Die Menschen, auf der Suche nach mehr Wert, hörten von Goldfunden in einem noch unbesetzten Gebiet. Sie hörten das gerne, entfachte es doch den Traum, schnell sehr reich zu werden.
Und so kursierten auch bald Geschichten von Leuten die grosse Goldfunde gemacht hatten, die Menschen erzählten sich diese Geschichten, um ihren Traum weiter aufzubauen. Von den vielen erfolglosen Suchen ward deshalb auch noch nichts erzählt.
In grosser Zahl brachen sie auf, jene die am wenigsten Wert hatten aber doch Mut genug, als erste. Sie steckten sich einen erfolgversprechenden Claim ab, und begannen nach Gold zu schürfen. Wenn sie Gold fanden, dann hielten sie das aber versteckt, um keine Konkurrenten und Diebe anzulocken.
Es begann also eine Massengrabung, jeder in seinem Claim, manche mit mehr und andere mit weniger Erfolg. Und darum herum begannen Händler und andere Betriebe ihre Dienste anzubieten, es entstanden Dörfer, ganze Städte sogar, alles mit dem Kredit den der Ruf des Goldes den Menschen gegeben hatte.
Aber anders als bei den Bauern, die jedes Jahr eine neue Ernte einbringen konnten, oder den Industriellen, die ihre Produkte immer wieder erneuerten, war die Wirtschaft der Goldgräber nur von eng begrenzter Dauer. Und als die Goldfunde immer weniger wurden, wurde aus dem Goldrausch ein Goldkater.
Aber immerhin, das Gold war jetzt nicht mehr unter der Erde irgendwo in der Wildnis versteckt, sondern unter der Erde in gut abgesicherten Bunkern der Banken. Von dort konnte es nicht mehr so leicht genommen werden. Bis die Wertsucher auf die Idee mit der Wertpapierspekulation kamen, aber das ist eine andere Geschichte.
Tipp: Spektrum der Wissenschaft - Ausrottung als optimale Strategie?
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