Donnerstag, 10. Dezember 2009

Menschengötter

Der kleine Michael war sehr brav, bei seinen Tätigkeiten schaute er immer wieder zu den Eltern oder wer auch immer gerade anwesend war, um sich zu versichern dass auch alles in Ordnung war und er weiter machen konnte.

Wenn er aber irgendwo ein böses oder erschrockenes oder zweifelndes Gesicht sah, dann hörte er sofort auf mit dem was er tat, und fing an irgend etwas anderes zu tun. So lange, bis die Gesichter wieder freundlich waren.

Irgenwann merkte Michael aber, dass irgend etwas mit den Gesichtern nicht stimmte. Manche schauten lächelnd drein, während gleichzeitig andere ganz schrecklich schauten. Er war verwirrt, und wütend weil man so ein Verwirrspiel mit ihm trieb.

Aber mit der Zeit lernte er, dass auf manche Gesichter einfach kein Verlass war, und ausserdem war auch nicht mehr immer jemand anwesend, also merkte er sich einfach nur das allgemeine Gesicht zu seinen jeweiligen Taten. Und so wusste er von nun an was gut und was böse war.

Musiktipp: Madonna - Drowned World/Substitute for Love

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen