Dienstag, 14. Dezember 2010

Ein Mensch unter Menschen

Er tat alles für die anderen, auf dass es allen gut ginge - auf dass niemand etwas sagte. Er schwindelte sich durch, niemals anrempeln, niemals auffallen. Nur nicht böse sein.

Nur so viel nehmen wie die, denen man aus Mitleid gibt, denn nur so kann man vermeiden dass man sagen muss dass man etwas für sich selber will und nicht für wen anderen. Und daher müssen auch alle möglichst alles bekommen, einfach so.

Doch irgendwann begannen die Menschen darauf Wert zu legen dass ein jeder selbstständig rede, denke, handle und für sich selber sorge. Da war es aus mit dem Versteckspiel, denn plötzlich wollte man ihm nichts mehr einfach so geben. Er musste jetzt selber sagen dass er etwas für sich selber wollte.

Er musste sich so verhalten wie die anderen Menschen auch.

Tipp: Erziehungsstile

Samstag, 11. Dezember 2010

Ein bequemes Leben

Es war so wie immer, er ging seiner Arbeit nach, nichts besonderes. Wann immer er gefragt wurde wie es ihm ging, sagte er "gut". Dann waren die Leute zufrieden und er hatte seine Ruhe.

Und so ging es ihm gut. Er war gesund, das Leben verlief seinen Verlauf, er arbeitete vor sich hin, die Tage, Monate, Jahre vergingen. Alles wie immer.

Nein, er war nicht depressiv. Es ging ihm ja gut. Er war ja gesund. Er ging ja zur Arbeit. Es war ja alles in Ordnung.

Und von den vielen Sachen im Leben die er sich nicht zu tun getraute wusste er ja nichts. Und damit das auch so blieb, zog er sich zurück, sprach mit anderen über nichts persönliches, nur das Wetter und die Arbeit.

Tipp: VIEL Coaching Letter - "Komfortzone"

Freitag, 10. Dezember 2010

Der Gentleman

Er war ein vornehmer Herr, lies anderen selbstverständlich den Vortritt, unterbrach niemanden in seiner Rede, rempelte nicht, wenn man sich irgendwo anstellen musste.

Es war ein leichtes Spiel mit ihm. Man brauchte sich beim Vordrängen überhaupt nicht bemühen, man musste nur "He!" sagen und schon wich er zur Seite.

Oder, wenn er etwas sagte dass man nicht hören wollte, da redete man einfach irnged etwas drauf los, man brauchte noch nicht einmal lauter als er zu sein, da hörte er auch schon wieder auf.

Und wenn man ihn anbettelte bekam man immer was, obwohl er selber nicht mehr viel von seinem alten Reichtum übrig hatte gab er immer noch etwas her. Und die nicht betteln wollten nahmen es sich einfach so.

Tipp: Das Über-Ich oder: Die Angst vor Strafe

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Menschenalarm

Das Menschenkontrollsystem schlug Alarm. Alarmstufe rot.

Ein Tabubruch!

Sofort wurden Aktivitätshemmer in die Lebensversorgungssysteme eingeschleust, um eine mögliche Eskalation zu verhindern. Dann wurden Kontrollagenten losgeschickt, um die Ursache zu lokalisieren. Ausgehend von den Meldestellen, welche den Alarm ausgelöst hatten, wurden die Überwachungsdaten analysiert, die Menschen vor Ort kontrolliert, um den oder die potentiellen Übeltäter in Haft nehmen zu können.

Die Menschen wussten oft selbst nicht was geschehen war, sie wussten nur dass man nach gewissen Verhaltensweisen, Gesten, verhaftet werden kann. Sie hatten gesehen wie das anderen passiert war und merkten sich das. Jene die verhaftet worden waren kamen oft nicht zurück, und jene die zurück kamen wussten auch nicht viel zu berichten, nur von einer Haftzelle, von Fragen nach unverständlichen Sachen.

Irgend etwas sehr gefährliches musste jedenfalls los sein, weil das Kontrollsystem so scharf eingestellt war.

Tipp: Piratenpartei Deutschland

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Von Marionetten, Fäden und Spielern

Einst waren sie eine grosse Gesellschaft gewesen, doch seit einiger Zeit ging es bergab.

Die vielen gesellschaftlichen Koordinationsinstrumente waren noch in Verwendung, aber die meissten Menschen verstanden sie nicht mehr. Sie reagierten nur noch darauf, so wie man ihnen gesagt hatte dass sie es sollten.

Und dann gab es eine kleine Gruppe von Eingeweihten, sie kontrollierten die Koordinationsinstrumente, hielten sie aufrecht und achteten darauf dass vor allem für sie selber dabei ein grosser Vorteil entstand.

So schafften sie es dass alle Menschen für sie arbeiteten, und das ohne es überhaupt zu wissen. Wie Marionettenspieler konnten sie ihre Puppen tanzen lassen, indem sie an ihren Fäden zogen. Und die Menschen glaubten dass das Theater echt sei.

Tipp: xinos.net - Finanzsystem: Die wirklichen Ursachen der Finanzkrise

Dienstag, 7. Dezember 2010

Undenkbar

Immer wenn sie daran dachte, was andere jetzt wohl denken würden, fiel ihr ein: "Lass dass!", "Geh weg!", "Du kannst das nicht!", "Du Dummkopf!", "Sei froh dass wir Dich überhaupt versorgen", ...

Deshalb bekam sie immer wennn sie daran dachte, was andere jetzt wohl denken würden, grosse Angst. Und so hörte sie auf, so etwas zu denken. Es war böse für sie, über andere Menschen und sich zu denken.

Musiktipp: Maroon 5 - Wake up call

Montag, 6. Dezember 2010

Grosse Ziele

Hans wusste oft nicht was er tun sollte, ihm war langweilig. Umso grösser seine Freude, wenn ihm jemand sagte was er tun sollte. Besonders wenn es ein grosses Ziel war, ein eindrucksvolles.

Aber oft war es dann so, dass Hans zwar damit anfing aber nicht fertig wurde. Er wusste garnicht, dass man Ziele auch erreichen kann. Es war immer nur der grosse Anfangsrausch, weswegen er das tut.

Doch eines Tages, jemand hatte Hans gebeten etwas für ihn zu machen, etwas kleines nur, da geschah etwas überraschendes. Der wollte wissen ob Hans schon fertig sei! Weil es nur ein kleines Ziel war, hatte Hans auch nur eine kleine Weile daran gewerkt. Aber fertig? Was meinte er?

Tipp: Hype-Zyklus