn sie vom Modell abwichen, andererseits strafte sie das Leben, wenn sie sich unangemessen verhielten.

Tipp: Wikipedia - Beichte