Donnerstag, 4. März 2010

Freie Rede

Jörg wollte ein grosser Redner werden. Schon als Kind fiel es ihm leicht, grosse Worte zu schwingen. Doch schon bald merkte er, dass sich die Eltern fürchteten vor dem, was er sagte. Also hörte er auf, selber zu sprechen und beantwortete nur noch Fragen oder sprach, was er gehört hatte das andere auch sprachen ohne dabei Angst und Schrecken hervorzurufen.

So war Jörg immer als stilles Kind bekannt, und sogar er selber hatte vergessen dass er ein grosser Redner werden wollte.

Doch irgendwann packte es ihn dann wieder, und er fand bei in einem neuen Freundeskreis die Gelegenheit zum mitreden in lebhaften Diskussionen. Und hier machte er die Erfahrung dass er sagen konnte was er wollte, niemand fürchtete sich, es gab höchstens Gelächter, Widerspruch und kritische Fragen zu dem was er sagte.

Und erst da, wo man nicht so wichtig nahm was er sagte, konnte er wirklich frei reden, und üben so zu reden dass er verstanden wurde.

Lesetipp: Die Entdeckung der Rhetorik als fundamentale Bildung

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