Papa, warum geht die Sonne auf? Weil Gott Himmel und Erde so geschaffen hat. Hör zu, was in der Bibel steht ...
... einige Generationen später ...
Papa, warum geht die Sonne auf? Weil es eine Gesetzmäßigkeit ist. Sieh her, hier ist ein Kalender mit den Uhrzeiten der Sonnenaufgänge ...
... einige Generationen später ...
Papa, warum geht die Sonne auf? Wir wissen nicht warum, aber wir wissen wie. Sieh her, hier ist ein Modell unseres Sonnensystems ...
... einige Generationen später ...
Papa, warum geht die Sonne auf? Damit Dich nicht immer Dein Papa aus dem Bett rütteln muss, Du Faulpelz! :-)
Tipp: Alles Käse oder "Papa, warum verschwindet der Mond?"
Donnerstag, 30. Juli 2009
Dienstag, 28. Juli 2009
Goldkind
Goldkind wuchs in einer glücklichen Umwelt auf, strebend nach dem was man wertschätzte und zufrieden auf seinem Weg.
Doch irgendwann merkte es, dass es allein war. All die Menschen rund herum, sie waren ärgerlich, unzufrieden, aufgeregt, ... und Goldkind konnte sie nicht verstehen, kannte das alles selber nicht, war ihnen fremd und fürchtete sich vor ihnen.
So beschloss es, die dunkle Seite des Lebens zu erkunden, das was man missachtete, die Abgründe vor denen man warnte.
Musiktipp: YouTube - Rammstein - Engel
Doch irgendwann merkte es, dass es allein war. All die Menschen rund herum, sie waren ärgerlich, unzufrieden, aufgeregt, ... und Goldkind konnte sie nicht verstehen, kannte das alles selber nicht, war ihnen fremd und fürchtete sich vor ihnen.
So beschloss es, die dunkle Seite des Lebens zu erkunden, das was man missachtete, die Abgründe vor denen man warnte.
Musiktipp: YouTube - Rammstein - Engel
Sonntag, 26. Juli 2009
Universal Human
Kurt war ein sehr sozialer Mensch, deshalb hatte er auch den Beruf als Altenpfleger gewählt. Er konnte gut den alten Menschen zuhören, Verständnis für ihren Lebensweg aufbringen, sie auch manchmal aufheitern, und nebenbei die alltäglichen Pflegeaufgaben zu übernehmen. Doch mit einer alten Frau kam er nicht zurecht. Sie war zwar wirklich hilflos und auf ihn angewiesen, aber gleichzeitig kommandierte sie ihn herum, redete abschätzig über ihn, kritisierte ihn andauernd, und tat so als ob sie seine Pflege garnicht wollte. Wie konnte eine alte reife Frau nur dermassen inhuman sein? Kurt's Arbeit wurde ihm zunehmend zur Hölle, und irgendwann kündigte er frustriert und ging in die Verwaltung, um irgend einen Bürojob zu machen.
Ludwig war ein herrischer Typ, er war in diesem Job als Altenpfleger ja nur deshalb weil es da gerade einen freien und akzeptabel bezahlten Posten gab. Den alten Menschen zeigte er ganz deutlich seine Geringschätzung, er lies sie spüren wie sehr sie auf ihn angewiesen waren. So konnte er wenigstens einigermassen annehmbar seine Zeit durchbringen, trotz dieser inhumanen Zustände um ihn herum. Doch mit dieser einen alten Frau war es anders. Sie war ihm gleichauf, wenn er ihre Mängel offen ansprach tat sie dasselbe, als ob sie sich selbst auch nicht mögen würde. Und wenn er sie hängen lies, um ihr ihre Abhängigkeit zu zeigen, zitierte sie nur die Pflichten aus seiner Jobbeschreibung, und das war es. Mürrisch wie sie beide waren, sie verstanden sich insgeheim prächtig. Sie war sein einziger Lichtblick in diesem armseligen Job.
Tipp: Rette scih, wer kann! - Geben und Nehmen-Prinzip, eine Tugend?
Ludwig war ein herrischer Typ, er war in diesem Job als Altenpfleger ja nur deshalb weil es da gerade einen freien und akzeptabel bezahlten Posten gab. Den alten Menschen zeigte er ganz deutlich seine Geringschätzung, er lies sie spüren wie sehr sie auf ihn angewiesen waren. So konnte er wenigstens einigermassen annehmbar seine Zeit durchbringen, trotz dieser inhumanen Zustände um ihn herum. Doch mit dieser einen alten Frau war es anders. Sie war ihm gleichauf, wenn er ihre Mängel offen ansprach tat sie dasselbe, als ob sie sich selbst auch nicht mögen würde. Und wenn er sie hängen lies, um ihr ihre Abhängigkeit zu zeigen, zitierte sie nur die Pflichten aus seiner Jobbeschreibung, und das war es. Mürrisch wie sie beide waren, sie verstanden sich insgeheim prächtig. Sie war sein einziger Lichtblick in diesem armseligen Job.
Tipp: Rette scih, wer kann! - Geben und Nehmen-Prinzip, eine Tugend?
Samstag, 25. Juli 2009
Ein traumhaftes Leben
Er war allein, frustriert, saß in der Falle. In der Ausbildungszeit hätte er lernen sollen wie er wie Situationen wie dieser erfolgreich umgehen kann, und die anderen hatten das auch geschafft. An ihm aber war das anscheinend spurlos vorübergegangen, er schaffte anfangs keine Erfolge und konnte dann nur noch zusehen wie die anderen immer besser wurden. Aber jetzt kam es auf ihn an, und er wusste dass er nichts konnte, seine Zeugnisse bestätigten das auf offiziell.
In seiner Vezweiflung wurde er wütend auf die Welt, er erkannte, sie war eine feindliche Welt, die ihn am Leben hinderte. Grosse Energien wurden in ihm geweckt, er begann sich aufzurichten so weit er konnte, er begann zu träumen. Die Welt hätte er zerstören können, voller Wut alles Leben vernichten. Es waren selbstzerstörerische Träume, er spürte es an seinem Körper.
Er begann sich zu beschäftigen, mit seiner Lebensgeschichte, mit den Lebensgeschichten anderer Menschen und der Welt überhaupt. Er begann zu erkennen dass der Lauf der Welt immer wieder Probleme mit sich brachte, dass es immer schon Menschen gab die in solche Situationen geraten waren und sich dann auf die eine oder andere Weise befreit hatten, oder nicht.
Und mit zunehmendem Verständnis vom Leben träumte er nicht mehr davon wie er die Feinde in der Welt vernichten könnte, sondern wie er die Welt für sich und andere, die künftig in ein ähnliches Problem geraten könnten, besser gestalten könnte. Er träumte davon wie er das, was er nie gekonnt hatte, schaffen würde, und manchmal hatte er nach so einem Traum auch ein wirkliches Erfolgserlebnis, so dass er sich, langsam, Schritt um Schritt, aus seinem Trauma befreien konnte.
Musiktipp: DJ Shadow - This Time
In seiner Vezweiflung wurde er wütend auf die Welt, er erkannte, sie war eine feindliche Welt, die ihn am Leben hinderte. Grosse Energien wurden in ihm geweckt, er begann sich aufzurichten so weit er konnte, er begann zu träumen. Die Welt hätte er zerstören können, voller Wut alles Leben vernichten. Es waren selbstzerstörerische Träume, er spürte es an seinem Körper.
Er begann sich zu beschäftigen, mit seiner Lebensgeschichte, mit den Lebensgeschichten anderer Menschen und der Welt überhaupt. Er begann zu erkennen dass der Lauf der Welt immer wieder Probleme mit sich brachte, dass es immer schon Menschen gab die in solche Situationen geraten waren und sich dann auf die eine oder andere Weise befreit hatten, oder nicht.
Und mit zunehmendem Verständnis vom Leben träumte er nicht mehr davon wie er die Feinde in der Welt vernichten könnte, sondern wie er die Welt für sich und andere, die künftig in ein ähnliches Problem geraten könnten, besser gestalten könnte. Er träumte davon wie er das, was er nie gekonnt hatte, schaffen würde, und manchmal hatte er nach so einem Traum auch ein wirkliches Erfolgserlebnis, so dass er sich, langsam, Schritt um Schritt, aus seinem Trauma befreien konnte.
Musiktipp: DJ Shadow - This Time
Freitag, 24. Juli 2009
Begründete Zukunft
Die Seher der alten Zeit waren oft befragt aber selten geschätzt worden. Man war immer wieder
fasziniert von ihren Aussagen über die Zukunft, aber zu oft hatten sie sich als falsch herausgestellt, als dass man ihnen zu sehr vertraut hätte.
Doch dann hatten sie eine Idee. Sie wollten so angesehen werden wie die Richter, und deshalb taten sie es diesen gleich. Sie begannen Gesetze zu verwenden, um ihre Vorhersagen zu
begründen, so wie Richter ihre Entscheidungen unter Berufung auf geltende Gesetze begründeten.
Damit gelang es ihnen, dass sie ihre Gesetze immer weiter verfeinern konnten, um so zu immer besseren Vorhersagen zu kommen. Und als es möglich war, nur unter Verwendung ihrer Gesetze Maschinen zu bauen, und so die Natur zu beherrschen, wurden sie sehr angesehen und ihre Leistungen gerühmt.
Und so kam es, dass manche Menschen meinten, die Natur selbst würde den Gesetzen folgen, welche die modernen Seher für ihre Vorhersagen verwendeten. Sie konnten sich keine andere Zukunft mehr vorstellen als jene, welche von den Gesetzen der Seher vorhergesagt wurde, also richteten sie ihre Entscheidungen danach aus. So kam es, dass jene Gesetze der Seher, welche sich auf diese Weise immer wieder selbst erfüllten, für allgemein gültig gehalten wurden und die Menschen keine Möglichkeit hätten sich anders zu entscheiden.
Tipp: Rainer Maria Rilke - Ich fürchte mich so vor der Menschen Wort
fasziniert von ihren Aussagen über die Zukunft, aber zu oft hatten sie sich als falsch herausgestellt, als dass man ihnen zu sehr vertraut hätte.
Doch dann hatten sie eine Idee. Sie wollten so angesehen werden wie die Richter, und deshalb taten sie es diesen gleich. Sie begannen Gesetze zu verwenden, um ihre Vorhersagen zu
begründen, so wie Richter ihre Entscheidungen unter Berufung auf geltende Gesetze begründeten.
Damit gelang es ihnen, dass sie ihre Gesetze immer weiter verfeinern konnten, um so zu immer besseren Vorhersagen zu kommen. Und als es möglich war, nur unter Verwendung ihrer Gesetze Maschinen zu bauen, und so die Natur zu beherrschen, wurden sie sehr angesehen und ihre Leistungen gerühmt.
Und so kam es, dass manche Menschen meinten, die Natur selbst würde den Gesetzen folgen, welche die modernen Seher für ihre Vorhersagen verwendeten. Sie konnten sich keine andere Zukunft mehr vorstellen als jene, welche von den Gesetzen der Seher vorhergesagt wurde, also richteten sie ihre Entscheidungen danach aus. So kam es, dass jene Gesetze der Seher, welche sich auf diese Weise immer wieder selbst erfüllten, für allgemein gültig gehalten wurden und die Menschen keine Möglichkeit hätten sich anders zu entscheiden.
Tipp: Rainer Maria Rilke - Ich fürchte mich so vor der Menschen Wort
Donnerstag, 23. Juli 2009
Übermächtig
Die Menschen lebten im Einklang mit der Natur, denn die war übermächtig, und die Menschen mussten sich ihr so anpassen dass sie überleben konnten.
Als der Allmächtige sah, dass die Menschen gut waren, beschloss er das Verhältnis umzukehren.
Die Menschen entdeckten, dass sie die Rohstoffe der Erde nutzen konnten, um damit ihre Lebensbedingungen zu verbessern. Sie konnten sich vermehren und über die ganze Erde ausbreiten, ihr Hunger nach Rohstoffen war grenzenlos, ihre Macht über die Natur ebenso.
Als der Allmächtige sah dass die Menschen böse geworden waren, beschloss er das Verhältnis umzukehren.
Die am meissten genutzten Rohstoffquellen begannen sich zu leeren, die Erfolgsverwöhnten Menschen stürzten in eine Krise nach der anderen. Mühsam mussten sie wieder lernen, mit begrenzten Rohstoffen zurechtzukommen.
Tipp: Peak Oil - Das Ende des billigen Erdöls
Als der Allmächtige sah, dass die Menschen gut waren, beschloss er das Verhältnis umzukehren.
Die Menschen entdeckten, dass sie die Rohstoffe der Erde nutzen konnten, um damit ihre Lebensbedingungen zu verbessern. Sie konnten sich vermehren und über die ganze Erde ausbreiten, ihr Hunger nach Rohstoffen war grenzenlos, ihre Macht über die Natur ebenso.
Als der Allmächtige sah dass die Menschen böse geworden waren, beschloss er das Verhältnis umzukehren.
Die am meissten genutzten Rohstoffquellen begannen sich zu leeren, die Erfolgsverwöhnten Menschen stürzten in eine Krise nach der anderen. Mühsam mussten sie wieder lernen, mit begrenzten Rohstoffen zurechtzukommen.
Tipp: Peak Oil - Das Ende des billigen Erdöls
Mittwoch, 22. Juli 2009
Max und das Forscher-Paradoxon
Max war ein neugieriger und vor allem schlauer Junge, und wann immer er etwas spezielles wissen wollte, fragte er bei den Forschern an, die sich mit dem Thema beschäftigten. So glaubte er, immer die besten Informationen zu haben.
Doch irgendwann merkte er, dass die alltäglichen Sachen, wie er sie von seinen Eltern gelernt hatte oder selbst im Alltag so nebenbei - dass die zwar weniger aufregend wirkten, aber dafür viel handfester waren als das Gerede der Forscher, das sich im Vergleich dazu als unwissendes Geplapper ausnahm.
Da wurde es ihm klar. Forscher sind nicht Menschen die sich mit etwas besonders gut auskennen und die man daher diesbezüglich um Rat fragen könnte. Nein, Forscher sind Menschen die sich mit Sachen beschaftigen die sie nicht verstehen. Denn sonst bräuchten sie ja nicht zu forschen.
Tipp: mediamanual.at - Wissenschaftliches Wissen
Doch irgendwann merkte er, dass die alltäglichen Sachen, wie er sie von seinen Eltern gelernt hatte oder selbst im Alltag so nebenbei - dass die zwar weniger aufregend wirkten, aber dafür viel handfester waren als das Gerede der Forscher, das sich im Vergleich dazu als unwissendes Geplapper ausnahm.
Da wurde es ihm klar. Forscher sind nicht Menschen die sich mit etwas besonders gut auskennen und die man daher diesbezüglich um Rat fragen könnte. Nein, Forscher sind Menschen die sich mit Sachen beschaftigen die sie nicht verstehen. Denn sonst bräuchten sie ja nicht zu forschen.
Tipp: mediamanual.at - Wissenschaftliches Wissen
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