Mittwoch, 22. Dezember 2010

Ruhelos

Er war motiviert etwas zu tun. Irgend etwas. Mit ihr wollte er etwas machen, nicht alleine.

Aber sie wollte nicht. "Lass mich in Ruhe!"

Er wandte sich ab, enttäuscht. Er zog sich zurück. Er wollte nichts mehr tun. Doch davon wurde er krank. Er plagte sich, gequält, hielt es nicht mehr aus. Er suchte wieder nach seiner Frau, versuchte wieder etwas mit ihr anzufangen, sie zu motivieren.

Aber sie wollte nicht. "Lass mich in Ruhe!"

"Nein. Das geht nicht!" Er wusste das jetzt. "Das macht mich krank. Ich muss etwas tun!"

"Aber nicht so." Sie wollte noch immer nicht.

"Es ist meine Schuld, aber ich kann es nicht besser" sagte er, "Ich habe keine Wahl", und tat was er wollte.

Er verursachte viele Probleme, zog sich oft auch wieder zurück. Er musste viel lernen. Sie beide mussten viel lernen. Weil es sein musste.

Tipp: Werden und Sein - spirituelle Psychologie

Dienstag, 21. Dezember 2010

Die Antwort

Die Welt war gut zu Knut. Knut nahm das auf, und war gut zur Welt.

Die Welt sagte zu Knut: achte auf das Gute, gib es zurück. So wird es verstärkt, und Du bekommst es zurück. Knut tat das, und er war wirklich so.

Aber irgendwann merkte er dass doch nicht alles gut war auf der Welt. Er merkte dass da vieles war das er bisher nicht beachtet hatte, das ihm aber geschadet hatte.

Und wie! Er wollte Rache! Er wollte auch das Schlechte zurück geben in die Welt. Er schrie es hinaus, er zeigte allen denen er begegnete wie wenig er von der Welt hielt.

Und die Welt antwortete ihm, gab ihm auch das Schlechte zurück. Und so wurde es mehr, es brach ein Krieg aus, aber nicht der zwischen Gut und Böse, sondern der alle gegen alle.

Irgendwann hatte Knut gelernt zu unterscheiden zwischen dem was gut für ihn war, was schlecht für ihn war, und wie er sich mit den anderen in der Welt darüber verständigen konnte ohne gleich einen Krieg oder Rachefeldzug anzetteln zu müssen.

Tipp: Wikipedia - Karma

Montag, 20. Dezember 2010

Lernfähigkeit

Als sich die Menschen ein Bild von Gott machten, da manchten sie dieses so, wie sie es gerne gehabt hätten. So, dass möglichst viele Menschen an Gott glaubten.

Besser ein fehlerhaftes Bild von Gott als garkein Gott.

Und so machten sie Gott gorss, lieb, gut, behütend, und, damit das auch sichergestellt war, allmächtig und allwissend.

Und alles was dem entgegen sprach, schrieben sie dem Teufel zu.

Die Sache hatte aber einen Pferdefuß, der sich im Laufe der Zeit heraus stellte, und der sich in Glaubenskonflikten äusserte. Erst gaben sich die Menschen selber die Schuld daran, später gaben sie Gott die Schuld und glauben nicht mehr an ihn.

Die Allmächtigkeit etwa, entweder hasste Gott manche Menschen, oder aber der Teufel war zeitweise mächtiger als er, oder man erfand irgendwelche Sünden für die er jemand strafte.

Auch die Allwissenheit machte Probleme, denn sobald man etwas als von Gott geschaffen anerkannte, musste das für immer so bleiben. Wenn es sich aber änderte, das durfte nicht sein.

Und die umfassende göttliche Liebe, Güte und Grosszügigkeit führte dazu dass sich manche Menschen einfach in Gottes Hände gaben und selber nichts mehr dazu taten. Warum auch.

Aus diesen Erfahrungen lernten die Menschen, manche früher, manche später, und verbesserten ihr Bild von Gott. In der Version 2.0 führten sie die Eigenschaften der Lernfähigkeit ein, zusammen mit der Herausforderung der Menschen.

Gott wurde wieder ganz, der Teufel überflüssig, und die Glaubwürdigkeit nahm nach einer langen Zeit des Abfalls wieder zu - das Bild von Gott war wieder so wie die Menschen es gerne gehabt hätten.

Tipp: wandelweb.de - Systemevolution und Verbesserung

Samstag, 18. Dezember 2010

Wölfe im Schafspelz

Die Wölfe hatten Hunger. Um besser an die Schafe heran zu kommen, tarnten sie sich mit dem Pelz eines Schafes jener Herde, in der sie Beute machen wollten.

Manche zogen sich den Pelz der Moral über, um damit jenen Schafen nahe kommen zu können die moralisch leben wollten.

Andere jagden in der Herde der Schafe die mit Geld wirtschafteten, und dazu zogen sie sich den Pelz von Finanz und Kapital über.

Wieder andere tarnten sich mit Politik und Nation, um damit die Wähler täuschen und in eine Falle locken zu können, wo sie dann leichte Beute machen konnten.

Tipp: Sagen.at - Der Wolf und die sieben jungen Geißlein

Freitag, 17. Dezember 2010

Am Anfang war das Ziel

"In diesem Land gibt es keine Gerechtigkeit" sprach sie und begann ihre Aufmerksamkeit auf die Ungerechtigkeiten im Land zu richten.

"Die Naturgesetze gelten überall gleich" sprachen sie und formulierten ihre Gesetze so dass sie überall gleichermassen gültig waren.

"Die Menschen sind sündhaft und müssen dafür büssen" sprachen sie und machten sich auf um bei den Menschen Schwächen zu finden und Strafen zu verteilen.

"Unser Angebot ist das beste und macht sie reich" sprachen sie, kassierten den Preis ein und kümmerten sich nicht weiter um ihr Versprechen.

Tipp: Richtig(e) Ziele setzen und erreichen

Donnerstag, 16. Dezember 2010

Wie man über Feinde spricht

Die Rede über Feinde ist eine besondere Kunst, die keinesfalls mit der Rede über Freunde, Nachbarn oder andere Bekannte zu verwechseln.

Es geht nämlich nicht darum, die Feinde so zu besprechen dass man sie kennen lernen würde, dass man Informationen über sie austauschen würde.

Nein, das allerwichtigste ist dass man die Feinde ausschliesslich in ihren schlechten Eigenschaften darstellt, nicht lebenswürdig.

So, dass man kein schlechtes Gewissen zu haben braucht sondern sich sogar gut fühlt, eine gute Tat begangen hat, wenn man sie um's Leben bringt.

Tipp: kath-info.de - Fremde Sünden

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Fremdheit

Die Menschen waren voller Fehler, Sünden, so viel machten sie falsch. Sie waren so schlecht.

Nein, so wollte er nicht werden. Er wollte nicht Fehler machen, nicht schlecht sein, kein böser Sünder sein.

Er probierte es, er unternahm alles was er konnte, er unterlies alles war gefährlich war. Er mied Menschen.

Je besser er wurde, desto fremder wurden ihm die Menschen, unverständlich, böse, schlecht, sündhaft.

Er wusste garnicht mehr was er mit all denen überhaupt sollte. Es war nur so, dass er ohne die auch nicht konnte.

Tipp: kath.net - Selbsterkenntnis - Der Weg zum Herzen Jesu