Die Menschen hatten eine vergnügte Zeit, die Felder waren reich bestellt, die Ernte gut. Man lebte, feierte, prasste. Denn wozu hätte man denn den Reichtum, wenn man ihn nicht zur Schau stellte?
Doch dann kam eine schwierige Zeit, die Ernten gingen zurück, die Menschen hungerten, die Jungen waren frustriert. Solche Reichtümer wie sie glaubten verdient zu haben konnten sie nicht bekommen.
Dieser Anblick erzürnte die Götter. Wütend wiesen sie die Menschen an, dass sie von nun an sparen mussten, Vorräte anlegen wann immer sie mehr hatten als sie gebrauchen konnten, statt zu prassen.
Die Menschen taten wie ihnen geheissen wurde, und es war zu ihrem Vorteil, sie konnten Schwankungen besser ausgleichen, und auf diese Weise ging es ihnen auch in schlechteren Zeiten gut.
So gut dass sie im Laufe der Zeit wieder zu Überfluss kamen, und damit nicht mehr erkennen konnten wozu man sparen sollte, dass ihr Wohlstand auf Sparsamkeit beruhte. Die nächste Krise folgte.
Die Götter, bekamen einen noch viel grösseren Wutanfall. Hatten sie nicht schon einmal erklärt was zu tun sei? Aber, nachdem ihre Wut abgeklungen war, kamen sie zum Schluss dass sie die Menschen überforderten.
Und so sagten sie den Menschen, sie müssten Buch führen über alle ihre Ernteerträge und ihre Bedarfe, über deren Verlauf über die Jahre hinweg, um sich ein Bild verschaffen zu können über ihre Lage.
Tipp: Nulldefizit: gibtÄs keine Alternative zum Sparkurs? (2000), Kleine Zeitung - Zinsen für Staatsschuld höher als Unterrichts-Budget (2009), Staatsschulden der Republik Österreich (aktuell)
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